Zoe und Raven Es weihnachtet sehr Free Rein: The Twelve Neighs of Christmas Netflix

„Zoe und Raven: Es weihnachtet sehr“ // Deutschland-Start: 7. Dezember 2018 (Netflix)

Das ist jetzt aber ziemlich doof gelaufen. Eigentlich wollte Zoe (Jaylen Barron) ja bloß ein bisschen Weihnachtsschmuck aufhängen und damit für festliche Stimmung sorgen. Doch die ist im Eimer, als sie versehentlich eine alte Pferdefigur ihres Großvaters (Geoffrey McGivern) kaputt macht. Das kann sie natürlich nicht auf sich beruhen lassen und macht sich daher auf die Suche nach dem Mann, der diese Figur einst gebaut hat – mit einem für sie überraschenden Ergebnis. Währenddessen hat Gaby (Charlotte Jordan) ein ganz anderes Problem: Mia (Céline Buckens) hat etwas über sie erfahren und erpresst sie nun
mit ihrem Wissen.

Es ist immer Zeit für Weihnachten
Das Weihnachtsgeschäft ist im vollen Gange, nicht nur bei Lebkuchen, Spielwaren oder sonstigen Geschenken. Auch Netflix ist sehr daran interessiert, das eigene Publikum schon in festliche Stimmung zu versetzen und mittels geeigneter Filme an den Fernseher zu fesseln. Auffallend dabei ist nicht nur die exorbitante Zahl an Filmen, die seit einiger Zeit erscheinen. Auch bei den Serien setzt der Streaminganbieter zunehmend auf weihnachtliche Specials, die außerhalb der regulären Staffeln online gestellt werden können. Den Auftakt für diese Mid-Season-Ausflüge machen dieses Wochenende Die Supermonster und der Wunschstern und Zoe und Raven: Es weihnachtet sehr.

Dass bei Letzterem nur Fans der Serie Zoe und Raven angesprochen werden sollen, ist offensichtlich. Man versuchte hier nicht einmal, Neuankömmlinge willkommen zu heißen. Wer die Figuren sind, in welcher Beziehung sie zueinander stehen, das wird nicht verraten. Manches davon wird sich mit der Zeit erklären, anderes bleibt ein Rätsel. Wirklich komplex ist die Geschichte aber so oder so nicht, selbst ohne Vorkenntnisse dürfte es keine nennenswerten Verständnisprobleme geben.

Nichts Neues vom Pferdehof
Das liegt auch daran, dass Es weihnachtet sehr sich sehr an die üblichen Elemente und Themen einer solchen Jugendsendung hält. Dabei erzählt die einstündige Sonderausgabe zwei Geschichten parallel. Die eine betrifft Zoes Versuche, die Figur, später auch ein zerrüttetes Familienverhältnis zu kitten. Das ist weihnachtliche Standardware, nimmt ein bisschen von Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte, kümmert sich um eine längst überfällige Aussöhnung. Ein bisschen was fürs Herz also, wenn auch ohne nennenswerte Ambitionen oder Einfälle. Der Film erzählt einfach das, was läuft.

Immerhin kommt auf diese Weise tatsächlich ein bisschen Weihnachtsstimmung auf. Das Plädoyer für Besinnlichkeit und Miteinander hat sicherlich mehr mit dem großen Fest gemeinsam als die hauseigenen Blockbuster A Christmas Prince und Prinzessinnentausch, die Lametta und Sterne als bloße Deko für Romanzen brauchen. Und mehr, als es der zweite Handlungsstrang rund um Gaby und Mia tut. Hier ist eher Teenager-Seifenoper angesagt mit kleinen Intrigen und dunklen Geheimnissen, von denen niemand etwas erfahren darf. Das ist alles irgendwie okay, auch besser gespielt, als man erwarten durfte. Mehr als ein gehaltloser Lückenfüller ist das Special dennoch nicht, das Fans zudem aufgrund der diesmal unwichtigen Pferde nicht jeden Wunsch erfüllt.

Zoe und Raven: Es weihnachtet sehr
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Zoe und Raven: Es weihnachtet sehr
Wenn in „Es weihnachtet sehr“ einem alten Geheimnis auf den Grund gegangen wird, dann richtet sich das in erster Linie an bereits überzeugte Fans der Jugendserie „Zoe und Raven“. Die bekommen hier typische Teenieware, angereichert mit etwas weihnachtlichem Versöhnungsgedanken. Für die Zielgruppe reicht das, etwas Besonderes ist das Special jedoch nicht.
4von 10

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