Wendepunkt: Generation 9/11 Netflix Streamen online Video on Demand
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Wendepunkt: Generation 9/11

Wendepunkt: Generation 9/11 Netflix Streamen online Video on Demand
„Wendepunkt: Generation 9/11“ // Deutschland-Start: 2. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Bei dem Thema Dokus auf Netflix dürften vielen als erstes die ganzen True-Crime-Produktionen einfallen, bei denen Fans grausiger Taten bedient werden. Aber es gibt tatsächlich auch Titel, die für sich den Anspruch haben, etwas über die Geschichte oder auch die Gesellschaft zu verraten. Louis Theroux: Inside the Manosphere etwa erzählte von einer im Internet antrainierten toxischen Männlichkeit. Big Chicken: Eine Fast-Food-Verschwörung wiederum nahm sich des Themas Ernährung an. Und dann war da noch Reality Check: Inside America’s Next Top Model, das einen Blick hinter die Kulissen der populären, aber auch umstrittenen Fernsehsendung wirft. Mit Wendepunkt: Generation 9/11 steht nun mal wieder eine Dokumentation rund um die Terroranschläge vom 11. September 2001 an, pünktlich zum 25. Jahrestag eines Ereignisses, das weltweit Folgen hatte.

Langzeitfolgen der Terroranschläge

Der Titel könnte manchen bekannt vorkommen. So brachte Netflix vor ziemlich genau fünf Jahren – also zum 20. Jahrestag – bereits die Dokuserie Wendepunkt: 9/11 und der Krieg gegen den Terror heraus. Damals legte man den Fokus auf die Anschläge und die unmittelbaren Folgen. Anstatt das fortzusetzen, befasst sich Wendepunkt: Generation 9/11 mit der Frage: Wie werden eigentlich die Menschen von heute noch immer von dem Ereignis beeinflusst? Zu diesem Zweck werden dann auch Leute befragt, die mit den damaligen Ereignissen keine direkten Berührungspunkte haben. Teilweise waren sie gerade einmal drei, vier Jahre alt – zu jung also, um das alles bewusst mitbekommen zu haben und sich der monumentalen Bedeutung klar zu sein.

Manche dürften an der Stelle dann auch stutzig werden. Warum genau sollten deren Aussagen relevant sein? Was hat jemand zu einem Ereignis zu sagen, das er praktisch nur vom Hörensagen kennt? Und doch ist das Ergebnis spannender, als man erwarten dürfte. Da ist zum einen der persönliche Aspekt. Unter den diversen Interviewten befinden sich auch Menschen, die an diesem Tag Eltern verloren haben, beispielsweise einen Vater, der als Feuerwehrmann tätig war. Wendepunkt: Generation 9/11 zeigt aber auch, wie in Folge der Anschläge Muslime zu einem Feindbild wurden und dieses gezielt ausgenutzt wurde. Hätte es Donald Trump jemals an die Spitze geschafft, wenn er nicht die Fremdenfeindlichkeit der US-Amerikaner für sich ausschlachten konnte? Das ist nicht sicher. Auch in der Hinsicht haben die Anschläge das Land und deren Menschen verändert.

Interessanter Ansatz

Überhaupt ist Wendepunkt: Generation 9/11 erstaunlich kritisch gegenüber den USA. Dabei geht es nicht nur um den entfesselten Rassismus, sondern auch die Gewalt, die das Land in die Welt gebracht hat. Die diversen Kriege, die angezettelt wurden, stehen sicher in einer Art Tradition, wenn immer behauptet wird, dass es um de Kampf gegen den Terror geht – was bekanntlich nicht zwangsläufig stimmt. Und auch die Verbrechen, welche die Anti-Migration-Einheit ICE verübt, sind deutlich einfacher zu verkaufen, wenn man das damalige Feindbild der Terroristen pflegt. Das hat dann ebenfalls nur noch wenig mit der Wahrheit zu tun, sondern bedient ein Narrativ, welches weltweit von Rechten genutzt wird.

Ob diese inhaltliche Nähe aber auch wirklich einen kausalen Zusammenhang bedeutet, ist nicht einfach zu sagen. Ganz so weit lehnt sich Wendepunkt: Generation 9/11 da doch nicht vor. Dafür hätte die Zeit gar nicht gereicht: Mit gerade einmal anderthalb Stunden fehlt da der nötige Raum. Genauer ist die Zeit ja nicht einmal genug, um die ganzen Themen, die hier angesprochen werden, auch wirklich zu einem Abschluss zu bringen. Regisseur Brian Knappenberger (Pfadfinderehre: Die Geheimakten der Boy Scouts of America) begnügt sich mit Stichwörtern. Vielleicht wäre es da doch besser gewesen, wieder eine ganze Serie zu drehen, um die diversen Richtungen konsequenter verfolgen zu können. Aber auch so ist der Dokumentarfilm eine interessante Ergänzung im Angebot.

Credits

OT: „Turning Point: Generation 9/11“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Brian Knappenberger
Musik: John Dragonetti
Kamera: Axel Baumann, Jay Visit

Bilder

Trailer

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Ihr seid mit Wendepunkt: Generation 9/11 durch und braucht Nachschub? Dann haben wir vielleicht etwas für euch. In unserem Netflix-Themenbereich sind Hunderte von Original-Produktionen gelistet, unterteilt nach Spielfilm, Serie, Doku und Comedy. Unten findet ihr alle Netflix-Titel, die wir auf unserer Seite besprochen haben.

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Wendepunkt: Generation 9/11
fazit
„Wendepunkt: Generation 9/11“ befasst sich mit den Terroranschlägen und wie diese die USA auch ein Vierteljahrhundert später noch beeinflussen. Das ist ganz spannend und schneidet eine Reihe von Themen an, die innerhalb eines einzigen Films aber gar nicht vertieft werden können.
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