Bandi Unter Geschwistern Netflix Streamen online Video on Demand
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Bandi – Unter Geschwistern – Staffel 1

Bandi Unter Geschwistern Netflix Streamen online Video on Demand
„Bandi – Unter Geschwistern“ // Deutschland-Start: 9. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Marilyn liebt ihre elf Kinder, die sie alleine auf Martinique aufzieht, und würde alles für diese tun. Das heißt aber nicht, dass sie ihnen alles durchgehen lässt. Schließlich hat sie Prinzipien. Eines davon besagt, dass sie keine kriminellen Machenschaften duldet, obwohl sie es kaum schafft, für alle finanziell zu sorgen. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr 16-jähriger Sohn Kylian sogar ein äußerst umtriebiger Verbrecher ist, der mit Drogen sein Geld macht und unter dem Namen Milord bekannt ist. Er ist es auch, der sich zusammen mit seinen Geschwistern Marvin und Annabelle Gedanken machen muss, wie es mit ihnen weitergeht, als Marilyn auf tragische Weise in einem Unfall stirbt und ihre Kinder auf sich selbst gestellt sind …

Eine (zu) große Familie hat zu kämpfen

An düsteren Stoffen mangelt es bei Netflix eigentlich nie, da kommt dauernd irgendetwas heraus. Da war der südkoreanische Actionthriller Humint, bei dem Agenten aus Süd- und Nordkorea um dieselbe Frau kämpfen. Dann sind da die üblichen True-Crime-Dokus, kürzlich etwa Moriah Wilson: Die tragische Wahrheit um eine Frau, die wegen Eifersucht ermordet wird. Bei Thrash kommen Fans von Tierhorror auf ihre Kosten, wenn durch einen Sturm Haie in der überfluteten Stadt umherschwimmen. Ganz so absurd wird es bei der französischen Serie Bandi – Unter Geschwistern nicht, die uns mit zur karibischen Insel Martinique nimmt und von den Abgründen und alltäglichen Kämpfen einer Großfamilie erzählt.

Wobei, das mit dem alltäglich darf man schon mit einem Fragezeichen versehen. Dass eine einzige Frau elf Kinder hat, von den unterschiedlichsten Männern, und diese allein aufzieht, ist dann doch keine Geschichte, wie sie direkt dem Leben entnommen ist. Warum die Serie derart viele Figuren verwendet, ist auch nicht ganz klar. Bandi – Unter Geschwistern kann gar nicht mit allen etwas anfangen, über einige erfährt man praktisch nichts. Außerdem führt das zu dem Manko, dass man schnell den Überblick verlieren kann, wer aus der Familie denn nun was tut, wer zu welchem Vater gehört und wie die Einstellung zu Verbrechen ist. Denn die gibt es andauernd, trotz der gutmeinenden Moral der Mutter. Ein Grund: Es mangelt an einer Perspektive, harte Arbeit allein ist keine Garantie dafür, dass man gut durchs Leben kommt. Oder wenigstens einigermaßen.

Generisch bis übertrieben

Das wäre auch als Drama denkbar gewesen und erinnert ein wenig an die ebenfalls auf Netflix verfügbare Filmtrilogie Banlieusards. Dort sind es drei Brüder aus prekären Verhältnissen, die nach ihrem Weg suchen und dabei regelmäßig zwischen Kriminalität und einem ehrenwerten Leben schwanken. Aber auch andere Titel könnten einem beim Anschauen einfallen. Denn das ist eins der Probleme, die Bandi – Unter Geschwistern hat: Da ist schon sehr viel, das generisch ist. Das Setting der Insel ist zwar eines, das man in Filmen und Serien eher weniger sieht und dadurch zumindest ein Alleinstellungsmerkmal mitbringt. Die Geschichte selbst ist aber so austauschbar, dass sie überall stattfinden könnte, ohne dass viel geändert werden müsste.

Das andere Problem ist, dass die Serie eben auch übertrieben ist. Das betrifft nicht nur die besagte Überzahl an Geschwistern. Man versuchte sich zudem an Wendungen, wenn manches nicht so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Das ist grundsätzlich natürlich nicht verkehrt, kann schon zum Unterhaltungswert beitragen. Bei Bandi – Unter Geschwistern wird es irgendwann aber lächerlich, zumal die falschen Fährten und das potenziell offene Ende eher plump umgesetzt wurde. Schlecht ist das Krimidrama dadurch nicht, man kann sich das hier schon anschauen. Insgesamt kommt die Serie aber nicht über Mittelmaß hinaus und ist auch ein bisschen lang geworden. Acht Folgen, die teilweise länger als eine Stunde sind, hätte es nicht unbedingt gebraucht. Auch in der Hinsicht neigte man zu Exzessen, auf die man leicht hätte verzichten können.

Credits

OT: „Bandi“
Land: Frankreich
Jahr: 2025
Regie: Eric Rochant, Jimmy Laporal-Trésor, Mathilde Vallet
Drehbuch: Gwenola Balmelle, Khris Burton, Jimmy Laporal-Trésor
Musik: Marcus Norris
Kamera: Boris Abaza, Khris Burton, Crystel Fournier
Besetzung: Djody Grimeau, Rodney Dijon, Ambre Bozza, Hay-Lee-Jah Caloc, Amah Fofana, Kahela Borval, Cédric Camille

Bilder

Trailer

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Bandi – Unter Geschwistern – Staffel 1
fazit
In „Bandi – Unter Geschwistern“ müssen elf Geschwister nach dem Tod der Mutter sehen, wie sie über die Runden kommen – was oft auf Verbrechen hinausläuft. Das Krimidrama ist überwiegend generisch, neigt aber auch zu unnötigen Exzessen, etwa bei den übertriebenen Wendungen.
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