Costa Concordia: Albtraum auf See Shipwrecked: Nightmare at Sea Netflix Streamen online Video on Demand
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Costa Concordia: Albtraum auf See

Costa Concordia: Albtraum auf See Shipwrecked: Nightmare at Sea Netflix Streamen online Video on Demand
„Costa Concordia: Albtraum auf See“ // Deutschland-Start: 10. Juli 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Mit Katastrophen hat man bei Netflix gute Erfahrungen gemacht. So bringt der Streamingdienst regelmäßig Filme und Serien heraus, die sich mit solchen beschäftigen. Darunter sind natürlich auch diverse fiktionale Stoffe. Einen besonderen Nervenkitzel versprechen jedoch die dokumentarischen Beiträge, welche tatsächliche vergangene Desaster rekreieren. Da war beispielsweise Hurrikan Katrina – Leben nach der Sintflut, das von dem geradezu legendären Wirbelsturm berichtete, der so viele Menschen ins Unglück gestürzt hat. Bei Das Grenfell-Feuer – Was wirklich geschah ging es um den Brand in einem britischen Hochhaus. Und dann gab es noch Titan: Die OceanGate-Katastrophe, das von dem tödlichen Ende einer Unterwasserexpedition berichtete. In eine ähnliche Richtung geht nun auch Costa Concordia: Albtraum auf See, der neueste Beitrag in diesem Segment.

Eine katastrophale Inkompetenz

Der Titel nimmt dabei bereits vorweg, worum es hier geht. Der Dokumentarfilm erinnert an das italienische Kreuzfahrtschiff, welches im Januar 2012 mit einem Felsen kollidierte und anschließend manövrierunfähig war. Das Ergebnis mag dabei nicht so spektakulär sein wie die großen Schiffsunglücke à la Titanic, welches hundert Jahre zuvor mit einem Eisberg kollidiert war. Während dieses historische Schiff tatsächlich unterging und dabei mehr als 1500 Menschen das Leben kostete, waren es bei der Costa Concordia „nur“ 32. Das Schiff ging auch nicht unter, sondern lag 18 Monate vor der Mittelmeer-Insel Giglio, weshalb das Ereignis auch recht lange in den Nachrichten war. Auf diese Weise lassen sich keine ähnlich dramatischen Filme drehen, wie man das von anderen Katastrophen gewohnt ist.

Das heißt aber nicht, dass man es nicht dennoch versuchen kann. Zu dem Zweck kommen eine Reihe von Menschen zu Wort, die alle an Bord des Schiffs waren. Sie dürfen dem Publikum erzählen, wie es während dieser dramatischen Stunden zuging und wie sie das alles erlebt haben. Es gelingt ihnen dabei durchaus, die Panik zu vermitteln, die viele verspürt haben. Zumal auch zunächst unklar war, was da geschehen ist, Costa Concordia: Albtraum auf See beschreibt chaotische Zustände, bei denen niemand wusste, was zu tun ist. Man sollte ja meinen, dass auf einem kommerziellen Kreuzfahrtschiff, welches regelmäßig die Weltmeere bereiste, Aber offensichtlich nicht. Wäre das Ergebnis nicht so fatal gewesen, hätte sich die Geschichte bei dieser geballten Inkompetenz auch für eine Komödie angeboten.

Mehr Emotion als Information

Dieser Aspekt wird im weiteren Verlauf stärker betont, als es um die Aufarbeitung des Vorfalls geht. Wie haarsträubend das alles war, wie fahrlässig, das ist kein Geheimnis. Auch das wurde in den Medien immer wieder aufgegriffen. Vor allem Kapitän Francesco Schettino geriet in die Kritik, ohne Grund das Leben vieler Menschen riskiert und eben verschuldet zu haben. Hinzu kommt sein Verhalten nach der Kollision, das ebenfalls Anlass zur Kritik gab. Costa Concordia: Albtraum auf See verzichtet aber darauf, das stärker zu vertiefen. Der Teil wird eher im Schnellverfahren abgehandelt. Die Erklärungen und Hintergründe sind eher spärlich, offensichtlich wollte man das Publikum nicht mit bloßen Fakten langweilen. Bei dem Film steht der emotionale Part im Vordergrund, nicht die Information.

Wer sich von einem solchen Zugang angesprochen fühlt, kann es durchaus hiermit versuchen. Die Dokumentation ist zwangsläufig ein wenig voyeuristisch angehaucht, wenn es um das erlittene Leid der Menschen an Bord geht. Aber da gab es bei Netflix schon Schlimmeres. Ob es Costa Concordia: Albtraum auf See unbedingt gebraucht hätte, darüber kann man jedoch geteilter Ansicht sein. Eben weil der Informationsgehalt eher gering ist und man hier nicht wirklich viel erfährt, was nicht Allgemeinwissen ist, wäre da mehr möglich gewesen. Wer das aber alles gar nicht braucht und einfach nur den Nervenkitzel sucht angesichts dieser dramatischen Erlebnisse der Befragten, wird bedient. Zumindest die Archivaufnahmen sind auch nicht uninteressant geworden.

Credits

OT: „Shipwrecked: Nightmare at Sea“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Chiara Messineo
Musik: Edward Farmer, Ralf Hildenbeutel
Kamera: James Incledon

Bilder

Trailer

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Costa Concordia: Albtraum auf See
fazit
In „Costa Concordia: Albtraum auf See“ kommen Menschen zu Wort, welche das Schiffsunglück 2012 hautnah erlebt haben. Der Informationsgehalt des Dokumentarfilms ist eher überschaubar, man verlässt sich stattdessen auf die persönlichen Erlebnisse. Wer sich für solche interessiert, kann einen Blick riskieren, auch wenn es den Film nicht unbedingt gebraucht hätte.
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