Willkommen auf Eden Bienvenidos a Edén Netflix
© Netflix/Lucia Faraig

Willkommen auf Eden – Staffel 1

Willkommen auf Eden Bienvenidos a Edén Netflix
„Willkommen auf Eden“ // Deutschland-Start: 6. Mai 2022 (Betflix)

Inhalt / Kritik

Als Zoa (Amaia Aberasturi), África (Belinda), Charly (Tomy Aguilera), Ibón (Diego Garisa) und Aldo (Albert Baró) auf eine Insel mit dem Namen schönen Namen Eden eingeladen werden, denken sie sich nicht viel dabei. Schließlich sind die fünf Influencer und Influencerinnen und werden daher dauernd zu irgendwas eingeladen. Dieses Mal geht es um ein neues Getränk, das sie ganz exklusiv einmal testen dürfen. Wie immer eben. Und doch scheint dabei einiges nicht mit rechten Dingen vor sich zu gehen. Schon dass sie anfangs ihre Handys abgeben müssen, kommt ihnen komisch vor. Wie sollen sie sich denn dann fotografieren und für ihre Fans in Szene setzen? Doch bald wird klar, dass dies noch das geringste ihrer Probleme ist, wenn es auf der Insel um etwas ganz anderes geht …

Gefangen auf der Insel

So eine einsame Insel kann schon etwas sehr Schönes sein. Oder auch ein Alptraum, wenn man auf dieser gefangen ist. Dass dieses Setting zu mehr gut ist als gemütlichem Meerplantschen und Cocktail-Lounges, haben im Laufe der Zeit viele Geschichten bewiesen. Ganz berühmt sind natürlich Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie über eine Einladung mit mörderischen Folgen oder auch die Kultserie Lost. In den letzten Jahren gab es sogar einen regelrechten Run mit einer ganzen Reihe von Titeln, bei denen Leute auf einer Insel feststecken und irgendwelche seltsamen Dinge geschehen. The A List, The Wilds und The I-Land und andere mögen alle unterschiedliche Geschichten erzählen. Aber sie alle suchten ihr Glück darin, idyllische Inselbilder mit düsteren Geheimnissen zu verbinden.

Mit der spanischen Netflix-Serie Willkommen auf Eden kommt nun weiterer Nachschub, falls tatsächlich bei den einen oder anderen noch Bedarf herrschen sollte. Zu Beginn scheint hier noch alles klar zu sein, wenn eine Gruppe von Influencern und Influencerinnen zur Präsentation eines neuen Getränks eingeladen werden. Zumindest für die fünf, für die das Alltag ist. Das Publikum darf derweilen darüber spekulieren, wie es im Anschluss weitergeht. Schließlich ist bei dem Setting und Szenario alles möglich, von Satire über Gesellschaftsporträt bis zum launigen Slasher. Stattdessen gibt es die immer wieder beliebte Mischung aus Teeniedrama und Mysterythriller, wenn die Protagonisten und Protagonistinnen gefährlichen Situationen trotzen und dabei jede Menge eigene Probleme lösen müssen.

Was geschieht hier nur?

Das darf man spannend finden. Vor allem zu Beginn, wenn völlig offen ist, wovon Joaquín Górriz und Guillermo López, die gemeinsam die Serie entworfen haben, überhaupt erzählen wollen. Was hat es mit dem Drink auf sich? Wer sind die Leute von der Organisation? Und welches Ziel verfolgen sie? Bis es darauf Antworten gibt, vergeht erwartungsgemäß eine Weile. Wobei Willkommen auf Eden im Vergleich zu manch anderer Netflix-Serie relativ flott erzählt ist. Die acht etwa 40 Minuten langen Folgen der ersten Staffel sind recht schnell vorbei. Man darf nur eben nicht erwarten, dass es dabei ausschließlich um die angesprochenen Geheimnisse geht. Vielmehr dreht sich viel um persönliche Befindlichkeiten und schwierige Gefühle. Wenn Filme und Serien von jungen Menschen handeln, finden sich immer irgendwelche Gründe, warum das Leben ganz schwierig sein muss.

Das ist dann oft recht austauschbar. Aber es gibt hübsche Bilder von der visuell abwechslungsreichen Insel, wo Natur auf High-Tech trifft. Als Kontrast dürfen erstaunlich viele Leute sterben, da versteht man auf der Insel keinen Spaß. Auch eine kürzere Heist-Szene und kleinere Kämpfe sorgen zwischendurch für Genre-Spannung. Dennoch: Mehr als Durchschnitt ist Willkommen auf Eden nicht. Die Ansätze, das Mystery-Thriller-Drama mit grundsätzlichen Überlegungen zu Glück aufzuwerten – Eden heißt nicht ohne Grund Eden –, werden nicht sonderlich weit verfolgt. Aber vielleicht darf die Serie bei der bereits geplanten zweiten Staffel ein wenig mehr Substanz bekommen. Dem Publikum wäre es zu wünschen. Wer die oben genannten Inselabenteuer mochte, schaut rein. Der Rest würde beim Nicht-Antritt der Reise nicht so wahnsinnig viel versäumen.

Credits

OT: „Bienvenidos a Edén“
Land: Spanien
Jahr: 2022
Regie: Daniel Benmayor, Menna Fité
Drehbuch: Joaquín Górriz, Guillermo López
Idee: Joaquín Górriz, Guillermo López
Musik: Lucas Vidal
Kamera: Diego Dussuel, Pablo Diez
Besetzung: Amaia Salamanca, Amaia Aberasturi, Belinda, Ana Mena, Lola Rodríguez, Begoña Vargas, Berta Vázquez, Albert Baró, Guillermo Pfening, Sergio Momo, Tomy Aguilera, Diego Garisa

Bilder

Trailer

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Willkommen auf Eden – Staffel 1
Fazit
Was passiert, wenn man ein paar Influencer auf eine Insel holt? Das Gleiche wie bei den diversen anderen Serien der letzten Jahre: viele persönliche Probleme, dazu düstere Geheimnisse. Wer die Mischung aus Teenie-Drama und Mysterythriller mag, schaut rein, zumal es mal wieder hübsche Bilder gibt. Aber es bleibt doch recht austauschbar.
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