Darf ich dir ein Geheimnis verraten Can I Tell You A Secret? Netflix Streamen online
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Darf ich dir ein Geheimnis verraten?

Darf ich dir ein Geheimnis verraten Can I Tell You A Secret? Netflix Streamen online
„Darf ich dir ein Geheimnis verraten?“ // Deutschland-Start: 21. Februar 2024 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Dass auf Netflix zahlreiche True Crime Dokus erscheinen, ist nicht gerade ein Geheimnis. Praktisch jeden Monat kommt Nachschub, oft sogar mehrfach pro Monat. So ist es nicht einmal zwei Wochen her, dass Love Stalker Killer davon erzählte, wie ein Mann von einer Internetbekanntschaft verfolgt und bedroht wurde. Der Film stieß auf großes Interesse, was sowohl an der Boshaftigkeit wie auch den Wendungen gelegen haben dürfte. Nun gibt es mit Darf ich dir ein Geheimnis verraten? den nächsten Titel, der mit dem obigen einige Gemeinsamkeiten hat. Zum einen handelt es sich jeweils um eine britische Produktion. Außerdem hat auch die Serie Stalking zum Thema. Hier sind es mehrere Frauen, die verfolgt werden.

Verfolgt von einem Unbekannten

Der Unterschied ist: Wo es beim ersten Titel klar zu sein schien, wer hinter den ganzen Drohnachrichten steckt, darf hier zunächst richtig gerätselt werden. Die unbekannte Person tummelt sich nur auf sozialen Medien herum, nutzt das Internet, um seine Opfer zu terrorisieren. Das Besondere dabei: Wer auch immer es ist, legt lauter Fake-Profile an, in denen er sich entweder als das Opfer oder als jemand aus dessen Umfeld ausgibt. Da kann es in Darf ich dir ein Geheimnis verraten? schon einmal vorkommen, dass Freundinnen angeschrieben und bedrängt werden oder von irgendwelchen Affären die Rede ist, die nie stattgefunden haben. Der Identitätsdiebstahl wird genutzt, um Keile zwischen die Frauen und andere zu treiben. Immer wieder muss da anderen hinterhergeschrieben werden, um sie über die Sachlage aufzuklären.

Dabei zeigt sich die Person als gleichermaßen skrupellos wie einfallsreich. Und als gründlich: Immer wieder weiß sie Dinge aus dem Leben der Frauen, dass man sich fragen darf, wie sie das erfahren konnte. Zum Teil sind es die sozialen Medien, die zur Informationsquelle werden. Eines der Opfer wird dann auch an einer Stelle zerknirscht, wenn ihr klar wird, dass sie vielleicht etwas zu unvorsichtig dabei war, ihr Leben mit der Außenwelt zu teilen. Darf ich dir ein Geheimnis verraten? verurteilt die sozialen Medien aber nicht grundsätzlich. Ein wirklicher gesellschaftlicher Anspruch ist damit nicht verbunden. Gleiches gilt für die Kritik an der Polizei. Natürlich darf es einen zunächst schockieren, wenn es dort heißt, dass man, solange keine Straftat vorliegt, nicht viel machen kann. Aber das hier ist nicht Ein amerikanischer Albtraum, wo die Polizei für ihr skandalöses Verhalten verurteilt wird.

Mehr Drama als Information

Ein richtiger Mehrwert springt bei der Doku am Ende dann auch nicht heraus. Gerade zum Ende hin wird es ziemlich unbefriedigend. So stellt sich in der zweiten der beiden Folgen heraus, dass – Vorsicht kleiner Spoiler – ein junger Mann mit Autismus der Täter ist. Da wird dann davon gesprochen, dass er selbst früher die Zielscheibe von Angriffen gewesen ist. Das klärt aber nicht die entscheidenden Fragen. Was genau veranlasste ihn zu seinen Taten? Wie suchte er sich seine Opfer aus? Warum verfolgte er ausschließlich Frauen? Wie konnte er so viel Zeit in das alles investieren, ohne dass irgendjemand etwas davon erfahren hat? Schließlich war das mit richtig viel Aufwand verbunden. Darf ich dir ein Geheimnis verraten? schweigt sich dazu aus, wird da ziemlich schwammig.

Anstatt diesen Fragen nachzugehen, wird lieber dramatisiert. So gibt es beispielsweise Szenen, bei denen die Miniserie ziemlich plump für Spannung sorgen will oder die Erlebnisse der Frauen ausschlachtet. Hinzu kommen häufige Redundanzen, wenn die Geschichte irgendwie nicht vorankommt und nur Beispiel an Beispiel reiht, ohne etwas daraus zu machen. Das Ganze hinterlässt natürlich trotzdem Eindruck, man darf bei Darf ich dir ein Geheimnis verraten? schockiert sein, wenn der Täter sich perfide Methoden einfallen lässt. Gut ist die Dokumentation deswegen aber nicht. Das Thema wird zu billig und ohne Ambitionen umgesetzt.

Credits

OT: „Can I Tell You A Secret?“
Land: UK
Jahr: 2024
Regie: Liza Williams, Tash Gaunt
Musik: Samuel Sim, Tom Fuller
Kamera: Jamie Cairney, Tom Doran, Anna Patarakina

Bilder

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Darf ich dir ein Geheimnis verraten?
fazit
„Darf ich dir ein Geheimnis verraten?“ schockiert das Publikum mit mehreren Fällen, in denen Frauen von einem Unbekannten gestalkt werden, der erschreckend viel über sie weiß. Die Geschichte selbst ist spannend, die Umsetzung ist jedoch weniger geglückt. Anstatt wirklich Fragen zu beantworten, gibt es künstliches Drama.
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