Ermordet Tatort Times Square Crime Scene: The Times Square Killer Netflix
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Ermordet: Tatort Times Square

Inhalt / Kritik

Ermordet Tatort Times Square Crime Scene: The Times Square Killer Netflix
„Ermordet: Tatort Times Square“ // Deutschland-Start: 29. Dezember 2021 (Netflix)

Ermordet: Tatort Times Square (Original: Crime Scene: The Times Square Killer) ist zwar an sich eine für sich stehende Miniserie, stellt in gewisser Weise aber eine zweite Staffel in der Crime Scene-Serie dar, nachdem Anfang des Jahres bereits Verschwunden: Tatort Cecil Hotel (Crime Scene: The Vanishing at the Cecil Hotel) auf Netflix veröffentlicht wurde. Diese neue Ausgabe ist nicht nur eine Episode sowie über eine Stunde kürzer, sondern fokussiert sich im Gegensatz zum Vorgänger nicht ganz so sehr auf einen bestimmten Tatort, sondern eher auf einen Serienmörder, welcher unter anderem als „The Torso Killer“ oder „The Times Square Killer“ bezeichnet wurde.

Formal bleibt Ermordet: Tatort Times Square dem Format treu, direkt am Anfang wird der Zuschauer nach kurzer Einführung ins kalte Wasser beziehungsweise eher ins heiße Feuer geworfen: Die in New York im Dezember 1979 zu einem Hotelbrand am Times Square gerufenen Feuerwehrleute wurden darüber informiert, dass sich noch Gäste im Gebäude befinden. Womit sie allerdings nicht rechneten, war zwei ermordete Frauen zu finden – und nicht einfach nur ermordet, sondern noch dazu verstümmelt. Beiden Leichen fehlte sowohl der Kopf als auch beide Hände. Das ist nicht nur ein grausamer Anblick, sondern erschwert die Identifikation der Opfer. Videoüberwachung, DNS-Vergleiche, das war damals alles noch Zukunftsmusik.

Geschichtsrückblick mit Balanceschwierigkeiten

Der Times Square ist heutzutage, insbesondere außerhalb New Yorks oder Amerikas vor allem aus Filmen, für seine riesigen Werbetafeln, Bildschirme und den Silvestercountdown mit dem Times-Square-Kugel bekannt. Ermordet: Tatort Times Square beleuchtet allerdings eine andere Zeit und gibt somit Einblicke in die Geschichte des heute auch als „Zentrum des Universums“ bezeichneten Platzes, welche für viele, welche ihn nur aus der modernen Zeit kennen, wohl einiges an Überraschungen bereithält. Das ist zwar historisch betrachtet alles nicht ganz uninteressant, fühlt sich teilweise aber doch ein wenig fehl am Platze an und zieht die Serie, trotz der insgesamt kürzeren Laufzeit, stellenweise ziemlich in die Länge.

Wie so oft kommen in Ermordet: Tatort Times Square jede Menge Zeitzeugen zu Wort. Manchen ist auch nach all der Zeit noch der Horror anzumerken, andere erwecken den Eindruck als würden sie sich einfach nur gerne selbst reden hören und das Spotlight genießen, überdramatisieren ihre Erzählung regelrecht. Generell spart die Serie nicht mit detaillierten und grausamen Beschreibungen der Morde, selbst gefestigte True-Crime-Zuschauer könnten hier mit der ein oder anderen Magenverstimmung zu kämpfen haben. Andere Szenen scheinen wieder ein wenig zu kurz gefasst zu sein, so wird die Inkompetenz der Polizei, selbst die technologischen Umstände der damaligen Zeit zu ihrer Verteidigung mit einbezogen, nicht so deutlich herausgearbeitet wie es etwa noch in Wo ist Marta? oder Dig Deeper: Das Verschwinden der Birgit Meier der Fall war, auch wenn deren Verfehlungen hier nicht unbedingt derart drastisch ausfielen.

Credits

OT: „Crime Scene: The Times Square Killer“
Land: USA
Jahr: 2021
Regie: Joe Berlinger
Musik: Serj Tankian, Vincent Pedulla
Kamera: Jeff Hutchens, Alper Nakri

Bilder

Trailer

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„Ermordet: Tatort Times Square“ bleibt nicht immer auf den Verbrechens-Aspekt fokussiert, sondern bietet auch eine extensive Geschichtsstunde über den berühmten Platz in Manhattan. Die Serie mag zuweilen langatmig erscheinen, bietet True-Crime-Junkies dafür aber grausame Kost.
Leserwertung7 Bewertungen
6.3