Badland Hunters Hwang-ya Netflix Streamen online
© Cha Min-jung/Netflix

Badland Hunters

Badland Hunters Hwang-ya Netflix Streamen online
„Badland Hunters“ // Deutschland-Start: 26. Januar 2024 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Zwar liegt das Erdbeben schon eine Weile zurück, welches Südkorea bis ins Mark erschüttert hat. Doch das Land hat sich von dem Schrecken nicht wieder erholt. Aus der dynamischen High-Tech-Nation ist eine Ödnis geworden. Recht und Ordnung sind Begriffe der Vergangenheit, inzwischen herrscht das Recht des Stärkeren. Wasser ist zu einer Rarität geworden, die von vielen umkämpft ist. Inmitten dieser trüben Aussichten dreht der Jäger Nam-San (Dong-Seok Ma) gemeinsam mit Ji-wan (Jun-young Lee) seine Runden, immer auf der Suche nach Nahrung, um damit die Menschen ihrer kleinen Gemeinde versorgen zu können. Dabei hat er bald noch eine Sorge mehr. So muss er die junge Suna (Jeong-eui Roh) befreien, die in die Hände des verrückten Wissenschaftlers Gi-su Yang (Hee-joon Lee) gefallen ist, der gerade an dubiosen Experimenten arbeitet …

Die nächste Endzeit-Katastrophe

In Filmen geht so oft die Welt unter, dass man sich zuweilen fragt, wozu man überhaupt noch morgens aufstehen sollte. Schließlich sind wir eh dazu verdammt, dass alles ganz schlimm wird. Wobei es immerhin bei der Art des Untergangs ein bisschen Abwechslung gibt. Kürzlich erschien beispielsweise Apocalypse – Die letzte Hoffnung, bei dem eine Virus-Pandemie die Menschheit in die Knie gezwungen hat. Hoch im Kurs steht auch immer der Raubbau der Erde, der sie irgendwann ausgesaugt zurücklässt und die Menschen in die Not treibt. Manchmal sind es aber auch natürliche Unglücke, die alles auslösen. So geschehen bei dem Netflix-Film Badland Hunters, wo ein verheerendes Erdbeben Südkorea ins Elend gestürzt hat.

Dieses wurde zuvor schon in Concrete Utopia thematisiert, einer Adaption des Webtoons Pleasant Bullying von Sungnyung Kim . Dass es jetzt schon eine Art Fortsetzung gibt, ist in mehrfacher Hinsicht kurios. Zum einen ist der erste Teil auch nur wenige Monate alt, was entsprechend bedeutet, dass beide Filme parallel gedreht wurden. Zum anderen ist der besagte Vorgänger nicht auf Netflix verfügbar. Tatsächlich wurde er bislang überhaupt nicht bei uns veröffentlicht. Wobei das Publikum deswegen keine Verständnisprobleme befürchten muss. So muss man in Badland Hunters eigentlich nur wissen, dass das Land durch ein Erdbeben zerstört wurde und Wohnungskomplexe zur letzten Zuflucht geworden sind. Und das wird auch ohne Vorkenntnisse hier schnell klar.

Endzeit-Klischees und flotte Action

Hinzu kommt, dass die Geschichte ohnehin so dünn ist, dass man kaum dazu versucht ist, näher darüber nachzudenken. Das meiste hier ist einfach nur Standardware aus der Endzeit-Klischeekiste, die man auf die eine oder andere Weise schon gesehen hat. Zwar ist das Szenario rund um die Wohnblöcke ganz nett, wird aber kaum genutzt. Das einzige, was wirklich ein wenig hervorsticht, ist die Figur des verrückten Wissenschaftlers. Natürlich hat es auch solche Charaktere früher schon gegeben. Hier wird es aber so überzogen, dass man gar nicht so genau sagen kann, ob es sich nicht vielleicht doch um eine Komödie handelt. Zumal Badland Hunters auch an anderen Stellen Humor einbaut. Richtig konsequent war man hierbei aber nicht. Man hat das einfach nur irgendwie miteingebaut, wird schon irgendwie passen.

Das Ergebnis ist schon ganz unterhaltsam. Vor allem die Actionszenen tragen dazu bei, dass man hier auf seine Kosten kommen kann. Dass Myung-haeng Heo, der hiermit sein Regie-Debüt gibt, zuvor als Action Coordinator bzw. Stunt Coordinator tätig war, sieht man seinem Film an. Da sind schon einige gute Szenen dabei. Dong-seok Ma, der sich gerade erst in The Roundup: No Way Out durch Gegnerhorden geprügelt hatte, ist in der Hinsicht sowieso eine sichere Bank. Es macht immer irgendwie Spaß ihm dabei zuzusehen. Eine wirkliche Bereicherung ist Badland Hunters eher nicht, weder für die Filmografie des Schauspielers noch das Netflix-Sortiment. Aber man kann sich hiermit schon ganz gut die Zeit vertreiben.

Credits

OT: „Hwang-ya“
Land: Südkorea
Jahr: 2024
Regie: Myung-haeng Heo
Drehbuch: Bo-tong Kim, Jae-min Kwak
Musik: Dong-wook Kim
Besetzung: Dong-seok Ma, Hee-joon Lee, Jun-young Lee, Jeong-eui Roh

Bilder

Trailer

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Badland Hunters
fazit
„Badland Hunters“ ist von wenigen Punkten einmal abgesehen ein an und für sich austauschbarer Endzeit-Actionfilm. Aber es ist doch ganz unterhaltsam, wenn sich die Leute durch ein zerstörtes Südkorea prügeln. So machen die Kampfszenen einiges her, Dong-seok Ma geht sowieso immer, ist hier mal wieder in seinem Element.
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von 10