Haus des Geldes Berlin und die Dame mit dem Hermelin Netflix Streamen online Video on Demand
© Felipe Hernández/Netflix

Berlin und die Dame mit dem Hermelin

Haus des Geldes Berlin und die Dame mit dem Hermelin Netflix Streamen online Video on Demand
„Berlin und die Dame mit dem Hermelin“ // Deutschland-Start: 15. Mai 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Es wird mal wieder Zeit für einen neuen Coup! Dieser Meinung sind zumindest Berlin (Pedro Alonso) und Damian (Tristán Ulloa). Während die beiden noch am Überlegen sind, was sie als nächstes tun könnten, kommt es wieder ganz anders. Denn da ist der Herzog von Malaga Álvaro Hermoso de Medina (José Luis García-Pérez), der eigene Pläne für die beiden hat. Genauer nötigt er sie dazu, für ihn ein wertvolles Gemälde zu stehlen, „Die Dame mit dem Hermelin“ von Leonardo da Vinci. Notgedrungen macht sich das Team daraufhin an die Arbeit, den Diebstahl vorzubereiten, was bei einem derart begehrten Objekt eine Herausforderung ist. Doch Berlin verfolgt dabei noch einen anderen Plan …

Fortsetzung des Prequels

Zwar ist Netflix notorisch unzuverlässig, wenn es um die Frage geht, ob Serien fortgesetzt oder aus heiterem Himmel abgesetzt werden. Doch es gibt auch eine andere Seite des Streamingdienstes: Wenn ein Titel läuft, wird schon mal jahrelang daran festgehalten, um den Dollar aus dem Franchise herauszupressen. Selbst, als es längst vorbei ist. Ein Beispiel hierfür ist Haus des Geldes. 2017 gestartet, wurde die spanische Produktion zu einem weltweiten Phänomen. Insgesamt fünf Staffel wurden von der Serie um eine Diebesbande gedreht, in denen diese die unglaublichsten Coups startete. Seit dem Ende 2021 gab es jedoch andere Methoden, das Franchise irgendwie am Leben zu erhalten. Da war zum einen 2022 Haus des Geldes: Korea, die südkoreanische Version des Hits. 2023 folgte Haus des Geldes: Berlin, ein Prequel um den in der Hauptserie bereits verstorbenen Dieb Berlin. Mit Berlin und die Dame mit dem Hermelin wird dieses Prequel nun fortgesetzt.

Während Fans sich über die Rückkehr freuen könnten, stellt sich für ein nicht eingeweihtes Publikum die Frage: Kann man hier einsteigen? Die Antwort ist nicht ganz einfach. Da die Hauptserie zu einem späteren Zeitpunkt spielt, werden logischerweise keine Ereignisse daraus vorausgesetzt. Aber auch die erste Serie muss man nicht zwangsläufig gesehen haben, da die neue Geschichte für sich steht. Dennoch ist es von Vorteil, mit dem Franchise vertraut zu sein, da Berlin und die Dame mit dem Hermelin davon ausgeht, dass man diese Figuren kennt. Gerade der eigenwillige Protagonist und Titelgeber ist eine Erscheinung, bei der sich manche fragen werden, was das alles soll. Zurückhaltung ist nicht gerade eine Tugend von ihm, weder im Hinblick auf seine kriminellen Tätigkeiten noch seine zwischenmenschlichen Aktivitäten.

Langweilige Nebenschauplätze

Letzteres bedeutet vor allem: Frauen. Immer wieder jagt er diesen hinterher, kann weder seine Finger noch sein Herz von ihnen lassen. Ein bisschen erinnert das an Lupin III, den aus zahlreichen Mangas und Animes bekannten Meisterdieb. Doch während das dort immer komödiantisch aufgezogen war, ist das bei Berlin und die Dame mit dem Hermelin nicht ganz klar. Während manche Passagen schon humoristisch gemeint ist, sucht man doch insgesamt sehr viel häufiger das Drama. Wie schon die erste Staffel verzettelt sich die Serie dabei immer wieder in Nebenhandlungen und man weiß zwischendurch schon gar nicht mehr, worum es eigentlich gehen soll. Die Figuren sind dann mit allem möglichen beschäftigt, gern auch mit sich selbst, der Heist rückt in den Hintergrund.

Nun ist es nicht grundsätzlich ein Problem, wenn ein Genrebeitrag stärker auf die Figuren bezogen ist. Dann sollte das aber auch interessant sein. Berlin und die Dame mit dem Hermelin verkommt hingegen immer mal wieder zu einer Seifenoper. Das ist nicht nur für sich genommen etwas nervig. Es führt außerdem dazu, dass sich die acht Folgen ziehen und es einfach nicht so wirklich vorangeht. Für ein Publikum, das eine Menge Zeit mitbringt oder sowieso alles nur nebenher schaut, wird das vielleicht weniger störend sein. Zuschauer und Zuschauerinnen, die auf der Suche nach Spannung sind, sollten sich aber vielleiht nach anderen Alternativen umschauen.

Credits

OT: „Berlín y la dama del armiño“
Land:  Spanien
Jahr: 2026
Regie: David Barrocal, J.M Cravioto, Albert Pintó
Drehbuch: Álex Pina, Esther Martínez Lobato
Musik: Frank Montasell, Lucas Peire
Kamera: Migue Amoedo, Sergi Bartrolí, José Luis Pecharromán, Álvaro Ruiz García
Besetzung: Pedro Alonso, Michelle Jenner, Tristán Ulloa, Begoña Vargas, Julio Peña Fernández, Joel Sánchez, Inma Cuesta, José Luis García-Pérez, Marta Nieto

Bilder

Trailer

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Berlin und die Dame mit dem Hermelin
fazit
In „Berlin und die Dame mit dem Hermelin“ wird der Dieb gezwungen, ein wertvolles Gemälde zu stehlen, während er selbst einen anderen Plan verfolgt. Wie schon die erste Serie verzettelt sich das Prequel des Hits in Nebenhandlungen und mutiert dabei zu sehr zur Seifenoper. Das ist schon auch mal unterhaltsam, aber nicht durchgängig spannend.
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