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Nervenkitzel

„Nervenkitzel“ // Deutschland-Start: 14. August 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist Carlos Suárez (Carlos Cuevas) ja in den Bergen unterwegs, um dort zu klettern. Doch später entdeckt er eine neue Leidenschaft, das BASE-Jumping. Diese Leidenschaft teilt er mit Darío Barrio (Miguel Ángel Silvestre), Armando del Rey (Miguel Bernardeau), Álvaro Bultó (David Marcé) und Manolo Chana (José Manuel Poga), die zu engen Freunden werden. Für sie ist es ein Rausch, wenn sie sich mit Fallschirmen von festem Boden aus in die Tiefe stürzen. Dabei ist dieser Extremsport mit großen Gefahren verbunden, jeder Sprung könnte der letzte sein. Und auch die Clique wird nicht vor diesen Schicksalsschlägen verschont, weshalb sie sich immer wieder fragen muss, ob sie das wirklich tun sollte …

Die Liebe zur Gefahr

Auf Netflix gab es zuletzt wieder eine Reihe von Titeln, in denen sich die Protagonisten in große Gefahren begaben. Da war die brasilianische Serie Fúria – Rasende Wut Wrath über einen Mann ohne Erinnerungen, der in den Ring steigt. Ebenfalls aus dem südamerikanischen Land kam Nando zwischen zwei Welten – Ein Sintonia-Film, eine späte Fortsetzung der Serie, die davon handelt, wie ein ehemaliger Gangster von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Mit Nervenkitzel kommt nun ein Film bei uns heraus, dieses Mal aus Spanien, wo ebenfalls Lebensgefahr vorliegt. Doch während bei den beiden obigen Titeln die Gefahr in kriminellen Machenschaften bestand und die Handlung aus einer gewissen Notwendigkeit heraus entstanden ist, da machen die Leute hier das alles völlig freiwillig.

Warum sie das tun, wird dabei nicht ganz klar. Wie bei anderen Fällen von gefährlichem Extremsport, etwa das freie Kletten ohne Absicherung, muss man nicht unbedingt nachvollziehen können, was einen da nach oben treibt. Thematisiert wird das zwar schon in Nervenkitzel, wenn sich die Leute mit dieser Frage beschäftigen müssen. Gerade auch die Todesfälle sorgen natürlich dafür, dass die Figuren zwischendurch nachdenklich werden. Hinzu kommt die Verantwortung, die man den Partnerinnen und anderen aus dem eigenen Umfeld gegenüber hat. Lässt sich das wirklich rechtfertigen, sich selbst so in Gefahr zu bringen, im Wissen, was man anderen damit potenziell antun wird? Eine wirkliche Antwort darauf gibt es nicht, die Männer sind auf ihre Weise Getriebene.

Ansprechende Optik

Man kann das auf einer wahren Geschichte basierende Drama daher unbefriedigend finden. Zumal auch an anderen Stellen der Inhalt etwas sparsam ausfällt. Beispielsweise sind die weiblichen Figuren wirklich nur dafür da, damit die Männer eine Freundin haben, die zittern dürfen. Eine eigene Persönlichkeit ist keiner von ihnen vergönnt. Wobei Nervenkitzel bei den Männern ebenfalls nicht so wahnsinnig viel investiert. Sie werden durch den gemeinsamen Extremsport definiert, das ist ihr Leben. Sehr viel mehr erfährt man nicht über sie. Das macht es ein wenig schwierig, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Zumal sie sich ja gern in Gefahr begeben. Wo andere Filme, die etwa in den Bergen spielen, durch die Unfreiwilligkeit für Spannung sorgen, ist das hier schwieriger.

Sehenswert ist der Film dennoch. Zum einen geht eine gewisse Faszination von diesem Sport aus, der für viele fremd sein dürfte. Im Vergleich zum Fallschirmspringen aus einem Flugzeug ist die Variante um feste Objekte sehr viel weniger gebräuchlich. Nervenkitzel lockt zudem auch mit den Bildern. Wenn die Männer in die Höhe steigen, um sich in die Tiefe stürzen zu können, ist das schon mit einer ansprechenden Optik verbunden. Regisseur Salvador Calvo (Valley of Shadows – Gefangen im Albtraum) weiß, wie er das in Szene setzen kann. Irgendwie schaut man doch gern zu, selbst wenn man das alles für Wahnsinn hält. Aufgrund des Sports ist das spanische Drama zudem einer der weniger austauschbaren Filme, die Netlix zuletzt veröffentlicht hat. Wer selbst ein Faible für diesen hat oder Gefallen daran findet, wie andere Leute etwas tun, was eigentlich Wahnsinn ist, kann hier einmal reinschauen.

Credits

OT: „La fiera“
IT: „To the Max“
Land: Spanien
Jahr: 2026
Regie: Salvador Calvo
Drehbuch: Alejandro Hernández
Musik: Roque Baños
Kamera: Ángel Iguácel
Besetzung: Carlos Cuevas, Miguel Bernardeau, Miguel Ángel Silvestre, Candela González, Stéphanie Magnin, David Marcé, José Manuel Poga

Trailer

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Nervenkitzel
fazit
„Nervenkitzel“ erzählt von mehreren Männern, die Gefallen am BASE-Jumping gefunden haben. Das auf einer wahren Geschichte basierende Drama ist zwar an mehreren Stellen eher oberflächlich, kann entscheidende Fragen auch nicht beantworten. Aber es ist doch irgendwie faszinierend und lockt zudem mit den Bildern.
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