Orion und das Dunkel Orion and the Dark Netflix Streamen online Animation DreamWorks
© DreamWorks Animation
Orion und das Dunkel Orion and the Dark Netflix Streamen online Animation DreamWorks
„Orion und das Dunkel“ // Deutschland-Start: 2. Februar 2024 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Orion ist nicht gerade das, was man furchtlos nennen würde. Tatsächlich hat der Junge so viele verschiedene Ängste, dass es schneller ginge, die Dinge aufzuzählen, vor denen er keine Angst hat. Ganz oben auf seiner Liste der Furcht-Hitparade steht die Dunkelheit, die ihn jeden Tag aufs Neue heimsucht. Dabei ist die eigentlich ganz nett und ein bisschen geknickt, für andere so furchterregend zu sein. Also beschließt das Dunkel, dem Schüler einen Besuch abzustatten und ihm zu zeigen, wer er wirklich ist und was er so tut. Orion ist davon zunächst weniger begeistert und versucht, sich vor dem fremden Wesen zu verstecken. Da dies aber gar nicht möglich ist, lässt er sich wohl oder übel auf das Wagnis ein. Und tatsächlich lernt er, die Welt noch einmal mit ganz anderen Augen zu sehen …

Animationsfilm mit großen Namen

Wie für viele andere Animationsstudios auch war für DreamWorks Animation das vergangene Jahr recht schwierig. Nach einem erfolgreichen 2022 ging es 2023 böse bergab. So enttäuschte Trolls: Gemeinsam stark an den Kinokassen, blieb weit hinter dem zurück, was der erste Teil einige Jahre zuvor eingespielt hatte. Ruby taucht ab war sogar ein einziges Desaster, die Einspielergebnisse lagen weit unter dem Budget, das Wasserabenteuer wurde zu einem Millionengrab. Mit dem neuen Werk Orion und das Dunkel müssen sie ein vergleichbares Schicksal nicht befürchten. Denn dieses Mal gibt es nicht einmal einen Kinostart, stattdessen wurde der Film für Netflix produziert, mit denen das Studio schon seit Jahren kooperiert. Eine ganze Reihe von Serien kamen auf diese Weise zustande, dazu einige Kurzfilme. Nun eben auch ein Langfilm.

Warum ausgerechnet dieser beim Streamingdienst gelandet ist, darüber kann nur spekuliert werden. Um eine billige Wegwerfproduktion handelt es sich auf jeden Fall nicht, selbst wenn man dies im Vorfeld befürchten durfte. Das zeigt bereits ein Blick auf die Credits, welche einige große Namen enthalten. So werden im englischsprachigen Original die drei Hauptfiguren von Jacob Tremblay, Paul Walter Hauser und Angela Bassett gesprochen. Die Rolle des Erzählers übernahm der legendäre deutsche Regisseur Werner Herzog. Ebenso wichtig für ein filmaffines Publikum: Das Drehbuch von Orion und das Dunkel stammt von Charlie Kaufman, der seinerzeit für Vergiss mein nicht! einen Oscar erhielt und sich bei Orion und das Dunkel zum ersten Mal seit I’m Thinking of Ending Things wieder zurückmeldet – wenn auch „nur“ als Autor.

Die Dunkelheit hat auch Gefühle!

Wobei die Geschichte diesmal nicht von ihm stammt. Vielmehr handelt es sich hier um eine Adaption des gleichnamigen Kinderbuchs von Emma Yarlett, das in einigen Wochen auch in Deutschland erscheinen wird. Die Zielgruppe des Films ist dabei ebenfalls jünger angesetzt. Genauer sollen Kinder und Heranwachsende, animiert von dem Titelhelden und seinen Abenteuern, lernen, wie sie mit ihren Ängsten umgehen können. Orion und das Dunkel wählt dafür einen Zugang, der sehr an Pixar-Filme erinnert: Aus abstrakten Konzepten werden einfach konkrete Wesen gemacht. Wurden in Alles steht Kopf noch Gefühle personalisiert, machte Elemental aus Feuer und Wasser Figuren. Hier sind es nun unter anderem die Dunkelheit, Schlaf und Träume, die dem Jungen einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

Die Idee ist sicherlich nicht ganz originell. Und doch macht es Spaß, mit dem Jungen eine Reise durch die Nacht zu wagen und mitanzusehen, was die Wesen dort so treiben. Lustig sind beispielsweise die Szenen, in denen wir sehen, mit welchen Mitteln die Menschen zum Einschlafen gebracht werden. Schön ist zudem der Einfall, dass die Dunkelheit darunter leidet, immer als etwas Negatives dargestellt zu werden, während das Licht die Heldenfigur sein soll. Insgesamt ist Orion und das Dunkel dann auch eine positive Überraschung nach dem doch sehr spärlichen Marketing, was Übles befürchten ließ. Der Film ist deutlich besser als die letzten beiden Filme des Studios und es wäre ihm zu wünschen, dass er auch von mehr Menschen gesehen wird.

Credits

OT: „Orion and the Dark“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Sean Charmatz
Drehbuch: Charlie Kaufman
Vorlage: Emma Yarlett
Musik: Robert Lydecker, Kevin Lax
Animation: DreamWorks Animation

Bilder

Trailer

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fazit
„Orion und das Dunkel“ führt uns vor Augen, was nachts wirklich so vor sich geht, wenn ein von Ängsten geplagter Junge der personifizierten Dunkelheit begegnet. Auch wenn das Ergebnis nicht ganz originell ist, macht es doch Spaß und lehrt der jungen Zielgruppe, sich den eigenen Ängsten zu stellen.
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