Animals 2026 Netflix Streamen online Video on Demand
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Animals (2026)

Animals 2026 Netflix Streamen online Video on Demand
„Animals“ // Deutschland-Start: 9. Oktober 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Mangelnde Ambitionen kann man Mark Kimball (Ben Affleck) kaum vorwerfen. So tut er alles dafür, um der nächste Bürgermeister von Los Angeles zu werden. Und das soll nur der erste Schritt sein, er hat noch deutlich weitreichendere politische Pläne. Doch im Vorfeld der Wahl geschieht etwas, das seine kompletten Pläne über den Haufen wird: Er erhält einen Anruf, dass der Sohn von ihm und seiner Frau Abigail (Kerry Washington) entführt wurde. Und der Entführer fackelt nicht lange, Kimball soll innerhalb weniger Stunden ein Vermögen besorgen. Aber was, wenn er das nötige Geld gar nicht bekommt? Dayle Burton (Gillian Anderson), eine Spezialistin für Entführungsfälle, weiß Rat und begleitet das Paar. Und dieses kann jede Hilfe gebrauchen, denn die Geschichte entwickelt sich anders als gedacht …

Starbesetzter Thriller

An Geschichten über Verbrechen mangelt es auf Netflix nun nicht gerade. Da kommen ständig Filme und Serien heraus, seien es erfundene oder auch reale. Unabomber erinnerte beispielsweise kürzlich an einen Terroristen, der mit seinen Bombenanschlägen die USA in Atem hielt. Bei Habeas Corpus ging es darum, dass eine ehemalige Anwältin einen alten Fall wieder aufrollt. In diesem Überangebot an kriminellen Machenschaften braucht es natürlich etwas, um irgendwie aus der Masse hervorzustechen. Bei dem neuen Film Animals gibt es zwei Punkte, mit denen man sich etwas abheben möchte. Der offensichtlichere von den beiden ist die Besetzung, wenn der Thriller mit einigen großen Namen das Publikum anlocken möchte. Der größte ist sicherlich Ben Affleck, der hier nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch zum ersten Mal seit Air – Der große Wurf wieder selbst Regie führt.

Gleichzeitig macht das ein wenig misstrauisch. Wenn ein solches Prestigeprojekt während der großen Festivalphase nirgends läuft und auch kein regulärer Kinostart ansteht, sind das keine guten Vorzeichen. Zumal das Marketing eher überschaubar war. Und tatsächlich stellt sich Animals als ziemliche Enttäuschung heraus. So wird das Talent der Besetzung völlig verschwendet. Kerry Washington und Gillian Anderson werden an völlig nichtssagende Figuren verschwendet, die bestenfalls eine Funktion haben. Steven Yeun, der hier einen politischen Berater spielt, tut nicht viel mehr, als irgendwo in der Gegend herumzustehen. Ein bisschen mehr wird in den Protagonisten investiert, der zumindest noch in eine moralische Zwicklage gerät und auf eine harte Probe gestellt wird.

Zu wenig draus gemacht

Als Thema war das nicht uninteressant, die politische Komponente ist der zweite Punkt. Es wird aber nicht viel daraus gemacht. So hätte man sich gewünscht, dass der Film noch eine größere Wandlung aufzeigt, vielleicht auch etwas böser wird. Schließlich soll es hier auch darum gehen, wozu ein einzelner Mensch bereit ist. Animals taugt aber weder als Porträt eines Mannes in einer Sinnkrise noch als Thriller, der genüsslich mit einer Eskalation spielt. Dafür ist das Drehbuch einfach nicht konsequent genug. Dass gleich drei Leute an diesem gearbeitet haben, macht es umso unverständlicher, wie nichtssagend das alles geworden ist. Es ist nicht einmal so, dass der Politiker so sympathisch wäre, dass man deswegen dranbleibt. Der Film gibt einem nur wenig Gründe, warum einem sein Schicksal nahegehen sollte.

Ein bisschen versucht der Film, durch Wendungen die Zuschauer und Zuschauerinnen bei Laune zu halten. Davon gibt es letztendlich aber zu wenige. Und das, was da ist, ist auch nicht so überraschend, dass es einen wirklich vom Hocker hauen würde. Ganz am Ende wird zwar noch einmal gezeigt, welches Potenzial die Geschichte gehabt hätte, wenn es darum geht, die Ereignisse zu politisieren. Daraus hätte man etwas machen können, da auch einige aktuelle gesellschaftliche Themen aufgegriffen werden. Affleck scheitert aber an dieser Aufgabe, das alles wirklich zuzuspitzen, mehr als einen vorhersehbaren und öden Thriller hat er mit Animals nicht hinbekommen.

Credits

OT: „Animals“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Ben Affleck
Drehbuch: Ben Affleck, Connor O. McIntyre, Billy Ray
Musik: Harry Gregson-Williams
Kamera: Robert Elswit
Besetzung: Ben Affleck, Kerry Washington, Gillian Anderson, Adriana Paz, Luis Gerardo Méndez, Steven Yeun

Bilder

Trailer

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fazit
In „Animals“ sorgt sich ein aufstrebender Politiker um seinen Sohn, der kurz vor einer Wahl entführt wird. Das Thema hatte Potenzial, die Besetzung ist hochkarätig. Umso enttäuschender ist, was daraus gemacht wurde: Der Thriller ist öde und vorhersehbar, die Figuren sind kaum zu gebrauchen.
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