The Last House Netflix Streamen online Video on Demand
© Netflix/Chris Baker

The Last House

The Last House Netflix Streamen online Video on Demand
„The Last House“ // Deutschland-Start: 7. August 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Bislang war das Leben von Riley (Wagner Moura) und Jason (Greta Lee) sowie ihrer beiden Kinder eher wenig aufregend. Das ändert sich eines Tages, als sie mit Entsetzen feststellen müssen, dass sie ihr Haus nicht mehr verlassen können. Weder die Vordertür noch die Hintertür lassen sich öffnen, gleiches gilt für die Fenster. Aber weshalb? Was ist da nur geschehen? Während die vier noch nach Antworten und einem Ausgang suchen, schwinden nach und nach ihre Vorräte. Es hilft nichts, sie müssen einen Weg finden, sich innerhalb ihres Hauses zu versorgen, zumindest so lange, bis sie die Situation gelöst haben. Dabei ahnen sie nicht, dass noch eine ganz andere Gefahr auf sie wartet …

Das Geheimnis des blockierten Hauses

Wer gern düstere Genrebeiträge sieht, wird bei Netflix in regelmäßigen Abständen versorgt. Zuletzt war da etwa Fúria – Rasende Wut Wrath über einen Mann ohne Erinnerungen, der im Ring sein Kampftalent wiederentdeckt. In Eine verworrene Wahrheit kehrt eine Frau in ihre Heimat zurück und vermutet, dass ihr Vater nicht die Wahrheit über den plötzlichen Tod ihrer Mutter sagt. In eine stärker fantastische Richtung geht The East Palace, wenn ein Geisterjäger und eine Hofdame dunkle Geheimnisse lüften. Mit The Last House gibt es nun wieder Nachschub. Dieses Mal folgen wir einer vierköpfigen Familie, die eine Reihe unerklärlicher Erfahrungen macht und dabei zunehmend auch ums Überleben kämpfen muss.

Das anfängliche Szenario erinnert ein wenig an Brick, einen weiteren Film von Netflix. In beiden Fällen sind die Hauptfiguren von einem Moment zum nächsten plötzlich in ihrem Zuhause eingesperrt. Wo es bei dem deutschen Film eine schwarze Wand war, die aufgetaucht ist, da ist hier zunächst nicht mal klar, warum da nichts aufgeht. Zumindest anfangs arbeitet The Last House auch mit einem größeren Mysteryfaktor. Das Publikum soll an der Seite der Familie rätseln, was es mit all dem auf sich hat. Leider rückt der Aspekt aber relativ bald in den Hintergrund. Wichtiger wird dann, eine Lösung für das Versorgungsproblem zu finden. Auch der Part ist ganz unterhaltsam, wenn die verschiedensten Sachen ausprobiert werden und die Familie Flexibilität und Einfallsreichtum unter Beweis stellt.

Stimmungsvoll, mit inhaltlichen Schwächen

Nach Mystery und Survivalabenteuer folgt der nächste Genrewechsel. Auf einmal bewegt sich der Film irgendwo zwischen Horror und Thriller. Anders als bei dem obigen Film, wo es streng genommen nie eine wirkliche Bedrohung gab, da müssen die vier hier wirklich um ihr Leben kämpfen. Denn was auch immer diese Isolation erzwungen hat, ist da und hat es auf die Familie abgesehen. Das Ergebnis ist etwas zwiespältig. Auf der einen Seite ist der Antagonist schon gelungen. The Last House hat da tatsächlich mal etwas Neues im Angebot, hebt sich sowohl durch die Hintergrundgeschichte wie auch das Design ab. Da sind dann ebenfalls Passagen dabei, bei denen sich das Einschalten lohnt. Der Film gefällt durch seine Atmosphäre und das Setting.

Die Geschichte kann da aber leider nicht mithalten. Zum einen ist da einiges, was nicht wirklich viel Sinn ergibt. Das betrifft sowohl das grundsätzliche Szenario wie auch das Verhalten der Figuren, gerade zum Ende hin wird es arg willkürlich. Aber auch bei der Ausgestaltung etwa der Charaktere wäre mehr möglich gewesen. Die Absicht hinter dem ganzen war zweifelsfrei gut, The Last House will dem Publikum sogar eine richtige Aussage mit auf den Weg geben. Aber das ist in der Form dann doch zu erzwungen. Man machte sich nicht die Mühe, diesen Schluss auch wirklich zu erarbeiten und wirft ihn den Zuschauern und Zuschauerinnen vor die Füße. Das ist schade, weil mit einem besseren Drehbuch sicher ein guter Film möglich gewesen wäre. So reicht es dann doch nur mal wieder fürs Mittelfeld.

Credits

OT: „The Last House“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Louis Leterrier
Drehbuch: Matthew Robinson
Musik: Yair Elazar Glotman
Kamera: Pål Ulvik Rokseth
Besetzung: Greta Lee, Wagner Moura, Gabriel Chung, Emma Ho, Noah Alexander Sosnowski, Riley Chung

Bilder

Trailer

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The Last House
fazit
In „The Last House“ muss eine Familie feststellen, dass sie auf einmal ihr Haus nicht mehr verlassen kann. Das beginnt schön mysteriös, bevor sich der Genreschwerpunkt anschließend verschiebt. Teilweise ist das schon sehenswert. Die Geschichte taugt aber leider nicht sehr viel, ergibt keinen Sinn oder ist zum Ende hin zu forciert.
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