Puff: Wonders of the Reef Puffs Reich Wunder des Riffs
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Puffs Reich: Wunder des Riffs

Inhalt / Kritik

Puff: Wonders of the Reef Puffs Reich Wunder des Riffs
„Puffs Reich: Wunder des Riffs“ // Deutschland-Start: 16. Dezember 2021 (Netflix)

In dem umfangreichen Angebot an Dokumentationen bei Netflix haben sie einen festen Platz: Geschichten um Natur, Umwelt und Tiere. Auch wenn sie vielleicht nicht in dem Umfang veröffentlicht werden wie beispielsweise True Crime Dokus oder die unzähligen Reality TV Shows, so gibt es doch immer wieder sehenswerte Beiträge. Kürzlich beeindruckte Das Tier mit umwerfenden Bildern, unterteilt in verschiedene Tierarten. Letztes Jahr war es vor allem Mein Lehrer, der Krake, der weltweit massenweise Fans gewann. Am Ende gab es sogar einen Oscar als bester Dokumentarfilm. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis der Streamingdienst für Nachschub sorgte und sein Publikum auf eine weitere Unterwasserreise mitnimmt.

Aus dem Leben eines Kugelfisches

Um eine direkte Kopie des Erfolgsfilms handelt es sich bei Puffs Reich: Wunder des Riffs jedoch nicht. Das verhindert schon das porträtierte Tier. Während eine Krake durchaus in der Lage ist, eine Verbindung zum Menschen aufzubauen, ist das bei einem kleinen Kugelfisch eher weniger zu erwarten. Diesem – auf den Namen Puff getauft – folgt der Film von seiner Geburt bis ins Erwachsenenalter. Unterwegs darf das Publikum jede Menge über diese Art erfahren, was sie ausmacht, wo sie lebt, wovon sie lebt. Vor allem die diversen Herausforderungen und Gefahren, denen ein solcher Fisch ausgesetzt ist, stehen dabei im Mittelpunkt. Und von denen gibt es nicht gerade wenige. Auch wenn die Umgebung, in der wir uns bewegen sehr idyllisch und farbenfroh ist, da kann jede falsche Bewegung dein früher Tod sein.

Anders als man erwarten könnte, beschränkt sich Puffs Reich: Wunder des Riffs dabei nicht auf den titelgebenden Fisch. Vielmehr nutzt der im Bereich der Umweltdokus erfahrene Regisseur und Autor Nick Robinson den Ausflug seines kleinen Protagonisten, um ganz allgemein etwas über die Welt unter Wasser zu erzählen. So lernen wir auf diese Weise einiges über Korallen und wie diese gebildet werden. Erwartungsgemäß geht das auch mit einem Aufruf einher, die Umwelt zu schützen, da die Korallen bekanntermaßen bedroht sind. Hinzu kommen diverse Exkurse zu anderen Bewohnern der Gegend. Beispielsweise dürfen die Zuschauer und Zuschauerinnen mitansehen, wie eine Schnecke „Jagd“ auf eine andere macht. Auch andere Angriffsmomente oder Verteidigungsmechanismen werden angesprochen.

Faszination und Liebe für die Tiere

Insgesamt ist Puffs Reich: Wunder des Riffs jedoch recht friedliebend. Die etwa einstündige Doku versucht nicht, irgendwie groß Spannung zu erzeugen. Vielmehr ist sie Ausdruck einer echten Faszination und Liebe für die gezeigte Meereswelt. Es dominieren schöne Aufnahmen, die Lust darauf machen, selbst abzutauchen und diese Wesen aus nächster Nähe kennenzulernen. Etwas unglücklich ist dabei, wie hier – wie bei so manch anderer Naturdoku auch – die Tiere vermenschlicht werden sollen. Da werden ihnen Gefühle oder Gedanken auf den Leib geschrieben, die in der Form wohl kaum stattfinden. An diesen Stellen schießt der Film ein wenig übers Ziel hinaus bei dem Versuch, die Flora und Fauna greifbar machen zu wollen.

Wer sich an solchen Ausführungen nicht stört oder im Idealfall sogar empfänglich für diese ist, kann aber hiermit großen Spaß haben und sich von den zahlreichen Aufnahmen verzaubern lassen. Puffs Reich: Wunder des Riffs ist dabei gerade auch für ein jüngeres Publikum geeignet, dem anschaulich erklärt wird, was ein Kugelfisch ist und welches Leben er da draußen in den Meeren führt. Er pustet sich zwar nur selten so auf wie auf dem etwas irreführenden Artwork des Films. Putzig ist es aber auch im Normalzustand, umso mehr, da er, wie immer wieder erinnert wird, winzig klein ist und den meisten beim Tauchen im Meer nicht einmal auffallen dürfte.

Credits

OT: „Puff: Wonders of the Reef“
Land: USA
Jahr: 2021
Regie: Nick Robinson
Drehbuch: Nick Robinson, Peta Ayers
Musik: Hylton Mowday
Kamera: Pete West
Erzählung: Rose Byrne

Bilder

Trailer

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„Puffs Reich: Wunder des Riffs“ ist eine informative Doku über das Leben eines kleines Kugelfisches, bei der auch viel über das Umfeld verraten wird. Gerade Korallen sind in dem einstündigen Film ein wiederkehrendes Thema. Das ist sehenswert, mit tollen Aufnahmen, sofern man über die gelegentlichen Tendenzen zur Vermenschlichung hinwegsehen kann.
Leserwertung9 Bewertungen
6.4