Keine Fremde Seni Taniyorum Not A Stranger Netflix Streamen online Video on Demand
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Keine Fremde – Staffel 1

Keine Fremde Seni Taniyorum Not A Stranger Netflix Streamen online Video on Demand
„Keine Fremde“ // Deutschland-Start: 17. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist Funa (Elçin Sangu) Malerin, fand darin immer ihre Erfüllung. Doch damit war es vorbei, als sie Mutter wurde. Jetzt muss sie sich erst einmal um ihr Kind kümmern. Das heißt aber nicht, dass sie ihren Beruf aufgegeben hat. Eigentlich sehnt sie sich danach, ihn wieder auszuüben, so wie sie allgemein einiges von dem vermisst, was früher ihr Leben ausmachte. Nur weiß sie nicht, wie sie all das alles unter einen Hut bekommen soll. Als sie Nazlı (Melis Sezen) kennenlernt, scheint sie die Lösung für all diese Probleme gefunden zu haben. Die junge Frau soll ihr als Kindermädchen zur Hand gehen und für die notwendige Entlastung sorgen. Doch je mehr Nazlı Teil ihres Lebens wird, umso mehr muss sich Funa fragen, ob sie überhaupt weiß, wem sie ihr Kind anvertraut hat …

Pseudo-Thriller mit bekanntem Szenario

An unheimlichen Stoffen mangelt es auf Netflix sicherlich nicht gerade. Sehr empfehlenswert war kürzlich Mousetrap, eine südkoreanische Thrillerserie über einen zurückgezogen lebenden Autor, dessen Identität gestohlen wird. Und dann gibt es natürlich die ganzen True-Crime-Geschichten, ob nun das spekulative Porträt Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden oder Dokumentationen wie Der Fall Chompoo: Vermisst und vergessen. Wer auf der Suche nach menschlichen Abgründen ist, wird dort auf jeden Fall fündig. Mit Keine Fremde veröffentlicht der türkische Streaminganbieter eine fiktionale Serie aus der Türkei, bei der ebenfalls nicht an düsteren Elementen gespart wird. Wobei sie in eine etwas andere Richtung geht, als man sich das bei der Beschreibung vielleicht denken würde.

So dürfte einigen Zuschauern und Zuschauerinnen das Szenario ziemlich bekannt vorkommen. Immer mal wieder werden Filme und Serien gedreht, in denen ein Kindermädchen neu ins Haus kommt und für Unheil sorgt. Das bekannteste Beispiel dürfte Die Hand an der Wiege sein, wo die neu engagierte Nanny finstere Absichten verfolgt. Aber auch Dann schlaf auch du und In falschen Händen arbeiteten mit einem solchen Szenario. Wenn in Keine Fremde ebenfalls das neu beauftragte Kindermädchen anfängt, sich verdächtig zu verhalten, ist das deshalb nichts, was ein einigermaßen erfahrenes Publikum nennenswert imponieren würde. Zumal da auch nicht wirklich viel passiert. Für einen Thriller, und als solcher wird die Serie manchmal verkauft, ist das zu wenig. Wer solche Erwartungen hat, wird enttäuscht.

Gute Idee, mäßig umgesetzt

Besser ist die Serie, wenn man sie als Drama anschaut. Zumindest das Thema ist eines, das für viel Identifikationsfläche sorgt. Denn über weite Strecken geht es gar nicht so sehr um das Kindermädchen und ob dieses etwas im Schilde führt. Vielmehr behandelt Keine Fremde das vielen Frauen bekannte Problem, wie und ob man denn das Familienleben und die Karriere zusammenbringen kann. Ist es möglich, sich um ein Kind zu kümmern und dabei gleichzeitig sich selbst zu verwirklichen? Daraus hätte man auch ein geradliniges Drama im Stil von Julie – Eine Frau gibt nicht auf machen können, wo sich die Protagonistin zwischen Arbeit und Familie aufreibt. Hier hingegen hat die psychische Dauerbelastung zur Folge, dass Funa zunehmend die Kontrolle verliert und vielleicht eine Bedrohung sieht, wo gar keine ist.

Als Konzept ist das interessant. Die konkrete Umsetzung ist es weniger. Zum einen leidet Keine Fremde wie so viele Netflix-Serien darunter, dass sie viel zu lang sind für das, was sie zu erzählen haben. Über weite Strecken ist da einfach nichts Nennenswertes. Natürlich darf ein narratives Werk auch ruhiger und langsamer sein, wenn diese Zeit sinnvoll genutzt wird – etwa zur Figurenzeichnung, zum Aufbau der Welt, für die Atmosphäre oder wenigstens die Optik. Hier ist nichts davon der Fall. Und wenn es dann doch mal vorangeht, also zum Beispiel irgendwelche Geheimnisse ans Licht kommen, ist das einfach nicht interessant. Zusammen mit dem Hang zum Melodram wird eine Serie daraus, die zwar eine gute Idee für das Grundkonzept hatte, daraus aber zu wenig gemacht hat.

Credits

OT: „Seni Taniyorum“
IT: „Not A Stranger“
Land: Türkei
Jahr: 2026
Regie: Mert Baykal
Drehbuch: Tuğba Doğan
Musik: Cem Ergunoglu
Besetzung: Elçin Sangu, Melis Sezen, Ozan Dolunay, Cemal Hünal, Efe Taşdelen

Bilder

Trailer

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Keine Fremde – Staffel 1
fazit
In „Keine Fremde“ engagiert eine überforderte Mutter ein Kindermädchen, hat dann aber Zweifel an diesem. Als Thriller ist das wenig zu gebrauchen, da wenig Spannung aufkommt. Besser ist die Serie als Drama über einen Menschen, der die Kontrolle verliert. Aber auch in der Hinsicht wäre mehr drin gewesen, zumal die Serie viel zu lang geworden ist.
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