Heartstopper Forever Netflix Streamen online Video on Demand
© Samuel Dore/Netflix

Heartstopper Forever

Heartstopper Forever Netflix Streamen online Video on Demand
„Heartstopper Forever“ // Deutschland-Start: 17. Juli 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Seit einer ganzen Weile sind Nick Nelson (Kit Connor) und Charlie Spring (Joe Locke) nun schon ein Paar. Und auch wenn es zwischendurch immer wieder zu Turbulenzen gekommen war und sie sich nicht immer ganz sicher waren, sind sie doch glücklich miteinander. Nun stehen aber große Veränderungen bei ihnen an. Während Charlie anfängt, an der Schule mehr Verantwortung zu übernehmen und anderen queeren Jugendlichen beistehen möchte, da steht bei Nick der Wechsel ans College an. So ganz wissen sie noch nicht, wie diese Umstellungen ihre Beziehung beeinflussen wird. Aber auch um die beiden herum ist vieles im Wandel, wenn aus den jungen Menschen nach und nach Erwachsene werden …

Filmfinale der queeren Serie

Wenn es mal wieder etwas gefühlvoller sein darf. Dass es ein großes Publikum gibt, welches gern emotionale Stoffe sieht, weiß man bei Netflix natürlich. Und so werden regelmäßig Titel veröffentlicht, die genau dieses Bedürfnis bedienen. Zuletzt vertraute der Streamingdienst dabei auf bewährten Inhalt. Gerade erst ist etwa Die Karte der Sehnsüchte herausgekommen, eine Romanadaption über eine junge Frau, welche Aufgaben ihrer toten Schwester erfüllen muss und dabei selbst ins Leben zurückfindet. Mit Unsere kleine Farm, die nächste Serie, welche auf der Romanreihe basiert, reisen wir in ein vergangenes Amerika, wo eine Familie ein neues Leben beginnt und dabei über viele Probleme stolpert. Ich habe keine Angst, auch hier steht ein Roman Pate, treffen Familiendrama, Gesellschaftsporträt und Entführungsthriller zusammen. Und wem das alles noch nicht reicht, kann sich den Film Heartstopper Forever anschauen.

Fans wissen es natürlich schon, auch hier gibt es eine Vorlage. Genauer handelt es sich um die Adaption einer Graphic Novel von Alice Oseman. Diese wurde von Netflix seit 2022 in Serienform adaptiert, 2022 gab es die erste Staffel von Heartstopper. Zwei weitere folgten bis 2024, bevor nach sinkenden Einschaltquoten der Beschluss gefasst wurde, dass es keine vierte geben würde. Während der Streaminggigant in den meisten Fällen aber recht gnadenlos Serien absetzt, ohne sich um die Außenwirkung zu scheren, ließ er sich hier zumindest darauf ein, mit Heartstopper Forever noch einen Film zu drehen. Dieser schließt an die Ereignisse der ersten drei Staffeln an und führt diese zu einem Ende. Gewissermaßen. Eigentlich spielt die Geschichte an einem Punkt in der Beziehung der beiden Protagonisten, wo es zu mehreren Veränderungen kommt und dadurch die Frage aufkommt: Gibt es wirklich eine Zukunft?

Zielloses Wohlfühldrama

Wer die Serie kennt, weiß dabei bereits, dass diese Frage eine rein hypothetische ist. Wie so viele andere Liebesgeschichten spielt auch diese immer nur mit der Möglichkeit, dass da mal etwas böse ausgehen kann. Denn das Publikum soll bestätigt werden, nicht verunsichert. Darüber kann man die Nase rümpfen, zumal die Stolpersteine in Heartstopper Forever auch noch sehr unbeholfen in den Weg gelegt werden. Nachvollziehen muss man das Ganze nicht. So richtig böse ist man dem Film dafür aber nicht, da die Absicht dahinter schon eine gute ist. Das Drama ist, wie schon die Serie zuvor, ein Auffangbecken für all die queeren Jugendlichen da draußen, die sich irgendwie verloren fühlen, hier aber aufgezeigt bekommen, dass es einen Platz für sie gibt.

Sympathisch ist der Film daher schon. Er ist allerdings schwächer als die Serie. So merkt man diesem doch an, dass er irgendwie alles zu einem Abschluss bringen wollte, aber nicht viel Zeit hatte, das auch richtig zu erzählen. Also springt Heartstopper Forever von Thema zu Thema, von Ereignis zu Ereignis, ohne dabeí einem roten Faden zu folgen oder eine klare Geschichte vor Augen zu haben. Tatsächlich ist mit dem Einsetzen des Abspanns die Verwunderung groß, wie man 114 Minuten genommen hat und dafür so wenig Konkretes vorweisen kann. So schön es ist, diese Figuren noch einmal wiedersehen zu dürfen, sie wurden letztendlich für einen Film verschwendet, der ständig umherschwirrt und nirgends ankommt. Als Wohlfühlabschied geht das in Ordnung. Aber es ist schon ein seltsam mut- und zielloses Finale geworden.

Credits

OT: „Heartstopper Forever“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Wash Westmoreland
Drehbuch: Alice Oseman
Vorlage: Alice Oseman
Musik: Adiescar Chase
Kamera: James Rhodes
Besetzung: Kit Connor, Joe Locke, William Gao, Yasmin Finney Corinna Brown, Kizzy Edgell, Tobie Donovan, Jenny Walser

Bilder

Trailer

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Heartstopper Forever
fazit
„Heartstopper Forever“ erzählt, wie es mit den aus der Serie bekannten Figuren weitergeht. Der Film schneidet vieles an, ohne es aber vernünftig auserzählen zu kommen. Dadurch bleibt nach knapp zwei Stunden schon ein Wohlgefühl, aber auch die Verwunderung, wie wenig Konkretes dieses gleichermaßen mut- wie ziellose Liebesdrama zu sagen und zeigen hat.
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