Pax Massilia Blood Coast Netflix Streamen online
© Netflix / Laurent Le Crabe

Pax Massilia – Staffel 1

Pax Massilia Blood Coast Netflix Streamen online
„Pax Massilia – Staffel 1“ // Deutschland-Start: 6. Dezember 2023 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Wer in Marseille für Recht und Ordnung sorgen will, hat jede Menge zu tun. Die südfranzösische Großstadt ist für Drogen und Bandenkämpfe berüchtigt. Um irgendwie dagegen anzukommen, greift die Polizei zuweilen selbst zu harten Mitteln. Das Team um Lyès Benamar (Tewfik Jallab) ist nicht gerade zimperlich, was immer mal wieder für Ärger sorgt. Das erfährt auch Alice Vidal (Jeanne Goursaud), die neu dabei ist und ihre persönlichen Gründe hat, weshalb sie auf Verbrecherjagd ist. Eines ihrer Ziel ist dabei Ali Saïdi (Samir Boitard), der tief im Drogengeschäft steckt und die Straßen unsicher macht. Aber auch er hat Feinde in der hart umkämpften Stadt …

Die Welt des Verbrechens

Auch wenn man meinen sollte, dass gegen Jahresende die besinnlichen Produktionen auf Netflix dominieren, haute der Streamingdienst zuletzt doch unerwartet viele Beiträge aus dem Krimi- und Thrillerbereich raus. Da war In Love And Deep Water über die Mördersuche auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff. Auch bei den Krimiserien Filmriss und Die Lüge ging es darum, die Wahrheit aufzuklären und Verbrechen zu lösen. Von den diversen True Crime Dokus ganz zu schweigen. Wer noch nicht genug hat von Abgründen und Kriminalität, für den bietet sich jetzt die französische Serie Pax Massilia an. Zumindest gibt es dort nicht gerade einen Mangel an Verbrechen, wenn wir hier tief in den Morast Marseilles eintauchen. So tief, dass man schon beim bloßen Zusehen das Gefühl hat, sich gerade die Hände schmutzig zu machen.

Während die obigen Titel dabei überwiegend ruhig ist, geht es hier schon recht ordentlich zur Sache. Von Anfang an gibt es viel Action, im weiteren Verlauf wird immer wieder gekämpft, gibt es Verfolgungsjagden oder wird zumindest kräftig gedroht. Der Rätselfaktor ist jedoch gering. Ganz verzichtet Olivier Marchal (Überdosis) zwar nicht darauf, zwischendurch müssen schon auch Sachen geklärt werden. Im Mittelpunkt steht das aber nicht. Pax Massilia handelt mehr von dem Versuch, irgendwie die Kontrolle über die Straßen zurückzugewinnen. Dass dabei nicht zwangsläufig alle Regeln eingehalten werden, macht die Serie früh klar. Tatsächlich ist man sich anfangs nicht mal sicher, wer denn hier überhaupt die Guten sein sollen. Prinzipiell bleibt das bis zum Ende so. Zumindest sind die Grenzen recht durchlässig, wenn auch auf Seiten des Gesetzes, etwa der Staatsanwaltschaft, gemauschelt wird.

Mehrfrontenkrieg nach bekanntem Schema

Am interessantesten ist die Serie dann auch, wenn sie die diversen Verwicklungen thematisiert. Schließlich gleicht das hier einem Mehrfrontenkrieg, wenn verschiedene Verbrecher um die Vorherrschaft kämpfen und jederzeit ein Messer in deinem Rücken landen kann, alternativ auch in deinem Hals. Da werden in Pax Massilia gern auch die Leute gegeneinander ausgespielt, werden Verbrecher zu Lockvögeln, um andere Verbrecher zu schnappen. Das trägt zu der sehr düsteren Atmosphäre bei, die hier recht früh etabliert wird. In den Straßen von Marseille kann es höchstens mal Etappensiege geben. Sobald der eine Verbrecher aus dem Weg geräumt wurde, nimmt ein anderer seinen Platz ein oder mischen sich von unvorhergesehener Seite Leute ein, die ihre eigenen Regeln für das alles haben.

Originell ist das alles nicht. Weder im Hinblick auf Geschichte und Handlung oder Figuren ist da irgendetwas, das einem zwangsweise in Erinnerung bleiben müsste. Selbst bei den Actionszenen ist nichts, was dabei helfen würde, die Serie von den vielen anderen Produktionen abzuheben. Wer nicht den Anspruch hat und einfach nur Lust darauf hat, mal wieder düstere Polizeieinsätze zu sehen, bei denen alles kurz vorm Inferno zu stehen scheint, ist hier an keiner schlechten Adresse. Sechs Folgen umfasst die erste Staffel, bei denen ständig etwas los ist. Vielleicht sogar etwas zu viel, bei den vielen Strängen verheddert sich das zuweilen. Das Ende ist etwas unbefriedigend, weil man sich bei Pax Massilia unbedingt eine Fortsetzung offenhalten wollte. Das führt dazu, dass man hier das Gefühl hat, es habe sich nicht wirklich etwas getan. Zwar passt das dann schon irgendwie zu einer Serie, die von einem ausweglosen Kampf handelt. Wenn man aber das Gefühl hat, sich letztendlich nur im Kreis gedreht zu haben, ist das ein bisschen wenig.

Credits

OT: „Pax Massilia“
IT: „Blood Coast“
Land: Frankreich
Jahr: 2023
Regie: Olivier Marchal, Ivan Fegyveres
Drehbuch: Morade Aissaoui, Sledge Bidounga, Olivier Marchal, Edgar Marie
Idee: Kamel Guemra
Musik: Erwann Kermorvant
Kamera: Antony Diaz
Besetzung: Tewfik Jallab, Jeanne Goursaud, Nicolas Duvauchelle, Olivier Barthélémy, Lani Sogoyou, Idir Azougli, Samir Boitard, Moussa Maaskri, Florence Thomassin, Diouc Koma

Bilder

Trailer

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Pax Massilia – Staffel 1
fazit
„Pax Massilia“ nimmt uns mit auf die Straßen Marseilles, wo Verbrecher um die Vorherrschaft kämpfen und auch die Polizei nicht zimperlich ist. Das ist atmosphärisch gelungen, wenn verschiedenste Gruppierungen miteinander ringen und die Grenze zwischen gut und böse verschwimmt. Aber man hat trotz sich verwickelnder Stränge das Gefühl, das alles bereits gesehen zu haben.
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