Surviving Summer Netflix
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Surviving Summer – Staffel 1

Surviving Summer Netflix
„Surviving Summer“ // Deutschland-Start: 3. Juni 2022 (Netflix)

Inhalt / Kritik

So richtig gut ist das Verhältnis zwischen der rebellischen Summer Torres (Sky Katz) und ihrer Mutter Margot (Kate Beahan) ja nicht. Verschlimmert wird es noch dadurch, dass Summer von ihrer Heimat in New York City bis ins ferne Australien geschickt wird, wo sie einige Monate lang bei Abbie Gibson (Adrienne Pickering) und deren Familie leben soll, während sich Margot mal wieder um die eigene Arbeit kümmert. Große Lust darauf hat die Teenagerin nicht. Was bitte schön soll sie in dem kleinen Surferstädtchen anfangen? Doch als sie Ari (Kai Lewins) und dessen Freunde kennenlernt, entdeckt sie die Schönheit des Ortes und findet zunehmend auch zu sich selbst …

Australisches Jugenddrama

Ein kleines Déjà-vu-Erlebnis darf man hier schon haben. Gerade erst brachte Netflix MaveriX heraus, nun folgt mit Surviving Summer ein Titel mit frappierenden Ähnlichkeiten. In beiden Fällen handelt es sich um eine australische Serie rund um den Alltag von Jugendlichen. Beide haben zudem gemeinsam, dass die Geschichte um einen Sport herum aufgebaut wird. Doch wo die obigen Kollegen und Kolleginnen auf einer Motocross-Maschine durch die Gegend düsten, in der Hoffnung, bei einem Wettbewerb einen der vorderen Plätze zu belegen, da schnappen sich die Protagonisten und Protagonistinnen hier lieber ein Surfboard und suchen ihr Heil auf den Wellen des Meeres.

Stärker noch als bei den fahrenden Landsleuten ist der Sport dabei nur ein Mittel zum Zweck, um über das alltägliche Drama in dem Leben der Figuren reden zu dürfen. Wo der Motocross noch ein echtes Bindemittel war und der Sieg bei dem Wettbewerb ein gemeinsames Ziel darstellte, da ist bei Surviving Summer der Surfpart über weite Strecken nur Hintergrundrauschen. Das bedeutet aber nicht, dass es da nichts zu sehen gibt. Immer mal wieder schwingen sich die jungen Menschen auf die Bretter, die ihnen die Welt bedeuten, und demonstrieren ihre entsprechenden Talente. Zusammen mit den schönen Landschaftsaufnahmen wird dem Auge schon einiges geboten. Man schaut hier ganz gerne zu, lässt sich zuweilen von der Leidenschaft mitreißen.

Entwicklung nach dem üblichen Muster

Insgesamt geht es dann aber doch mehr um die Figuren, die es in dem Städtchen an Land gespült hat. Hauptperson ist dabei natürlich die titelgebende Summer, die noch nicht so wirklich im Leben angekommen ist und die dank der neuen Gemeinschaft lernt, worauf es ankommt und was wichtig ist. Die Ruhelosigkeit, die sie zu Beginn der zehn Folgen umfassenden Staffel demonstriert, weicht einer Geborgenheit. Auch andere Figuren dürfen bei Surviving Summer einen Wandel durchmachen und neue Seiten an sich demonstrieren oder auch selbst entdecken. Zum Teil ist das hier auch eine Coming-of-Age-Geschichte, die von der Selbstfindung und Behauptung junger Menschen erzählt.

So etwas geht natürlich immer. Es geht auch überall. Tatsächlich kombiniert die Serie ein spezifisches australisches Setting mit recht universellen Themen. Zu universell für manche: Surviving Summer macht relativ wenig dafür, um sich von den unzähligen anderen Jugenddramen-Serien abzuheben, die alle eine Variation derselben Geschichte erzählen. Aber auch wenn es letztendlich nicht wirklich etwas Besonderes ist, was der von Josh Mapleston und Joanna Werner entwickelte Titel zu erzählen haben, die Umsetzung als solche stimmt. Das Drama um eine rebellische Jugendliche und ihre Ersatzfamilie macht nichts verkehrt, weder im Hinblick auf die Dialoge noch die Handlung. Die schauspielerischen Leistungen passen ebenfalls. Wer also mal wieder in der Stimmung ist für eine Dramaserie, die sich an eine etwas jüngere Zielgruppe richtet, der kann hier reinschauen. Da die zehn Folgen jeweils nicht einmal eine halbe Stunde lang sind, kommt man auch recht gut mit allem durch.

Credits

OT: „Surviving Summer“
Land: Australien
Jahr: 2022
Regie: Ben Chessell, Sian Davies, Charlotte George
Drehbuch: Keir Wilkins, Gemma Crofts
Idee: Josh Mapleston, Joanna Werner
Musik: Pascal Babare, Cornel Wilczek
Kamera: Katie Milwright, Rick Rifici
Besetzung: Sky Katz, Kai Lewins, Lilliana Bowrey, Joao Marinho, Savannah La Rain, Chris Alosio, Dustin Clare, Adrienne Pickering

Bilder

Trailer

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Surviving Summer – Staffel 1
Fazit
„Surviving Summer“ begleitet eine rebellische US-Jugendliche, die einige Monate gegen ihren Willen in einem australischen Surferstädtchen verbringt. Die Geschichte der Jugenddrama-Serie ist prinzipiell nichts Besonderes, dafür aber gut genug umgesetzt. Dazu gibt es schöne Bilder und eine mal nicht überdimensionierte Laufzeit.
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