Crew Girl
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Crew Girl – Staffel 1

Crew Girl
„Crew Girl“ // Deutschland-Start: 10. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Eigentlich sah Teagan Tao (Miku Martineau) einer glänzenden Karriere beim Einerrudern entgegen. Doch dann kommt es zu einem Familienskandal, der sämtliche Pläne zunichte macht und ihre Familie dazu zwingt, woanders noch einmal von vorne anzufangen. Die 16-Jährige hat dabei auf den ersten Blick noch Glück, weil sie auf der renommierten Schule Easton Prep angenommen wird, wo es ebenfalls ein Ruderteam gibt. Die Sache hat nur einen Haken: Das Team besteht nur aus Jungs. Ein Mädchenteam ist nicht vorhanden und auch nicht vorgesehen. Also wird sie zur Steuerfrau erklärt, was bei den anderen gar nicht gut ankommt. Vor allem der arrogante Teamkapitän Josh Regis (Sam Braun) macht ihr das Leben schwer. Dafür kommt sie dem Kleinstädter Cam Dillinger (Kyle Clark) näher …

Das Drama der Jugend

Es kann ganz schön schwierig sein, sich in dieser komplizierten Welt zurechtzufinden – vor allem, wenn man noch jung ist und von vielem überwältigt. Und weil das eine Erfahrung ist, die ganz viele Menschen machen, gibt es auch einen großen Bedarf an Geschichten, die von solchen Erfahrungen berichten. Das weiß man natürlich auch bei Netflix, weshalb der Streamingdienst andauernd entsprechende Filme und Serien veröffentlicht. Kürzlich erzählte Die ganze Wahrheit hinter meinen Lügen von einem Junggesellinnenabschied, bei dem eine Freundesclique sich mit komplizierten Gefühlen auseinandersetzen muss. Bei Fünfzehn Tage sind für immer stellt ein Jugendlicher fest, dass sein Schwarm ebenfalls homosexuell ist und für eine Weile bei ihm wohnen wird. Sehenswert ist zudem Don’t Say Good Luck, wo eine Teenagerin zwischen Bühnenauftritt, erster Liebe und Familienunglück navigieren muss. Wer das alles schon durch hat, darf sich freuen: Mit Crew Girl gibt es schon wieder Nachschub.

Ausnahmsweise handelt es sich bei der kanadischen Serie um keine Romanadaption. Es sind auch sonst keine großen Namen damit verbunden, mit denen man hierzulande Werbung machen könnte. Wiederkennungsmomente gibt es trotzdem. Vivian Lin und Morwyn Brebner, die gemeinsam die Serie geschaffen haben, haben gar nicht vor, das Segment des Comin-of-Age-Dramas auf den Kopf zu stellen. Vieles von dem, was Crew Girl uns da zeigt, sind bewährte Elemente. Ob es das Szenario ist, dass die Hauptfigur an eine neue Schule kommt und sich dort einen Platz erkämpfen muss, oder die diversen Figuren, die wir hier kennenlernen. Da ist jetzt erst einmal nichts dabei, das hervorstechen würde. Auch die Art und Weise, wie sich das Team nach anfänglichen Schwierigkeiten zusammenrauft, ist nicht unbedingt der Gipfel der kreativen Kompetenz.

Nette Coming-of-Age-Geschichte

Aber es gibt dann doch das eine oder andere, das dabei hilft, der Serie Kontur zu verleihen. Ganz weit oben steht da der Sport. Die Kombination aus Jugenddrama und sportlicher Aktivität ist natürlich ebenfalls sehr bewährt, da finden sich bei Netlix zahlreiche Beispiele. Rudern ist jedoch eine Sportart, die man relativ selten zu Gesicht bekommt. Filme wie Die Jungs im Boot oder aktuell Adams Acht sind eher die Ausnahme. Crew Girl nimmt diesen Sport und verbindet ihn mit der Geschlechterfrage. Schließlich muss sich die Protagonistin in einer Männerdomäne durchsetzen. Auch das ist nicht wirklich originell, an manchen Stellen zudem wenig glaubhaft. Aber es funktioniert doch ganz gut und führt zu einigen unterhaltsamen Szenen.

Die Serie kann sich dabei auf Hauptdarstellerin Miku Martineau (Kate) verlassen, die ihrer Figur eine gute Mischung aus Selbstbewusstsein und Unsicherheit verleiht. Die vielleicht nicht immer souverän ist, dabei jedoch sympathisch bleibt. Die männliche Besetzung ist da etwas weniger prägnant, was aber auch mit der jeweiligen Figurenzeichnung zusammenhängt. Insgesamt ist Crew Girl eine wirklich nette Dramaserie geworden, mit der man sich gut die Zeit vertreiben kann. Die Mischung aus sportlichen Kämpfen, verbunden mit schönen Bildern, und den zwischenmenschlichen bzw. persönlichen Aspekten funktioniert gut. Wer solche Geschichten gern mag, kann hier daher vorbeischauen, die Serie gehört zu den besseren Beispielen der letzten Zeit.

Credits

OT: „Crew Girl“
Land: Kanada
Jahr: 2026
Regie: Simon Barry, Jacquie Gould, Norman Buckley, Amanda Tapping, Alysse Leite-Rogers, Adam Kane
Drehbuch: Vivian Lin, Morwyn Brebner, Jennica Harper, Julian Doucet, Marque Franklin-Williams, Amber Alexander, Jason Ip
Idee: Vivian Lin, Morwyn Brebner
Musik: Adam King
Kamera: Bradley S. Creasser
Besetzung: Miku Martineau, Sam Braun, Kyle Clark, Thomas Cadrot, Jessica Paré, Connor Paton

Bilder

Trailer

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Crew Girl – Staffel 1
fazit
In „Crew Girl“ landet eine begabte Ruderin an einer neuen Schule, wo sie sich in einem reinen Jungenteam durchsetzen muss. Im Großen und Ganzen folgt das den bekannten Bahnen, Neues hat die Serie nicht zu erzählen. Der reizvolle Sport und eine starke Hauptdarstellerin machen das Drama aber sehenswert.
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