Das Geschenk Netflix Streamen online Video on Demand
© Nadja Klier / Netflix

Das Geschenk

Das Geschenk Netflix Streamen online Video on Demand
„Das Geschenk“ // Deutschland-Start: 30. Oktober 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Marlene (Jeanne Goursaud) würde alles dafür tun, um ihrem Sohn Theo (Levin Wopp) die perfekte Geburtstagsfeier zu ermöglichen. Man wird schließlich nur einmal im Leben neun Jahre alt. Für das passende Ambiente ist schon einmal gesorgt: Die Feier soll in der Villa ihres Bruders Timo (Edin Hasanović) stattfinden. Der willigt auch ein, in der Annahme, dass der Spuk bald vorbei ist. Schließlich will er am selben Tag noch seiner Freundin Sofia (Sogol Faghani) einen Heiratsantrag machen will, bevor diese für mehrere Monate nach Chile fährt. Und das ist nicht der einzige Punkt, der nicht nach Plan verläuft. So zerstreiten sich die beiden Geschwister wegen des Geschenks, das Theo gekauft hat. Und dann ist da ja noch ihr Vater Hans (Heiner Lauterbach), der sich zunehmend seltsam verhält …

Eskalation trifft Introspektion

In der letzten Zeit hat Netflix eine Reihe von Filmen und Serien ins Programm aufgenommen, die das Publikum zum Lachen bringen sollen. Dabei ging es auch wieder ziemlich international zu. So handelte der spanische Beitrag Der Grande de España von einem Adligen, der in seiner eigenen Welt lebt und dabei Gefühle für eine falsche Geschäftsfrau entwickelt. Aus der Türkei kam die Serie Krumme Dinger am Bosporus: Der Karun-Schatz, eine späte Fortsetzung der Filmreihe um eine Gangsterbande und deren Abenteuer. Die US-amerikanische Produktion Hollywood Arts wiederum nahm uns mit in eine Highschool für darstellende Künste. Nun steht mit Das Geschenk auch mal wieder eine deutsche Komödie auf dem Programm und will die Zuschauer und Zuschauerinnen mit einer eskalierenden Geburtstagsfeier amüsieren.

Wobei es weniger der Kindergeburtstag an sich ist, der im Mittelpunkt steht. Die meisten der kleinen Gäste sind einfach nur da, ohne eine Funktion oder gar eine Persönlichkeit zu haben. So dreht sich zwar alles um Theo. Eigentlich interessiert sich der Film aber nicht so wahnsinnig für ihn. Stattdessen fokussiert sich Das Geschenk in erster Linie auf das komplizierte Verhältnis zwischen den Geschwistern, die sich zwar schon lieben, bei denen aber einiges im Argen liegt. Verkompliziert wird das durch den Vater, der ganz eigene Ansichten hat und offensichtlich seinen Anteil daran, dass in der Familie einiges nicht läuft. Und was bietet sich mehr dafür an, diese alten Konflikte noch einmal auszugraben, als ein Kindergeburtstag? Wie so oft gibt es also einen Mix aus humoristischer Eskalation und leiser Introspektion.

Mehr anstrengend als lustig

Letztere ist zuweilen gar nicht schlecht geworden. So haben die Familienmitglieder einiges aufzuarbeiten, haben mit alten Wunden zu kämpfen. Aber auch Ängste vor der Zukunft spielen eine Rolle. Da gibt es einige durchaus rührende Momente, die von dem Ensemble getragen werden. In den Momenten zeigt Das Geschenk, was möglich gewesen wäre. Andere Punkte sind hingegen enttäuschend. Beispielsweise wird das Thema, dass Theo seinem Neffen eine Spielzeugwaffe schenkt, als mindestens fragwürdig kritisiert. Ist es heute noch vertretbar, wenn Krieg gespielt wird? Eine wirkliche inhaltliche Auseinandersetzung damit findet aber nicht statt. Man nimmt das nur zum Anlass für mehr Streit. So wie man aus allem einen Streit machen kann.

Das ist nicht nur ein bisschen anstrengend auf die Dauer. Es macht nicht einmal wirklich Spaß, da der Komödie vor allem die Komik fehlt. Das heißt nicht, dass man es nicht versucht hat. Die Quantität der Gags ist schon hoch. Die Qualität kann da aber nicht mithalten, phasenweise wird der Film schon recht langweilig, während man darauf wartet, dass da mal etwas tatsächlich Lustiges passiert. Das Geschenk ist leider wie viele deutsche Beiträge ein Beispiel dafür, dass es hierzulande an tatsächlich witzigen Drehbüchern mangelt. Auch wenn da zwischendurch schon nette Momente sind, kann man nicht behaupten, dass der Film ein wirkliches Geschenk an das Publikum ist.

Credits

OT: „Das Geschenk“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Vanessa Jopp
Drehbuch: Ben Brooks
Musik: Loy Wesselburg
Kamera: Bernhard Jasper
Besetzung: Jeanne Goursaud, Edin Hasanović, Heiner Lauterbach, Levin Wopp, Sogol Faghani, Berit Künnecke, Enzo Brumm, Amal Keller, Bastian Reiber

Bilder

Trailer

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fazit
„Das Geschenk“ handelt von einem Kindergeburtstag, bei dem sich die Erwachsenen bald alle streiten. Das kann anstrengend sein, ist ansonsten aber überwiegend langweilig. Tatsächlich witzig wird es nie, weshalb auch die vereinzelt rührenden Momente nicht mehr so wahnsinnig viel reißen.
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