Die Trustor-Affäre Netflix Streamen online Video on Demand
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Die Trustor-Affäre

Die Trustor-Affäre Netflix Streamen online Video on Demand
„Die Trustor-Affäre“ // Deutschland-Start: 5. August 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Zurzeit haben Verbrechen bei Netflix wieder Hochkonjunktur. Da vergeht kaum eine Woche, in der der Streamingdienst nicht irgendeine Dokumentation herausbringt, die an vergangene kriminelle Machenschaften erinnert. Zuletzt war da The Idaho Murders: Ein College-Albtraum über vier Studierende, die brutal zu Hause ermordet wurden. Davor erzählte der wendungsreiche Film A Toxic Love Story von einem Dreiecksverhältnis, welches tief in die menschlichen Abgründe blickte. Eine gesellschaftliche Komponente hat hingegen Miguel Àngel Blanco: 48 Stunden, die Spanien veränderten. Darin geht es um die inzwischen aufgelöste baskische Terrororganisation ETA und einen jungen Mann, den diese entführte. Wer das alles schon durch hat, kann nun einen Blick auf Die Trustor-Affäre werfen, die neueste Doku über Verbrechen.

Die Geschichte eines unglaublichen Betrugs

Dieses Mal geht es jedoch, anders als bei den meisten True-Crime-Dokus, nicht um Mord und Todschlag, quasi das größte aller Verbrechen. Stattdessen geht es „nur“ um Betrug. Dieser hatte es dafür in sich. Erzählt wird die Geschichte um die titelgebende schwedische Investmentgesellschaft Trustor. Im Frühjahr 1997 taten sich fünf Menschen zusammen, um diese zu kaufen. Das ist erst einmal nichts Ungewöhnliches, der Kauf und Verkauf von Unternehmen ist fester Bestandteil des kapitalistischen Systems. Wie Die Trustor-Affäre deutlich macht, gingen bei dieser Transaktion einige Sachen nicht mit rechten Dingen vor sich. Genauer ging es dabei um die Finanzierung und verschwundenes Geld.

Mehr sollte man im Vorfeld vermutlich nicht wissen, da das hier eine dieser Geschichten ist, die davon lebt, dass sie so unglaublich ist. Es ist durchaus beeindruckend, wie einfallsreich und skrupellos manche Menschen vorgehen, wenn es darum geht, sich selbst zu bereichern. Natürlich ist das nichts Neues, nicht heute, nicht damals. Die Trustor-Affäre erzählt einem da nichts, was man nicht schon weiß. Aber es ist doch ein imposantes Beispiel dafür, was alles möglich ist. Wie einfach es auch zu sein scheint, so etwas zu tun, wenn man nur die nötige kriminelle Energie mitbringt. Zum Teil wirft der Film dafür auch einen Blick auf die beteiligten Personen. Interessant ist dabei vor allem Joachim Posener, der Drahtzieher hinter dem Coup, der Jahrzehnte lang untergetaucht war und sich vor der Justiz versteckte. Es gelang tatsächlich, diesen aufzuspüren und vor die Kamera zu holen.

Interessant und komplex

Der Film kann auf diese Weise das Thema von verschiedenen Seiten aus beleuchten und zeigt mehrere Variationen der Ereignisse. Das ist auch deshalb wichtig, weil tatsächlich bis heute Fragen offenbleiben und man im Einzelnen nicht sagen kann, was da geschehen ist. Zwar gab es im Anschluss eine Reihe von Ermittlungen und Gerichtsverfahren, die meisten endeten aber ohne Ergebnis. Die Trustor-Affäre könnte für manche daher unbefriedigend sein. Hinzu kommt, dass das Thema des Wirtschaftsbetrugs natürlich auch nicht dieselbe Emotionalität hervorruft wie ein Mord oder Gewalt an Menschen. Wer True Crime aus solchen Gründen mag, der wird hier eher weniger glücklich werden. Das ist doch alles recht nüchtern.

Andere werden es hingegen schätzen, dass es hier primär um den Informationsgehalt geht, weniger um die oft zum Voyeurismus neigende Zurschaustellung von Verbrechen. Regisseurin Karin af Klintberg verzichtet auch auf die Manipulationen, die man in diesem Bereich häufiger sieht. Stattdessen ist Die Trustor-Affäre eine seriöse und gut gemachte Aufarbeitung der Vorkommnisse. Es gelingt dabei auch gut, die doch komplexe Geschichte so zu erzählen, dass man ohne Vorkenntnisse oder finanzielles Wissen folgen kann. Ein gewisses Interesse für solche Geschichten vorausgesetzt, ist das Ergebnis daher sehenswert – auch bald drei Jahrzehnte nach dem Betrug.

Credits

OT: „Trustorhärvan“
IT: „Inside The Trustor Scandal“
Land: Schweden
Jahr: 2026
Regie: Karin af Klintberg
Musik: Katharina Nuttall
Kamera: Simon Rudholm, Ari Willey

Bilder

Trailer

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Die Trustor-Affäre
fazit
„Die Trustor-Affäre“ erinnert an die Übernahme einer Investmentfirma, bei der kräftig betrogen wurde. Die komplexe Geschichte wird verständlich aufgearbeitet, selbst wenn am Ende nicht alles wirklich geklärt ist. Die True-Crime-Dokumentation ist dabei seriöser als viele andere aus dem Bereich.
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