Sonic Prime Netflix
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Sonic Prime Netflix
„Sonic Prime – Staffel 1“ // Deutschland-Start: 15. Dezember 2022 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Als Sonic mal wieder mit seinem altbekannten Widersacher Dr. Eggmann kämpft, kommt es zu einem folgenschweren Unfall: Das Paradox-Prisma wird zerstört, weshalb es den blauen Helden in eine seltsame Welt namens New Yoke City verschlägt. Dort ist irgendwie alles anders, inklusiver seiner Freunde und Freundinnen, wie er entsetzt feststellen muss. Diese kennen ihn auch gar nicht, können nichts mit dem seltsamen Typen anfangen, der urplötzlich aufgetaucht ist. Umso wichtiger ist es für Sonic, dass er rasch deren Vertrauen erlangt. Schließlich braucht er sie nicht nur, um das fiese Chaos-Komitee zu besiegen, welches über die Stadt herrscht. Er muss zudem einen Weg finden, um wieder in seine eigene Welt zurückzukehren …

Eine Videospiel-Ikone im Trend

Einer des großen Trendthemen in Filmen und Serien ist momentan ohne Zweifel das des Multiversums. Klar, ganz neu ist das Konzept nicht, dass es neben der uns bekannten Welt noch andere gibt, die parallel existieren und alternative Variationen unserer selbst sind. Zuletzt gab es aber schon auffällig viele Werke, die dieses Konzept aufgegriffen haben. Ob nun der Marvel-Blockbuster Spider-Man: No Way Home, der Kritikerliebling Everything Everywhere All At Once oder kleinere Indie-Titel wie Multiverse – Parallele Dimensionen oder Infinity – Unbekannte Dimension: Die Flut an thematisch verwandten Produktionen reißt nicht ab. Nun springt auch ein beliebter Videospielheld auf diesen fahrenden Zug auf, die Netflix-Serie Sonic Prime ist das neueste Beispiel dafür, wie dieser Trend verarbeitet wird.

Das klingt dann vielleicht erst einmal ein wenig langweilig, wenn der blaue Igel zu einem bloßen Mitläufer reduziert wird – selbst wenn er dabei traditionell deutlich schneller unterwegs ist als die Konkurrenz. Tatsächlich nutzte man in Sonic Prime die Möglichkeit, mehrere irgendwie ähnliche und doch unterschiedliche Welten zu gestalten, aber ganz gut. So verschlägt es unseren Helden im Verlauf der acht Folgen, welche zusammen die erste von mutmaßlich drei Staffeln bilden, ins besagte dystopische New Yoke City sowie in eine Dschungelwelt. Später wird er auch auf den Meeren unterwegs sein. Das bedeutet nicht nur im Bezug auf die Settings eine ansprechende Vielfalt. Witzig ist zudem, wie Tails und die anderen in jeder dieser verschiedenen Welten immer anders aussehen und über ganz andere Fähigkeiten verfügen.

Hohes Tempo und viel Chaos

Langweilig wird es einem da nicht, zumal Sonic wie in den zugrundeliegenden Spielen oder auch dem Spielfilm Sonic the Hedgehog einen Affenzahn draufhat. Es kommt in Sonic Prime nur selten mal ein tatsächlich ruhiger Abschnitt. Vorhanden sind sie und dienen etwa dazu, dass sich unser Titelheld einiger Sachen bewusst werden muss wie etwa seiner eigenen Verantwortung. An anderer Stelle steht beispielsweise die Erkenntnis auf dem Programm, dass die Figuren zusammenhalten müssen. Auch für eine ökologische Botschaft ist zwischendurch Platz. Aber diese Momente des Innehaltens sind meist recht kurz. Geht auch gar nicht anders: Abgesehen von der ersten Folge, die ungefähr doppelt so lang ist, beträgt die Laufzeit nur so 20 bis 25 Minuten. Das reicht dann doch nicht für nennenswerten Tiefgang.

Es reicht aber, um damit Spaß zu haben. Das hohe Tempo und das allgegenwärtige Chaos sorgen für gute Unterhaltung, gerade bei einem jüngeren Publikum, das hier eindeutig anvisiert ist. Die farbenfrohe Optik trägt ebenfalls zur Stimmung bei, selbst wenn diese nicht übermäßig detailliert ausfällt. Fans dürfen sich zudem auf einige schön gemachte Szenen freuen, die im Stil der alten Spiele aus den 1990ern gemacht sind. Dabei ist Sonic Prime keine plumpe Nostalgieveranstaltung, wie man sie manchmal findet. Es ist vielmehr ein Element eines insgesamt überzeugenden Gesamtpakets. Vorkenntnisse aus anderen Serien oder den Spielen braucht es dabei übrigens nicht, auch wenn eine Form der Einleitung für Neulinge nett gewesen wäre. Gerade beim erweiterten Freundeskreis kann es aber zu Verwechslungen kommen, zumal die Figuren in den besagten verschiedenen Varianten vorliegen.

Credits

OT: „Sonic Prime“
Land: USA, Kanada
Jahr: 2022
Regie: Erik Wiese, Kiran Sangherra
Drehbuch: Erik Wiese, Man of Action, Brittany Jo Flores, Patricia Villetto, Marcus Rinehart, Omar Spahi, Justin Peniston
Musik: Steffan Andrews, Mike Shields

Bilder

Trailer

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Sonic Prime – Staffel 1
fazit
„Sonic Prime“ ist eine gelungene Version des rasenden Kultigels, die sich des Trendthemas Multiversum annimmt. Viel Raum für Tiefgang ist durch das hohe Tempo und die kurzen Folgen nicht. Aber es macht Spaß, zumal die einzelnen Welten und die damit verbundenen Figurvarianten abwechslungsreich sind.
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