Tyler Perry’s Doing Life Netflix Streamen online Video on Demand
© Quantrell Colbert/Perry Well Films 2/Netflix

Doing Life

Tyler Perry’s Doing Life Netflix Streamen online Video on Demand
„Doing Life“ // Deutschland-Start: 2. Oktober 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Anika (Naomi Baker) hat es nicht unbedingt leicht mit ihrem Leben. Nicht nur, dass sie als alleinerziehende Mutter viel um die Ohren hat. Auch sonst hat sie ihre liebe Mühe, ihre Familie zusammenzuhalten und sich um alles zu kümmern. Doch sie hat einen Lichtblick in ihrem Leben: Carousel (Jay Reeves). Dabei haben sie sich unter schwierigen Bedingungen kennengelernt. So arbeitete Anika früher als Wärterin in dem Gefängnis, in dem Carousel selbst einsaß. Als es dort zu einem Aufstand kommt und sie angegriffen wird, ist er es, der sie beschützt. Von dieser Arbeit wollte sie im Anschluss nichts mehr wissen, zu traumatisch war die Erfahrung. Doch den Kontakt zu ihrem Retter hat sie bewahrt, selbst nach dessen Entlassung – und ist ihm dabei nähergekommen …

Gibt es eine zweite Chance?

Eines muss man Tyler Perry ja lassen: In Sachen Produktivität macht ihm so leicht niemand etwas vor. Jedes Jahr kommen mehrere Filme und Serien heraus, bei dem er als Regisseur, Autor, Produzent oder Schauspieler seine Finger im Spiel hatte. Seitdem er mit Streamingdiensten kooperiert, finden diese auch ihren Weg zurück. Eine Zeit lang waren es dabei vor allem Thriller, mit denen er sein Publikum fand. Dieses Jahr kehrte er verstärkt zu seinen komödiantischen Wurzeln zurück. Mit Joe’s College Road Trip spendierte er seiner Erfolgsreihe Madea ein Spin-off, Auch Liebe macht mal Ferien 3 erzählte mehr als 15 Jahre nach dem zweiten Teil, wie es mit den amourös nicht immer glücklichen Figuren weitergegangen ist. Mit Doing Life gibt es nun den einen weiteren Film von Perry, der wie die beiden obigen bei Netflix erschienen ist.

Humor gibt es diesmal keinen. Stattdessen versucht sich der umtriebige Filmemacher an einem ernsten Stoff. Das hat er auch früher schon getan und wendet sich dabei gesellschaftlichen Themen zu. In The Six Triple Eight erinnerte er etwa an ein Bataillon schwarzer Soldatinnen, die sich um liegen gebliebene Post kümmern mussten. Doing Life spielt hingegen in der Gegenwart, wobei die Geschichte an sich zeitlos ist. So geht es um die Frage, ob bzw. wie ein Mensch nach einem Gefängnisaufenthalt nach einem Weg sucht, wieder in die Gesellschaft zurückzufinden. Das ist ein Thema, welches in Filmen immer wieder aufgegriffen wird. Aus gutem Grund: Selbst nach verbüßter Strafe ist es schwierig, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Beispielsweise sind da Vorurteile, wenn die Menschen einem mit Misstrauen begegnen. Kann ein Verbrecher sich wirklich ändern?

Nur Mittelmaß

Perry, der hier auch wieder das Drehbuch geschrieben hat, stellt diese Frage auch. Er bettet sie aber in eine Liebesgeschichte ein. Wichtiger als der gesellschaftliche Aspekt ist ihm, wie da zwei Menschen, die beide in einer nicht ganz einfachen Lage sind, sich gegenseitig Halt geben. Das darf man dann als romantisch und schön empfinden. Aber es ist auch ein wenig oberflächlich, wie Doing Life da an die Arbeit geht. Anstatt da auch einmal ein wenig tiefer einzusteigen und sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, bleibt es ziemlich plakativ. Bei den Figuren darf man ebenfalls nicht sehr viel erwarten. Der Film verzichtet darauf, ihnen eine nennenswerte Persönlichkeit mitzugeben, sie werden allein durch die Umstände definiert.

Das muss einen nicht unbedingt stören, die Zielgruppe von Perry braucht keine komplexen Geschichten und Charaktere. Außerdem ist Doing Life sicherlich eine der besseren Produktionen des Tausendsassas. Zumindest gibt es hier, von einigen sehr dick aufgetragenen Szenen einmal abgesehen, nicht viel Grund zum Ärger. Dennoch, mehr als Mittelmaß ist das neueste Werk des Filmemachers dann doch nicht. Nicht nur, dass der Film am Ende doch nicht so viel zu sagen hat. Schauspielerisch ist das ebenfalls nur durchwachsen. Da hat es dann doch eine Reihe besserer Titel zu einem solchen Thema gegeben, der Film hier hat da einfach zu wenig Eigenes beizutragen.

Credits

OT: „Doing Life“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Tyler Perry
Drehbuch: Tyler Perry
Musik: Meshell Ndegeocello
Kamera: Justyn Moro
Besetzung: Jay Reeves, Naomi Baker, Tamberla Perry, Karen Obilom, Jasmine Sargent, Danielle Moné Truitt

Bilder

Trailer

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Doing Life
fazit
„Doing Life“ erzählt von einer ehemaligen Gefängniswärterin, die mit einem Insassen zusammenkommt. Der Film spricht dabei grundsätzliche Themen an, etwa, ob es möglich ist, noch einmal von vorne anzufangen. In die Tiefe geht das Drama aber nicht, dafür gibt es zwischendurch immer wieder plakative Szenen.
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