Roommates Netflix Streamen online Video on Demand
© Netflix/Scott Yamano

Roommates

Roommates Netflix Streamen online Video on Demand
„Roommates“ // Deutschland-Start: 17. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Die High School hat Devon (Sadie Sandler) gerade hinter sich gebracht, nun steht das College an. Und damit dann auch endlich das Leben als Erwachsene. Dabei lernt sie Celeste (Chloe East) kennen und versteht sich auf Anhieb gut mit ihr. Kurze Zeit später ziehen sie sogar zusammen und gründen eine Wohngemeinschaft. Auch außerhalb unternehmen sie eine Menge gemeinsam, die aus einer reichen Familie stammende Celeste wird zu einer Freundin und Inspiration für Devon, für die das eine komplett neue Welt ist. Doch je länger die beiden zusammenwohnen, umso schwieriger wird das. Immer wieder kommt es zu Konflikten und Grenzüberschreitungen, die nach und nach eskalieren und bedrohliche Ausmaße annehmen …

Eine komische Katastrophe mit Ansage

Das Komödienfach war zuletzt auf Netflix gut gefüllt. Da war etwa die Theater-Adaption 53 Sonntage über drei Geschwister, die entscheiden müssen, was mit ihrem betagten Vater geschehen soll. Auch in der Serie Big Mistakes geht es um Geschwister, genauer Bruder und Schwester, die ganz dumm in kriminelle Machenschaften hineingezogen werden. Und dann war da noch Vladimir über eine Unidozentin, die sexuelle Fantasien von ihrem jüngeren Kollegen hat. Der US-amerikanische Film Roommates spielt nun ebenfalls in einem solchen Uniumfeld. Im Mittelpunkt stehen aber zwei junge Frauen, die nicht nur in akademischer Hinsicht am Anfang ihrer Laufbahn stehen. Sie sind zudem noch auf der Suche nach einem Platz für sich in dieser Welt.

Das gilt gerade für Devon, die als Identifikationsfigur für das Publikum dient. Sie steht stellvertretend für all die Menschen, die gerade an der Schwelle zum Erwachsenenleben stehen und anfangen müssen, sich wirklich zu behaupten und zu finden. Dass dieses lebensbejahende Element nicht lange halten wird, ist dabei jedoch klar. Schließlich gibt es in Roommates eine Rahmenhandlung, die von zwei sich streitenden Mitbewohnerinnen handelt. Die Geschichte um Devon und Celeste wird als eine Art Warnung erzählt, dass es nicht gut ist, sich derart zu streiten. Das weckt natürlich gewisse Erwartungen, wie das Ganze weiter geht. Erwartungen, welche die Komödie auch durchaus zu erfüllen weiß, wenn die Konflikte immer weiter eskalieren. Das wird dann zwar nicht zu einem Der Rosenkrieg, ganz so garstig sind die Figuren dann doch nicht. Die eine oder andere Gemeinheit ist aber drin.

Spaßig, aber zu wenig

Gerade zum Ende hin hat der Film auch einige schöne Einfälle, darunter eine öffentliche Präsentation, die es in sich hat. Das Finale selbst hätte hingegen gern noch etwas stärker ausgebaut werden können. So ist die letzte Konfrontation erstaunlich kurz ausgefallen, da hätte man sich mehr erwarten können. Auch in anderer Hinsicht bleibt Roommates unter den Möglichkeiten. Beispielsweise ist eigentlich das Thema Klassenunterschied sehr naheliegend, da Celeste nun einmal aus einer sehr reichen Familie stammt. Daraus wird aber ebenso wenig gemacht wie aus den dunklen Seiten in ihrem Leben, die alibimäßig kurz aufgezählt werden. Gerade im Hinblick auf die Psychologisierung der Figuren geht das nicht so sehr in die Tiefe, wie es wünschenswert gewesen wäre.

Dafür macht der Film durchaus Spaß. Regisseurin Chandler Levack, die zuvor die wunderbare Videotheken-Coming-of-Age-Tragikomödie I Like Movies gedreht hat, kombiniert übertrieben-brachialen Humor mit jugendlicher Sinnsuche. Wie bei ihrem Debüt zeigt sie dabei auch den Mut, die schlechten Seiten ihrer Hauptfiguren zu zeigen. Denn auch wenn Devon die Protagonistin ist und Celeste sich zunehmend in eine Antagonistin verwandelt, heißt das nicht, dass sie automatisch gut ist. Da ist einiges, was mindestens fragwürdig ist. Manchmal ist sie sogar regelrecht schäbig. Das macht es zwar nicht immer leicht, ihr dann auch zu folgen. Aber es trägt doch dazu bei, dass Roommates ganz ordentlich geworden ist – gerade auch im Vergleich zu so manch anderer Netflix-Komödie.

Credits

OT: „Roommates“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Chandler Levack
Drehbuch: Jimmy Fowlie, Ceara O’Sullivan
Musik: Ryan Holladay, Hays Holladay
Kamera: Maria Rusche
Besetzung: Sadie Sandler, Chloe East, Billy Bryk, Sarah Sherman, Natasha Lyonne, Nick Kroll, Aidan Langford, Carol Kane

Bilder

Trailer

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Roommates
fazit
„Roommates“ erzählt von zwei jungen Studentinnen, die zusammenziehen und dabei zunehmend zu Gegnerinnen werden. Das ist ganz unterhaltsam und gesteht der Protagonistin Schwächen zu. Es wäre aber mehr Tiefgang möglich gewesen, das Finale ist zudem enttäuschend kurz geworden.
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