Die Pokemon Concierge Netflix Streamen online Video on Demand
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Die Pokemon Concierge Netflix Streamen online Video on Demand
„Die Pokémon-Concierge“ // Deutschland-Start: 28. Dezember 2023 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Irgendwie geht bei Haru gerade alles schief. Ob es nun ihr Liebesleben ist oder die Arbeit, nichts klappt so, wie sie es sich vorgestellt hat. Nicht einmal das Curry, an dem sie mehrere Stunden gearbeitet hat, taugt etwas! Also beschließt sie, erst einmal alles hinter sich zu lassen und als Concierge in einem Inselresort anzufangen. Dort kümmern sich die Menschen um Pokémon, die selbst eine Auszeit brauchen und sich etwas entspannen wollen. Nur ist Entspannung so gar nicht die Stärke von Haru, die voller Eifer an die Arbeit geht. Als ihre Chefin Watanabe ihr den ersten Tag freigibt, um sich einzuleben, ist sie damit überfordert. Doch mit der Zeit lernt sie, die Zeit zu genießen und anderen Pokémon zu helfen – darunter auch einem Enton, das ihr zugelaufen ist …

Stop-Motion-Auftritt der Kultmonster

Seit die Pokémon 1996 mit ihrem ersten Spiel die Welt eroberten, waren sie eigentlich gegenwärtig. Es gibt nichts, das es nichts gibt. Das betraf gerade auch den Film- bzw. Serienbereich, der einen großen Anteil an der Popularität hatte. Neben der regulären Zeichentrick-Animeserie, die mehr als zwei Jahrzehnte lief, war da das CGI-Remake Pokémon: Mewtwo schlägt zurück – Evolution. Durchaus erfolgreich war auch der Live-Action-CGI-Mix Pokémon Meisterdetektiv Pikachu, der auf einem Spin-off der Reihe basierte und von dem seit Längerem ein zweiter Teil angekündigt wurde. Was sollte bei einem derart reichhaltigen Angebot fehlen? Umso verblüffter durfte man sein, als Anfang des Jahres Die Pokémon-Concierge angekündigt wurde. Der Clou der Netflix-Serie: Die Taschenmonster werden hier per Stop-Motion zum Leben erweckt.

Zu dem Zweck tat sich der Streamingdienst mit einem Animationsstudio zusammen, das sich vorher bewährt hatte: dwarf. So hatte man 2019 bei der Serie Rilakkuma und Kaoru kooperiert, drei Jahre später folgte Rilakkumas Abenteuer im Vergnügungspark. Wer die beiden Serien kennt, weiß schon ziemlich genau, was einen hier erwartet, inhaltlich wie optisch. Erneut geht es um eine junge Frau, die mit kuriosen Kreaturen lebt. Nur dass bei Die Pokémon-Concierge keine Bären und Küken umherstreifen, sondern die aus den Spielen und Animes bekannten Monster. Das Haupt-Pokémon ist dieses Mal Fanfavorit Enton, eine unter Kopfschmerzen leidende Ente mit psychokinetischen Kräften. Aber drumherum tummeln sich viele weitere, in der vierten und letzten Folge muss sich Haru um ein schüchternes Pikachu kümmern.

Heilsam und unverschämt süß

Die Serie wechselt dabei zwischen zwei Themen hin und her. Das eine betrifft das besagte Kümmern, wenn Haru versucht, den Gästen eine schöne Zeit zu schenken und bei Problemen zu helfen. Das andere beinhaltet, wie die Protagonistin sich selbst weiterentwickelt. Anfangs ist sie noch verkrampft, steht ständig unter Druck und hat das Gefühl, sich beweisen zu müssen. Im Laufe der Staffel lernt sie aber loszulassen und einfach nur eine gute Zeit zu haben. Die Pokémon-Concierge hat dadurch etwas sehr Entspanntes. Aber auch etwas Heilsames, wenn die junge Zielgruppe sich von einem Konkurrenzdenken lösen darf. Anders als bei den Spielen und der Serie, wo sich die Figuren ständig miteinander messen müssen, ist eine der Aussagen hier, dass man nicht der oder die Beste sein muss. Wichtiger ist es, glücklich mit dem zu sein, was man hat, und anderen bei ihrem Glück zu helfen.

Verpackt wurde das in eine geradezu unverschämt süße Optik. Diese ist der von Rilakkuma und Kaoru sehr ähnlich. Anders als etwa Chicken Run: Operation Nugget, das mit sehr glatten Figuren arbeitet, haben die Pokémon hier alle etwas Flaumiges, wie Plüschtiere. Zusammen mit der warmherzigen Geschichte wird Die Pokémon-Concierge so zu einem schönen Geschenk zum Jahresausklang, vor dem man sich mit der Familie versammelt. Die Mischung aus Humor, Entspannung auf Aufmunterung ist ideal, um nach einem anstrengenden Jahr ein wenig auf andere Gedanken zu kommen und Kraft zu tanken. Einziges Manko ist, dass vier Folgen schon sehr wenig ist. Da darf man doch hoffen, dass noch weitere hinzukommen werden. Auch eine Spiele-Adaption im Stil von Animal Crossing, bei der man Gästen hilft, ist so naheliegend, dass es schon sehr schade wäre, wenn da nichts mehr kommt.

Credits

OT: „Pokémon Concierge“
Land: Japan
Jahr: 2023
Regie: Iku Ogawa
Drehbuch: Harumi Doki
Musik: Mariya Takeuchi
Animation: dwarf

Bilder

Trailer

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Die Pokémon-Concierge – Staffel 1
fazit
Pokémon als Stop-Motion? Das ist so naheliegend, dass man sich fragen kann, warum da zuvor niemand darauf gekommen ist. „Die Pokémon-Concierge“ ist geradezu unverschämt süß, macht aufgrund des Humors Spaß. Vor allem aber ist es entspannend bis heilsam, wenn in dem Resort alle zur Ruhe kommen dürfen und die junge Zielgruppe lernt, nicht bei allem konkurrieren zu müssen.
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