Freier Fall: Abrechnung mit Boeing Freefall: A Reckoning for Boeing Netflix Streamen online Video on Demand
© Netflix

Freier Fall: Abrechnung mit Boeing

Freier Fall: Abrechnung mit Boeing Freefall: A Reckoning for Boeing Netflix Streamen online Video on Demand
„Freier Fall: Abrechnung mit Boeing“ // Deutschland-Start: 19. August 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Auch wenn die Netflix-Dokusparte oft von True-Crime-Produktionen geprägt ist, dann und wann gibt es dort auch Filme und Serien, die andere Themen aufgreifen und dabei mitunter auch gesellschaftliche Aspekte aufgreifen. Kürzlich nahm der Streamingdienst Big Chicken: Eine Fast-Food-Verschwörung ins Programm auf. Darin nimmt ein Comedian einen Monat nur frittierte Hühnchen zu sich, ein wenig empfehlenswerter Selbstversuch, der neben ernährungstechnischen Infos auch einiges über die Wirtschaft zu sagen hatte. Eben diese steht auch in Freier Fall: Abrechnung mit Boeing im Mittelpunkt. Genauer nimmt Dokumentarfilm eine hässliche Geschichte unter die Lupe, welche – der Titel nimmt es bereits vorweg – mit dem US-amerikanischen Flugzeugbauer zu tun hat.

Die Folgen skandalöser Machenschaften

Manche werden diese durch eine frühere Netflix-Doku bereits kennen. So gab es bereits 2022 den Film Absturz: Der Fall gegen Boeing. Dieser erinnerte an zwei Flugzeugunglücke mit insgesamt über 300 Toten und erklärt, wie Kostensparmaßnahmen beim US-amerikanischen Unternehmen dazu führen konnten. Damals ging es gerade auch um die Opfer, was dem Ganzen eine sehr emotionale Richtung gaben. Bei Freier Fall: Abrechnung mit Boeing ist das etwas anders. So befasst man sich hier mehr mit den Folgen für das Unternehmen, welches nach den Unglücken am Pranger stand. Unter anderem geht es dann um das juristische Nachspiel, welches in dem Vorgänger so nicht behandelt werden konnte. Aber auch die politische Situation wird angesprochen und die Frage, wie Politik und Wirtschaft zusammenhängen.

Ganz ohne den persönlichen Aspekt geht es aber auch nicht. So spielt der Tod von John Barnett eine große Rolle, der als Whistleblower maßgeblich dazu beigetragen hat, dass diverse Vergehen überhaupt ans Tageslicht kamen. Am März 2024 starb dieser überraschend, was zu einer Reihe von Verschwörungstheorien führte. Da muss doch Boeing dahinterstecken, die ihn ausschalten wollten. Wie immer eben in einer solchen Situation. In Freier Fall: Abrechnung mit Boeing werden diese klar zurückgewiesen, alles deutet auf einen Suizid hin. Der Film macht aber auch klar, dass das Unternehmen trotz allem den Tod verursacht hat, da der Mann anschließend so sehr unter Druck gesetzt wurde, bis er nicht mehr konnte. An der Stelle dürfen auch Angehörige zu Wort kommen.

Bewusst empörend

Ebenfalls angesprochen werden die Geschäftsführer des Unternehmens und welchen Einfluss sie auf das alles hatten. Dabei setzt Freier Fall: Abrechnung mit Boeing schon auch auf Empörung, wenn der CEO im Anschluss an seine zweifelhaften Sparmaßnahmen um viele Millionen reicher wurde, während er gleichzeitig den Tod zahlreicher Menschen verursacht hat. Das Feindbild ist hier recht einfach gestrickt, man arbeitet mit dem Image des gierigen Unternehmers, der für ein paar Dollar mehr über Leichen geht. Das hätte man prinzipiell zum Anlass nehmen können, um noch ein bisschen mehr über wirtschaftliche Fehlstellungen allgemein zu sagen. Sind diese Chefs reine Nutznießer oder ist das gesamte System kaputt? Und falls ja, lässt sich dagegen überhaupt etwas unternehmen?

Ganz so groß waren die Ambitionen dann doch nicht, es ging allein um den Informationsgehalt. Der hat es auch in sich, man erfährt hier eine Menge zum Teil erschreckende Details, wobei der Film etwas damit zu kämpfen hat, dass er eine Fortsetzung ist. So kann er natürlich nicht alles wiederholen, was der erste Teil bereits gesagt hat. Alles voraussetzen, ist aber ebenfalls nicht empfehlenswert, da es nicht wenige geben dürfte, die beim Anschauen gar nicht wissen, dass das eine Fortsetzung ist. Dadurch findet man in Freier Fall: Abrechnung mit Boeing einige Redundanzen, die nichts hinzuzufügen haben, während andere wichtige Informationen nicht haben werden. Vielleicht wäre es da doch besser gewesen, nachträglich eine Serie daraus zu machen.

Credits

OT: „Freefall: A Reckoning for Boeing“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Rory Kennedy
Drehbuch: Mark Bailey
Musik: Gary Lionelli
Kamera: Ronan Killeen, Antonio Rossi

Bilder

Trailer

Weitere Netflix Titel

Ihr seid mit Freier Fall: Abrechnung mit Boeing durch und braucht Nachschub? Dann haben wir vielleicht etwas für euch. In unserem Netflix-Themenbereich sind Hunderte von Original-Produktionen gelistet, unterteilt nach Spielfilm, Serie, Doku und Comedy. Unten findet ihr alle Netflix-Titel, die wir auf unserer Seite besprochen haben.

A
B
C
D
E
F
H
I
L
M
P
S
T
U
W

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Freier Fall: Abrechnung mit Boeing
fazit
„Freier Fall: Abrechnung mit Boeing“ befasst sich wie der Vorgänger mit den skandalösen und letztendlich tödlichen Machenschaften bei dem Luftfahrtunternehmen. Der Dokumentarfilm hat einige interessante Infos zu bieten, die auch gezielt schockieren sollen, macht es sich aber manchmal auch etwas einfach.
Leserwertung0 Bewertungen
0
6
von 10