Unsere kleine Farm (2026) – Staffel 1 Little House on the Prairie Netflix Streamen online Video on Demand
© Netflix/Eric Zachanowich

Unsere kleine Farm (2026) – Staffel 1

Unsere kleine Farm (2026) – Staffel 1 Little House on the Prairie Netflix Streamen online Video on Demand
„Unsere kleine Farm“ // Deutschland-Start: 9. Juli 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Es soll ein neuer Lebensabschnitt werden für Charles Ingalls (Luke Bracey), seine schwangere Frau Caroline (Crosby Fitzgerald) sowie die beiden Töchter, die 14-jährige Mary (Skywalker Hughes) und die elfjährige Laura (Alice Halsey). Bei Independence, Kansas wollen sie ein neues Zuhause gründen, mit einer eigenen Farm der Familie. Doch der Weg in die Unabhängigkeit ist steinig, noch bevor sie dort ankommen, kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem sie viel von ihrem Proviant verlieren. Und auch in der neuen Heimat müssen die vier viele Hindernisse überwinden, müssen sich mit der lokalen Bevölkerung anfreunden. Und dann wären da noch die Mitglieder des Osage-Stamms, auf deren Land die Ingalls ihr neues Zuhause bauen …

Neuauflage eines Klassikers

Was einmal geht, das geht auch zweimal. Oder gar mehrfach. Das gilt bei Netflix wie bei den traditionellen Studios. So finanziert der Streamingdienst nicht nur immer mal wieder Fortsetzung eigener wie fremder Titel. Es kommt auch immer mal wieder vor, dass im Auftrag des Medienriesen alte Klassiker neu aufgelegt werden. Unter anderem gab es dieses Jahr mit Agatha Christie’s Seven Dials und Man on Fire zwei schon früher adaptierte Romane noch einmal als Serienform. Andere Beispiele der letzten Jahre waren Gefährliche Liebschaften und One Piece. Jetzt steht die nächste Neuauflage an, mit Unsere kleine Farm wagt sich Netflix an einen absoluten Fernsehklassiker, der jetzt für ein zeitgenössisches Publikum reanimiert wird.

Wobei fachkundige Zuschauer und Zuschauerinnen natürlich wissen: Die zwischen 1974 und 1983 ausgestrahlte Serie ist weder das Original noch die einzige Fassung des Stoffs. Stattdessen liefert eine Romanreihe von Laura Ingalls Wilder aus den 1930ern und 1940ern die Vorlage. Mehrfach wurde diese bereits adaptiert, unter anderem auch als Anime. Da darf man sich natürlich fragen: Braucht es wirklich noch eine Version? Serienschöpferin Rebecca Sonnenshine versucht bei Unsere kleine Farm auch gar nicht, das Rad neu zu erfinden. An der grundlegenden Geschichte wurde wenig gerüttelt. Nur an manchen Stellen merkt man, dass es sich um eine aktuelle Produktion handelt. So wird sehr viel einfühlsamer mit den Native Americans umgegangen, die hier als differenzierte Menschen dargestellt werden können. Auch der afroamerikanische Arzt Dr. George Tann (Jocko Sims), der bei der berühmtesten Adaption verschwiegen wurde, darf auftreten.

Zwischen Realismus und Eskapismus

Solche Detailveränderungen rechtfertigen einen Blick auf die Serie, sowohl für alteingesessene Fans wie auch Neulinge. Im Großen und Ganzen hält man sich bei Unsere kleine Farm aber an das Bewährte. Das bedeutet auch, dass die Familie immer wieder in schwierige Situationen gerät, die sich am Ende in Wohlgefallen auflösen. Die Serie ist dadurch eine Mischung aus Realismus und Eskapismus, wenn reale und oft auch zeitlose Themen aufgezeigt werden, man damit aber großzügiger umgeht. Das harte Leben in der Wildnis wird auf diese Weise gezeigt und gleichzeitig beschönigt. An der einen oder anderen Stelle wird auch aufgebauscht, das Drama noch etwas überhöht, das Publikum soll schließlich mitfiebern können.

Das spiegelt sich auch in der Optik wider. Auf der einen Seite ist Unsere kleine Farm schon schön anzusehen, wenn wiederkehrende Naturaufnahmen die Augen verwöhnen und man das Gefühl hat, in eine ganz eigene Welt einzutauchen. Nur ist die Serie, wie viele dieser Produktionen, zu glatt und makellos. Irgendwie scheint es bei historischen Stoffen immer nur die Wahl zwischen Postkartenidylle und offensivem Grau zu geben, anstatt sich auch mal an der tatsächlichen Welt zu orientieren. Die Zielgruppe wird das aber kaum stören. Die bekommt hier ein Familiendrama, das eine Balance aus Komfort und Spannung sucht und zwischen den eher plakativen Inhalten auch die Zwischentöne sucht. Hätte es das gebraucht? Vielleicht nicht. Aber man kann sich das, sofern man zur Zielgruppe gehört, schon gut anschauen.

Credits

OT: „Little House on the Prairie“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Sarah Adina Smith, Julie Anne Robinson, Kat Candler, Erica Tremblay, Sydney Freeland
Drehbuch: Rebecca Sonnenshine, Francesca Butler, P. Carter Kristensen, Adam Starks, Eleanor Burgess, Tom Hanada
Idee: Rebecca Sonnenshine
Vorlage: Laura Ingalls Wilder
Musik: Anne Dudley
Kamera: John de Borman
Besetzung: Luke Bracey, Crosby Fitzgerald, Alice Halsey, Skywalker Hughes, Warren Christie, Jocko Sims, Meegwun Fairbrother, Alyssa Wapanatâhk, Wren Zhawenim Gotts

Bilder

Trailer

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Unsere kleine Farm (2026) – Staffel 1
fazit
„Unsere kleine Farm“ erzählt die bekannte Geschichte um eine Familie, die ein neues Zuhause in der Wildnis gründet, neu. Hier und da wurde etwas am Inhalt gefeilt und modernisiert. Im Grunde ist das aber ein klassisches Familiendrama zwischen Realismus und Eskapismus, das zudem mit idyllischen Aufnahmen lockt.
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