Das letzte Problem (2026) El problema final Netflix Streamen online Video on Demand
© Txuca Pereira/Netflix

Das letzte Problem (2026)

Das letzte Problem (2026) El problema final Netflix Streamen online Video on Demand
„Das letzte Problem“ // Deutschland-Start: 24. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

In Frühjahr 1959 führt ein furchtbarer Sturm dazu, dass dreizehn Menschen auf einer kleinen Insel bei Mallorca festsitzen. Das ist zwar lästig, aber kein Weltuntergang. Es könnte schlimmer sein. Und es kommt schlimmer: Die Touristin Elisa Mander wird tot aufgefunden. Was anfangs wie ein Suizid aussieht, entpuppt sich zudem als Mord. Doch warum sollte sie jemand haben töten wollen? Klar ist nur, dass wer auch immer es gewesen ist, noch im Hotel sein muss. Basil (Jose Coronado), der im Kino als Darsteller von Sherlock Holmes zu Ruhm gekommen ist, wird dazu genötigt, die Wahrheit aufzudecken und die Tatperson zur Rechenschaft zu ziehen. Schließlich habe er Erfahrung im Lösen von Fällen. Der inzwischen in Rente gegangene Schauspieler lässt sich darauf ein und geht einer Geschichte nach, die von Minute zu Minute verworrener wird …

Hommage an einen Meisterdetektiv

Und er hat die Tat nun begangen? Auf Netflix kommen in regelmäßigen Abständen Filme und Serien heraus, bei denen das Publikum an der Seite der ermittelnden Hauptfigur die Tatperson finden muss – der klassische Whodunit eben. Bei Mousetrap etwa versucht ein zurückgezogen lebender Autor herauszufinden, wer seine Identität gestohlen hat. In Der Kinderflüsterer und Blutopfer jagt die Polizei jeweils einen brutalen Serienmörder. Wer bei solchen Geschichten vor allem den Rätselaspekt mag und selbst gern Hypothesen aufstellt, wer da was warum getan hat, sollte einmal einen Blick auf Das letzte Problem werfen. Zumindest Fans klassischer Krimis werden hier auf ihre Kosten kommen, wenn es darum geht, einen Mord aufzuklären.

Das Setting könnte dabei einer Geschichte von Agatha Christie entnommen worden sein. Nicht wenige werden hier an ihren bekanntesten Roman Und dann gabs keines mehr denken, der unter anderem als Zehn kleine Negerlein – Das letzte Wochenende verfilmt wurde. Auch Das Böse unter der Sonne könnte einem einfallen. In all diesen Geschichten wird auf einer Insel ein Mord begangen, die Figuren können diese nicht verlassen, einer oder eine von ihnen muss die Tatperson sein. Und doch ist Das letzte Problem keine Hommage an die Queen of Crime. Vielmehr zeigt schon der Titel, wer die Referenz ist: Die gleichnamige Kurzgeschichte von 1893 gehört zu den bekanntesten Geschichten rund um Sherlock Holmes. Vor allem der finale Sturz von ihm und seinem Widersacher Professor Moriarty in die Reichenbachfälle wird immer wieder in Adaptionen aufgegriffen.

Wohltuend altmodisch

Um eine direkte Adaption handelt es sich jedoch nicht. Stattdessen ist die Adaption eines 2023 veröffentlichten Romans von Arturo Pérez-Reverte (The Man from Rome – Der Vatikan Code, Die neun Pforten) eine Art Meta-Geschichte, wenn immer wieder die Grenzen zwischen der Realität und Fiktion aufgehoben werden. Das letzte Problem ist natürlich nicht der erste Krimi, der auf eine solche Idee kommt. Aber es funktioniert doch ganz gut, wenn der Protagonist regelmäßig versucht, die Fähigkeiten seiner Figur auf die Wirklichkeit zu übertragen. Das hätte gut als Krimikomödie funktioniert, das Szenario bietet sich geradezu dafür an, das Genre zu dekonstruieren. So weit geht es dann aber doch nicht. Stattdessen ist die Geschichte ernst gehalten, gerade auch beim Ende, wenn die Lösung enthüllt wird.

Auf dem Weg dorthin gibt es natürlich die eine oder andere Wendung, werden falsche Fährten gelegt, damit das Publikum nicht zu früh erkennt, was los ist. Tatsächlich ist es hier nahezu ausgeschlossen, von sich aus auf die Lösung zu kommen, da essenzielle Informationen fehlen. Das ist zwar immer etwas ärgerlich. Zumindest ist die Serie aber unterhaltsam. Selbst wenn man sich an der einen oder anderen Stelle vielleicht doch ein wenig Humor gewünscht hätte, prägnantere Charaktere auch, ist man bei Das letzte Problem gut beschäftigt. Die stimmungsvolle Ausstattung von anno dazumal, das Setting, die Unsicherheit, wem man trauen kann – die Suche nach der Wahrheit mag nicht wirklich aufregend sein, ist aber eine wohltuend altmodische Serie, die zudem genau weiß, wie lang sie sein darf, ohne dass es zu Längen kommt. Und das ist gerade bei Netflix keine Selbstverständlichkeit.

Credits

OT: „El problema final“
IT: „The Final Problem“
Land: Spanien
Jahr: 2026
Regie: Félix Viscarret
Drehbuch: Marisol Ferré, Alberto Macías, Carlos Molinero
Vorlage: Arturo Pérez-Reverte
Musik: Vicente Ortiz Gimeno
Kamera: Daniel Sosa Segura
Besetzung: Jose Coronado, Martiño Rivas, Maribel Verdú, María Valverde, Gonzalo de Castro, Cristina Kovani, José Condessa, Pepón Nieto

Bilder

Trailer

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Das letzte Problem (2026)
fazit
In „Das letzte Problem“ kommt im Hotel auf einer kleinen Insel zu einem Mord, ein ehemaliger Sherlock-Holmes-Darsteller soll das Verbrechen aufklären. Der Krimi arbeitet mit Meta-Elementen, verzichtet aber auf eine Genredekonstruktion ebenso wie auf Humor. Stattdessen gibt es einen schön altmodischen und gemütlichen Whodunit, der auch durch Setting und Ausstattung gefällt.
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