Danke, Team! Gracias, equipo Netflix Streamen online Video on Demand
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Danke, Team!

Danke, Team! Gracias, equipo Netflix Streamen online Video on Demand
„Danke, Team!“ // Deutschland-Start: 11. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Früher einmal, da war Tío Mochales das Aushängeschild des spanischen Käses. Doch von diesem Ruhm ist nicht viel geblieben, das von Pepa (Maribel Verdú) geleitete Unternehmen ist schon seit Längerem auf dem absteigenden Ast. Nun soll eine spezielle Teambuilding-Maßnahme das Ruder noch einmal herumreißen: Gemeinsam fährt die Belegschaft in das Dorf, in dem alles seinerzeit angefangen hat. Dort sollen sie alle lernen, worauf es ankommt und sich auf die traditionellen Werte besinnen. Zumindest denken sie das. Tatsächlich ist der Ausflug als firmeninterner Wettbewerb gedacht, bei dem die Verlierenden auch gleich den Job verlieren. Da dauert es nicht lange, bis der Teamgeist an seine Grenzen stößt …

Ein Team, das keins ist

Während Netflix im Hinblick auf düstere Stoffe sehr regelmäßig für Nachschub sorgt, sind humorvolle etwas seltener. Ein paar Filme und Serien gab es zuletzt aber schon. Da war beispielsweise Fünfzehn Tage sind für immer über einen Jugendlichen, der überrascht feststellt, dass sein Schwarm ebenfalls homosexuell ist. Bei der Animationsserie Ricky Gervais Alley Cats lernen wir mehr über das Leben von Straßenkatzen. Mein bester Freund, seine Freundin und ich wiederum berichtet von einer Kindheitsfreundschaft, die durch eine neue Partnerin auseinanderzubrechen droht. In Danke, Team! wird man nach romantischen Momenten vergeblich suchen. Und auch für Freundschaft ist wenig Platz, wenn der spanische Film von Konkurrenzkämpfen in einer Firma erzählt.

Aufgezogen wird das an einem Teambuilding-Event. Dass diese nicht zwangsläufig zielführend sind, haben schon diverse andere Komödien vorgemacht. In Der Pfau wird ein gemeinsamer Ausflug nach Schottland nicht unbedingt zum dringend benötigten Stimmungsaufheller. Noch schlimmer geht es in der Horrorkomödie Konferensen zu, wenn ein Aufenthalt auf dem Land für viele Teilnehmenden tödlich endet. Ganz so heftig wird es in Danke, Team! nicht, hier ist das Worst-Case-Szenario ein Rauswurf. Und streng genommen ist das auch kein Teambuilding-Event, sondern ein von oben verordneter Wettbewerb, bei dem nur die Besten am Ende in der Firma bleiben dürfen. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht auf diese Weise natürlich nicht. Das interessiert aber niemanden, solange die Kosten gedrückt werden.

Nicht bissig genug

Die Absicht des Films ist klar: Man will sich über eine Form des menschenverachtenden Kapitalismus lustig machen, bei dem Angestellte ein notwendiges Übel sind, ein reiner Kostenfaktor, den man am liebsten loswird. In Zeiten von Massenentlassungen, selbst bei erfolgreichen Top-Unternehmen, ist das sicherlich ein aktuelles Szenario. Eines, das auch genügend Identifikationsfläche mitbringt. Ein Szenario allein macht aber noch keinen guten Film. Und tatsächlich ist Danke, Team! nur mäßig geworden, weil es aus dem Ganzen nicht genügend herausholt. Sehr schade ist beispielsweise, wie schwach die Satire geworden ist. Eigentlich wäre gerade das naheliegend gewesen. Man traut sich hier aber nie, auch mal ein bisschen bissig zu werden und weh zu tun.

So richtig viel zu sagen hat der Film auch nicht. Dann und wann gibt es zwar mal Ansätze, grundsätzliche Themen anzusprechen. Beispielsweise wird Olga (Alexandra Jiménez) dafür genutzt, um über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu reden. Nur wird das dann nicht weiter verfolgt, stattdessen wird mit den Wettkämpfen teilgenommen. Ein paar davon sind etwas amüsanter, wenn sich die Männer und Frauen durch irgendwelchen Blödsinn quälen müssen. Aber auch in der Hinsicht wäre mehr möglich gewesen, da fehlt die genüssliche Eskalation. Stattdessen plätschert Danke, Team! lange vor sich hin, bis dann irgendwann alles vorbei ist. In Erinnerung bleibt wenig, weder die Figuren noch die Handlung. Da kann man am Ende nur sagen: Danke für nichts!

Credits

OT: „Gracias, equipo“
IT: „Go Team!“
Land: Spanien
Jahr: 2026
Regie: Diego Núñez Irigoyen
Drehbuch: Cristóbal Garrido, Adolfo Valor
Musik: Arnau Bataller
Kamera: Maria Codina
Besetzung: Alexandra Jiménez, Maribel Verdú, Raúl Tejón, Blanca Martínez, Pedro Casablanca

Trailer

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Danke, Team!
fazit
„Danke, Team!“ erzählt von einem Teambuilding-Event, das in Wahrheit ein von oben verordneter Verdrängungswettbewerb ist. Das satirische Potenzial wird zu wenig genutzt, auch bei den einzelnen Kämpfen wäre mehr drin gewesen. Trotz eines aktuellen Themas bleibt daher nur wenig vom Film zurück.
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