Players Netflix Streamen online
© K.C. Bailey/Netflix

Players

Players Netflix Streamen online
„Players“ // Deutschland-Start: 14. Februar 2024 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Mack (Gina Rodriguez), Adam (Damon Wayans Jr.), Brannagan (Augustus Prew) und Little (Joel Courtney) haben viel Spaß daran, mit viel Einfallsreichtum andere Leute aufzureißen und mit ihnen die Nacht zu verbringen. Dabei darf es aber nicht ernst werden, ihre Spielregeln sehen das so vor. Das ändert sich jedoch, als Mack Nick (Tom Ellis) kennenlernt. Es funkt sofort zwischen der Sportjournalistin und dem Kriegsberichterstatter, der Wunsch nach einer echten Beziehung wächst. Zu ihrem Glück kann sie sich dabei auf ihr Team verlassen, welches, unterstützt von Ashley (Liza Koshy), einen Plan entwirft, wie aus der Geschichte mehr werden kann. Dabei haben sie Erfolg, aus einem Treffen werden mehrere, sie kommen sich immer näher. Doch damit fangen auch die Probleme an …

Liebe streng nach Regeln

Man meinte schon, Netflix habe zum Valentinstag die leichten romantischen Stoffe vergessen. So nahm der Streamingdienst zwar die Roman-Adaption Zwei an einem Tag ins Programm auf. Doch das Drama zeigte auch die hässlichen und schwierigen Seiten der Liebe, war damit etwas schwerer bekömmlich. Töte mich, wenn du dich traust folgte da schon stärker der bewährten Formel, wich aber im Mittelteil entscheidend davon an. Wenn ein Paar sich gegenseitig umbringen will, ist das nun einmal nicht übermäßig romantisch. Dafür folgten dann zum Valentinstag direkt gleich drei Liebeskomödien. Die meiste Aufmerksamkeit dürfte dabei Players bekommen, das mit einer ganzen Reihe bekannter Gesichter auf Publikumsfang geht, wobei diese eher im Serienbereich etabliert sind.

Es sind auch sehr attraktive Gesichter: Gemäß der wenig geheimen Regel von Liebeskomödien darf in dem Film niemand auftauchen, der nicht zum Schmachten geeignet ist. Selbst die Nebenfiguren, welche gar nicht als Love Interest in Frage kommen, müssen so hübsch anzusehen sein, dass die Zuschauer und Zuschauerinnen von einer besseren, weil schöneren Welt träumen dürfen. Das ist nicht die einzige Regel, die in Players sklavisch befolgt wird. So weiß man mit ein wenig Genreerfahrung, dass es in dem Film gar nicht darum geht, dass Mack und Nick zusammenkommen. Dafür sind sie zu unterschiedlich. Vielmehr wartet man darauf, dass sie kapieren: Mack und Adam gehören zusammen, sind so offensichtlich füreinander bestimmt, dass man an der Blindheit der Betroffenen verzweifeln muss.

Zynische Berieselung

Aber manchmal ist der Weg das Ziel. Und zumindest gelegentlich ist der Weg ansehnlich genug, um hier einmal, reinzuschalten. So ist das Quartett ein wenig eigensinnig bei den Plänen, es gibt auch eine nette Dynamik innerhalb des Teams. Beim Abschnitt, wenn es darum geht, Mack und Nick irgendwie näherzubringen, gibt es tatsächlich auch mal Anlässe zum Schmunzeln. Wobei die Aufgabe der Komik eher Brannagan und Little zukommt, die auf ihre Weise überzeichnet sind. Mack und Adam sind hingegen eher etwas nichtssagend, die Sache mit dem Sportjournalismus ist so ziemlich das Einzige, womit sich die Protagonistin in Players charakterisiert. Das ist nicht gerade viel. Da ist Nick sogar die interessantere Figur, als Kriegsberichterstatter bildet er zudem einen guten Kontrast zur Blödelgruppe.

Ärgerlich ist, wie dieser gegen Ende hin als eine Art Buhmann hingestellt werden soll, damit Mack ihre Gefühle für Adam erkennt und das Ganze gerechtfertigt werden kann. Fair ist der Film da nicht gerade. Andererseits ist das ein Phänomen, das man von vielen Herzkino-Romanzen kennt: Die Filme sind zuweilen sehr zynisch bei dem Vorheucheln „echter“ Liebe. Das muss einen nicht stören. Players ist da letztendlich auch nicht schlimmer als andere Genrebeiträge. Aber der Film ist eben auch nicht besser. Die Liebeskomödie ist derart frei von Persönlichkeit und erzählerischer Ambition, dass er lediglich als Hintergrundrauschen für ein eigenes Date geeignet ist. Wer nicht gerade ein großer Fan des Ensembles ist, verpasst bei dieser 08/15-Berieselung zum Valentinstag nicht viel.

Credits

OT: „Players“
Land: USA
Jahr: 2024
Regie: Trish Sie
Drehbuch: Whit Anderson
Musik: Jeff Cardoni
Kamera: Matthew Clark
Besetzung: Gina Rodriguez, Damon Wayans Jr., Tom Ellis, Joel Courtney, Augustus Prew, Liza Koshy, Ego Nwodim, Marin Hinkle

Bilder

Trailer

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Players
fazit
Die Besetzung von „Players“ ist prominent. Das ist aber auch einer der wenigen Punkte, welche die Liebeskomödie etwas hervorstechen lassen. Ansonsten ist die Geschichte um eine Frau, die nach vielen One Night Stands erkennt, worauf es wirklich ankommt, derart frei von Persönlichkeit, dass man den Film ziemlich leicht ignorieren kann.
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