Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten A Dog's Perfect Christmas Netflix Streamen online Video on Demand
© Bettina Strauss/Diyah Pera/Netflix

Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten

Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten A Dog's Perfect Christmas Netflix Streamen online Video on Demand
„Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten“ // Deutschland-Start: 4. November 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Zwei Jahre ist es inzwischen her, dass Sander (Dennis Quaid) seine Frau verloren hat. Doch noch immer hat er mit deren Tod zu kämpfen, hat sich ganz seiner Trauer und Antriebslosigkeit ergeben. Sein Sohn Hunter (Milo Ventimiglia) und dessen Frau Juliana (Kathleen Rose Perkins) haben derweil noch berufliche und private Herausforderungen als Eltern von Zwillingen zu meistern. Zumal da auch noch die konstant schlecht gelaunte Teenager-Tochter Ello (Brooke Lena Johnson) ist. Als Juliana selbst schwer erkrankt, bleibt Sander nichts anderes übrig, als sich doch wieder verstärkt um seine Familie zu kümmern. Dabei lernt er auch Claire (Mary Steenburgen) kennen, die in ihm neue Gefühle weckt …

Tierisches Weihnachten

Netflix ist doch immer dabei, wenn es darum geht, bestimmte Feiertage oder Jahreszeiten zu nutzen, um entsprechende Filme und Serien ins Programm aufzunehmen. Ob nun Romanzen zum Valentinstag oder Horror zu Halloween – das Publikum soll bedient werden. Mit dem November hat dann auch offiziell die Weihnachtszeit auf dem Streamingdienst begonnen. Den Auftakt macht dieses Jahr Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten, der erste von zahlreichen Weihnachtsfilmen. Und man hat für den Einstieg einiges an Prominenz versammelt. Das betrifft zum einen die Besetzung. Aber auch das Material ist bewährt. Genauer handelt es sich um die Adaption eines Bestsellers von W. Bruce Cameron (Bailey – Ein Freund fürs Leben).

Wie in anderen Geschichten des US-amerikanischen Autors spielen Tiere eine große Rolle. Vor allem Hunde haben es Cameron angetan. Und deswegen gibt es hier nicht nur den titelgebenden Basset, sondern auch den Corgi Ruby, der irgendwann Teil der Familie wird. Und doch ist Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten kein Tierfilm in dem Sinn. Zwar wird der Haushund immer wieder zum Erzähler und kommentiert, was in der Familie vor sich geht. Für die Handlung selbst ist er aber völlig überflüssig. Es ist auch nicht so, als würde das Tier irgendwelche verblüffenden Einsichten bieten. Diese halbherzige Vermenschlichung ist nicht mehr als ein Gimmick, das der Belustigung dienen soll. Das funktioniert schon so irgendwie, aber zu viel darf man nicht erwarten. Die Witze sind jetzt nicht wirklich inspiriert.

Nur nette Berieselung

Aber auch der dramatische Teil wäre ausbaufähig gewesen. So war man hier wohl der Ansicht, dass viel viel hilft. Da ist dann nicht nur die Trauer um die Verstorbene. Auch die Schwierigkeit bei der Arbeit bzw. die Kombination mit dem Privatleben wird angesprochen. Die Teenagertochter hat in der Schule und mit einer Liebe zu kämpfen. Was eben alles so anfällt. Grundsätzlich sind das zwar alles alltägliche Themen. Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten schafft es aber nicht, das auch wirklich alltäglich erscheinen zu lassen. Vieles ist konstruiert, statt Tiefgang gibt es Pathos. Einiges irritiert auch. So wird die Krankheit von Juliana seltsam in den Hintergrund gedrängt, weil sich niemand dafür interessiert – nicht einmal Cameron, der ihr das angelastet hat.

Weihnachten selbst ist auch mal wieder nur eine Nebensache. Wie in den meisten Weihnachtsfilmen eben gilt auch hier: Ein bisschen Deko muss reichen. Die Geschichte hätte prinzipiell zu jeder anderen Zeit im Jahr spielen können. Man meinte aber wohl, dass das alles gefühliger wird, wenn die Geschichte um das Fest der Liebe herum erzählt wird. Oder man baut darauf, dass das Publikum bei einem Weihnachtsfilm von vornherein weniger anspruchsvoll ist und deshalb die diversen inhaltlichen Mängel nicht so ins Gewicht fallen. Trotz schwerer Themen: Mehr als Berieselung soll Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten ja auch nicht sein. Wem das reicht und eine Vorliebe für Hunde hat, kann da unbesorgt reinschalten. Der Rest darf darauf hoffen, dass Weihnachten noch bessere filmische Geschenke bereithalten wird.

Credits

OT: „A Dog’s Perfect Christmas“
Land: Kanada
Jahr: 2026
Regie: Cathryn Michon
Drehbuch: Cathryn Michon, W. Bruce Cameron
Vorlage: W. Bruce Cameron
Musik: Mikkel Maltha
Kamera: Tonni Zinck
Besetzung: Dennis Quaid, Milo Ventimiglia, Brooke Lena Johnson, Kathleen Rose Perkins, Jennifer Tilly, Mary Steenburgen, Thomas Haden Church

Bilder

Trailer

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Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten
fazit
In „Winstead – Ein Hund feiert Weihnachten“ muss sich eine Familie selbst finden zwischen Trauer, Arbeitsstress und Hunden. Die Tiere sind nur Gimmicks, die Themen sind ernst, werden aber kaum vertieft. Zur netten Berieselung reicht das, mehr sollte man von dieser Tragikomödie nicht erwarten.
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