Mein bester Freund, seine Freundin und ich Netflix Streamen online Video on Demand
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Mein bester Freund, seine Freundin und ich

Mein bester Freund, seine Freundin und ich Netflix Streamen online Video on Demand
„Mein bester Freund, seine Freundin und ich“ // Deutschland-Start: 14. August 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Seit ihrer Kindheit schon sind Matze (David Kross) und Olli (Kostja Ullmann) beste Freunde. Und noch immer verbringen sie quasi die ganze Zeit zusammen, arbeiten im selben Büro, teilen sich inzwischen sogar die Wohnung. Nichts würde die beiden jemals auseinanderbringen, so dachten sie zumindest. Doch dann lernt Matze eines Tages Rebecca (Janina Uhse) kennen. Es funkt auf Anhieb zwischen den beiden, eine Wohnungsbesichtigung führt zu einem Date, kurze Zeit später sind sie ein Paar. Für Olli ist das eine enorme Herausforderung, da er seinen Kumpel nicht mehr für sich hat. Und dabei wollen die beiden doch demnächst auf eine einjährige Weltreise gehen, was sie schon seit Ewigkeiten geplant haben! Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, zieht Rebecca bei ihnen ein, die Situation droht endgültig zu eskalieren …

Wenig witzige Komödie

Zuletzt gab es auf Netlix die unterschiedlichsten Versuche, das Publikum zum Lachen zu bringen. Da war etwa die südkoreanische Serie Our Sticky Love, eine kuriose Mischung aus Liebeskomödie und Krimi, über eine Frau ohne Gedächtnis und einen Mann, der behauptet, ihr Freund zu sein. Ebenfalls aus dem fernöstlichen Land kam der Film Wild Sing um eine frühere Popgruppe, die ein Comeback versucht. Die britische Animationsserie Alley Cats wiederum dreht sich um eine Gruppe von Straßenkatzen. Mit Mein bester Freund, seine Freundin und ich folgt nun auch ein deutscher Beitrag, der es auf das Zwerchfell abgesehen hat. Sonderlich erfolgreich ist er jedoch trotz der diversen bekannten Talente nicht, die an dem Film beteiligt waren.

Der witzigste Einfall betrifft noch das Artwork, welches ein bekanntes Internet-Meme auf originelle Weise uminterpretiert. Auf diesem wird die Freundschaft mit einer alten Beziehung gleichgesetzt, die von einer vorbeilaufenden Frau auseinandergerissen wird. Ansonsten hält sich der Einfallsreichtum bei Mein bester Freund, seine Freundin und ich aber in Grenzen. So ist der grobe Ablauf der Handlung quasi vorgegeben, man weiß hier ziemlich genau, was alles geschehen wird. Der Wettstreit zwischen dem langjährigen besten Freund und der neuen Partnerin hat zwar absurde Situationen zur Folge, in denen die beiden um Matze kämpfen. Was dabei geschieht, ist aber zu vorhersehbar. Tatsächlich witzig sind diese Momente auch nicht, der Unterhaltungsfaktor hält sich in Grenzen.

Thema verschenkt

Wobei das auch damit zusammenhängt, dass die Figuren unerträglich sind. Alle drei verhalten sich wie Kinder: Matze ist ein simples Weichei, dem das Bewusstsein dafür fehlt, was da gerade geschieht. Die anderen wiederum nerven durch ihre selbstsüchtigen Besitzansprüche, weil beide nicht einsehen wollen, dass da noch eine dritte Person ist, mit der sie etwas teilen sollten. Sehr bedauerlich ist, wie Regisseur und Co-Autor Marco Petry (Eat Pray Bark, Spieleabend) die beiden Beziehungsformen dabei zunächst gleichsetzt, um gegen Ende hin dann doch die Freundschaft klar abzuwerten. In Mein bester Freund, seine Freundin und ich wird sie darauf reduziert, ein Platzhalter zu sein, bis die richtige Person daherkommt. Damit wird dann auch nachträglich alles gerechtfertigt, was Rebecca getan hat. Während Olli über den eigenen Schatten springen muss, kommt sie ohne aus.

Das ist schade, weil das Thema eigentlich ein sehr spannendes ist. Wozu brauchen wir eigentlich Freundschaften? Was macht diese aus, gerade im Erwachsenenalter? Anstatt sich damit aber auseinanderzusetzen und zu schauen, welche Funktionen diese komplexen zwischenmenschlichen Formen haben, begnügt sich Mein bester Freund, seine Freundin und ich mit plumpem Humor. Was aber bringt eine Komödie, die sich nicht für das eigene Thema interessiert und dabei auch keinen Spaß macht? Nicht viel. Am Ende ist die deutsche Produktion trotz eines engagierten Ensembles daher wenig empfehlenswert. Man wird allenfalls darin bestärkt, in Zukunft vielleicht andere Menschen zu meiden, zumindest wenn sie so bescheuert und unsympathisch wie hier sind.

Credits

OT: „Mein bester Freund, seine Freundin und ich“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Marco Petry
Drehbuch: Marco Petry, Janina Petry
Musik: Paul Eisenach
Kamera: Marc Achenbach
Besetzung: Kostja Ullmann, Janina Uhse, David Kross, Ferdinand Hofer

Bilder

Trailer

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fazit
„Mein bester Freund, seine Freundin und ich“ erzählt von einem Mann, der seinen besten Freund an dessen neue Freundin verliert. Das Thema ist an und für sich interessant, wird hier aber verschenkt: Der Humor ist schwach, die Figuren sind furchtbar. Schade ist zudem, wie die Freundschaft am Ende auch entwertet wird.
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