Zwei an einem Tag 2024 One Day Streamen online
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Zwei an einem Tag (2024)

Zwei an einem Tag 2024 One Day Streamen online
„Zwei an einem Tag“ // Deutschland-Start: 8. Februar 2024 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Emma Morley (Ambika Mod) und Dexter Mayhew (Leo Woodall) könnten unterschiedlicher nicht sein, kommen aus sehr verschiedenen Familien, haben andere Interessen, auch die beruflichen Ziele sind kaum miteinander zu vergleichen. Während Dexter an Geld und Ruhm interessiert ist, träumt Emma davon, eigene Geschichten zu schreiben. Und doch verstehen sich die beiden gut, als sie sich am 15. Juli 1988 näherkommen, dem Tag ihres Uniabschlusses. Sie verbringen sogar die Nacht zusammen. Ein Liebespaar werden sie zwar nicht, aber die Erfahrung markiert den Anfang einer Freundschaft, die viele Jahre hält. Selbst als sie komplett gegensätzliche Wege einschlagen, halten sie den Kontakt zueinander, mal mehr, mal weniger. Manchmal kracht es auch gewaltig. Und doch bleiben sie sich verbunden …

Adaption des Bestsellers

Im Umfeld des Valentinstages entdecken die Streamingdienste immer ihr Herz und bringen verstärkt romantische Stoffe heraus. Normalerweise. Während Amazon Prime Video mit First Class einen Film herausgebracht hat, der zumindest zum Teil Fans von Liebeskomödien zufriedenstellt, ist Netflix überraschend zurückhaltend. In den letzten Jahren brachten sie schon Wochen vorher vergleichbare leichte Stoffe heraus. Dieses Jahr ist das Angebot dünner. Den Auftakt der Themenwoche macht dort Zwei an einem Tag, das zwar maßgeblich ebenfalls von Liebe erzählt und den Problemen, die damit einhergehen. Ob die Zielgruppe von typischen Valentinstagstiteln damit glücklich werden, bleibt abzuwarten, dafür ist die Serie dann doch zu eigenwillig.

Was nicht heißen soll, dass die Geschichte neu ist. Tatsächlich dürften viele schon anderweitig mit ihr vertraut sein. So erschien der zugrundeliegende gleichnamige Roman von Zwei an einem Tag, der zu einem weltweiten Bestseller wurde, bereits 2009. Zwei Jahre später gab es unter dem gleichen Titel eine Verfilmung, die mit Anne Hathaway und Jim Sturgess prominent besetzt war. Nun also Version drei, diesmal ohne ein bekanntes Ensemble, dafür aber mit einer größeren Laufzeit. Im Hinblick auf die Vermarktung könnte dies ein Nachteil sein. Inhaltlich hat die Erweiterung aber gutgetan, schließlich deckt die Adaption einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt ab, erzählt von dem auf und ab im Leben der beiden Hauptfiguren, die sich immer wieder aus den Augen verlieren und dann doch zusammenfinden.

Ein Tag wie (nicht) jeder andere

Der Clou: Die gesamte Serie spielt immer am selben Tag, aber in den verschiedenen Jahren. So beginnt die Geschichte am 15. Juli 1988 und springt dann in jeder Folge ein Jahr weiter. Das wunderbare chinesische Drama Us and Them hatte vor ein paar Jahren etwas Ähnliches getan, dort hangelten wir uns von einem Silvester zum nächsten. Indem Zwei an einem Tag einen ganz gewöhnlichen Tag mitten im Jahr herauspickt, gelingt es der Serie, auch die Alltäglichkeit dieser Beziehung zu veranschaulichen. Vieles von dem, was hier erzählt wird, ist universell, ohne beliebig zu werden. Natürlich hat Hauptdarsteller Leo Woodall schon Model-Qualitäten, ist durchtrainiert, blond, mit blauen Augen. Seine Figur ist aber komplexer, als es das ansprechende Äußere erwarten lässt. Und das gilt für viele: Emma und Dexter, aber auch Nebenfiguren wie Sylvie (Eleanor Tomlinson) dürfen sich von verschiedenen Seiten zeigen, sind ambivalent, dürfen mal hässlich und unfair sein, so wie wir alle mal hässlich und unfair sind.

Mit dieser Romanze verbunden sind viele andere Themen, die einen im Leben so umtreiben dürfen. Da geht es um die Sehnsucht nach Anerkennung, berufliche Ambitionen, aber auch Klassenunterschiede und die Schwierigkeit, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen. Das ist alles ziemlich natürlich dargestellt, weshalb man hier gut dranbleibt. Hinzu kommen die angenehm kurzen Folgen, die meistens so 20 bis 30 Minuten lang sind. Dadurch sind die einzelnen Jahre recht schnell abgehakt, man fliegt durch die Jahre und bekommt doch genügend Entwicklung mitgegeben. Über das Ende kann man geteilter Ansicht sein, da wird Zwei an einem Tag unnötig dramatisch. Ansonsten ist die Serie aber eine der besten Netflix-Produktionen rund um das Thema Liebe, sofern man eben nicht darauf besteht, dass alles in rosa Wolken verpackt ist.

Credits

OT: „One Day“
Land: UK
Jahr: 2024
Regie: Molly Manners, Kate Hewitt, John Hardwick, Luke Snellin
Drehbuch: Bijan Sheibani, Nicole Taylor, Anna Jordan, Vinay Patel
Vorlage: David Nicholls
Musik: Anne Nikitin, Jessica Jones, Tim Morrish
Kamera: Håvard Helle
Besetzung: Leo Woodall, Ambika Mod, Eleanor Tomlinson, Essie Davis, Tim McInnerny, Jonny Weldon, Brendan Quinn, Billie Gadsdon, Amber Grappy

Bilder

Trailer

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Zwei an einem Tag (2024)
fazit
Basierend auf dem gleichnamigen Roman folgen wir in „Zwei an einem Tag“ zwei Leuten, die sich mal näher, mal fremder sind, aber immer eine wichtige Bezugsperson im Leben bleiben. Der Clou, nur einen Kalendertag aus einem Jahr zu nehmen und so die Entwicklung zu zeigen, sorgt für Abwechslung. Das Drama ist zudem bemerkenswert natürlich gehalten mit viel Raum für Ambivalenz.
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