A Toxic Love Story Netflix Streamen online Video on Demand
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A Toxic Love Story

A Toxic Love Story Netflix Streamen online Video on Demand
„A Toxic Love Story“ // Deutschland-Start: 22. Juli 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Man könnte ja meinen, dass Netflix irgendwann alle Verbrechen abgearbeitet hat, die in dieser Welt so begangen werden, wenn man die unzähligen Filme und Serie betrachtet, die der Streamingdienst Woche um Woche veröffentlicht. Zuletzt gab es da wieder eine Reihe von True Crime Dokus, die mal schockierende, mal tragische Geschichten erzählen. Zu Letzteren zählt unter anderem Miguel Àngel Blanco: 48 Stunden, die Spanien veränderten über einen jungen Mann, der von der baskischen Terrororganisation ETA entführt wurde. Worst Neighbor Ever – Tödliche Nachbarschaft versammelte vier Fälle um bizarre Vorkommnisse in der Nachbarschaft. Der Mord an Rachel Nickell wiederum gedenkt einer Frau, die im Park brutal ermordet wurde – vor den Augen ihres Sohnes. Wer das alles schon durch hat, kann jetzt einen Blick auf A Toxic Love Story werfen.

Eine zweifelhafte Dreiecksbeziehung

Im Gegensatz zu den drei obigen Beispielen, die immer mit Todesfällen einhergingen, muss hier niemand sein Leben lassen. Abgründe gibt es aber auch so mehr als genug. Der Titel nimmt dabei bereits vorweg, dass Liebe eine Rolle spielt. Eine Liebe jedoch, die für die Beteiligten alles andere als gesund sind. Genauer stehen in A Toxic Love Story drei Menschen im Mittelpunkt: Ian Diaz, seine Frau Angela sowie Ian Ex Michelle Hadley. Ian und Angela sind sehr glücklich miteinander, was Michelle offensichtlich eher weniger gut findet. Immer wieder bedroht sie ihre Nachfolgerin per E-Mail. Zumindest ist das der Vorwurf, den das Paar ihr macht. Ein typischer Fall einer Stalkerin also, gepaart mit Eifersucht. Ähnliches hat man einige Monate zuvor bei Moriah Wilson: Die tragische Wahrheit gesehen, eine weitere True Crime Doku von Netflix.

Doch die Geschichte nimmt einen anderen Weg, als man das anfangs vielleicht glauben würde. Zu viel sollte man vorher nicht über all das hier wissen. A Toxic Love Story ist eine dieser Dokumentationen, die davon leben, dass sich die Ereignisse überschlagen und alles ganz anders ist, als man denkt. Oder zumindest möglicherweise anders. So ganz klar wird das hier nicht. Wie so oft steht da Aussage gegen Aussage und man weiß nicht so recht, wem man eigentlich glauben soll. Diese Unsicherheit ist auch bewusst herbeigeführt. Regisseurin Alexandra Lacey (Twister: Im Sturm gefangen) nutzt das alles schon ziemlich aus und spielt mit der Ungewissheit, die sich automatisch ergibt, wenn irgendwie alle ein wenig dubios sind. Das kennt man aus anderen Produktionen: Je größer die Zweifel, umso mehr Raum ist da auch, um sich selbst einzubringen.

Unterhaltsam bis beunruhigend

Das heißt aber nicht, dass es hier sehr unseriös wird und man sich damit begnügt, ganz reißerisch Zweifel zu säen. Tatsächlich ist A Toxic Love Story insgesamt eine eher nüchtern gehaltene Dokumentation, die nicht wirklich viel aufbauscht. Die das auch gar nicht muss, da die Geschichte auch so genug hergibt. Inszenatorisch ist der Film sogar recht gewöhnlich und vertraut auf die üblichen Elemente. Im Mittelpunkt stehen Interviews. Dazu gibt es Archivaufnahmen, etwa von Bodycams. Ein kleines Manko ist, dass der Film nicht sehr ausgeglichen ist, wenn nicht alle Beteiligten zu Wort kommen. Das ist aber nicht dem Team hinter der Doku vorzuwerfen. Ian wollte nichts sagen, wodurch die Geschichte automatisch eine gewisse Tendenz einnimmt.

Aber selbst in dieser Fassung ist da einiges, worüber gesprochen wird oder gesprochen werden könnte. Das Thema Manipulation etwa ist ein großes, wenn es darum geht, wie die beteiligten Personen andere entweder direkt bewegen oder sie über Umwege beeinflussen. A Toxic Love Story ist dabei auf mehrere Weise unheimlich. Nicht nur, dass manche Menschen offensichtlich zu so etwas in der Lage sind. Es ist auch die Einfachheit, mit der man das alles erreichen kann, die einem zu denken gibt. Ob man aus dem Ganzen mehr rausziehen muss, sei dahingestellt. Der Film hat aber zweifelsfrei einen größeren Unterhaltungsfaktor.

Credits

OT: „A Toxic Love Story“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Alexandra Lacey
Musik: Nick Foster, Jessica Jones
Kamera: Paul O’Callaghan, Megan Stacey

Bilder

Trailer

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A Toxic Love Story
fazit
„A Toxic Love Story“ erzählt von einer Dreiecksbeziehung, die menschliche Abgründe offenbart. Die True Crime Doku lebt dabei von der Haken schlagenden Geschichte, wenn nichts so ist, wie es erscheint. Bei der Umsetzung gibt es jedoch nur Standard. Hinzu kommt, dass nicht alle beteiligten Personen auch etwas zu sagen haben.
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