In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall Los Ladrones: La verdadera historia del robo del siglo Netflix
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In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall

In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall Los Ladrones: La verdadera historia del robo del siglo Netflix
„In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall“ // Deutschland-Start: 10. August 2022 (Netflix)

Inhalt / Kritik

An True Crime Dokus mangelt es auf Netflix bekanntlich nicht. Eigentlich kommen dauernd irgendwelche Filme oder Serien heraus, die an vergangene Verbrechen erinnern und damit dem Publikum daheim eine Freude bereiten wollen. Diese Woche sind es zwei Titel, welche um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe buhlen. Zwei Titel, die inhaltlich unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Ich habe gerade meinen Vater getötet die tragische Geschichte eines Jugendlichen erzählt, der seinen Vater erschießt, da erinnert In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall an ein Verbrechen, das 2006 in Buenos Aires verübt wurde. Mehrere Männer hatten sich zusammengeschlossen, um eine Bank auszurauben. Darin waren sie auch erfolgreich, mehrere Millionen sackten sie damals ein.

Auf den Spuren der Bankräuber

Eines haben die beiden Dokus aber gemeinsam: Sie versuchen die Zuschauer und Zuschauerinnen jeweils auf die Seite der Täter zu ziehen. Bei Ich habe gerade meinen Vater getötet ist das noch vergleichsweise einfach zu erreichen, wenn ein Missbrauchsopfer nach vielen Jahren der Unterdrückung seinen Aggressor angreift. Bei Bankräubern ist das schon ein bisschen schwieriger zu erklären. Intuitiv würde man bei In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall eher sagen, dass wir den Schurken folgen. Klar, es gibt immer wieder fiktionale Beispiele, wo ebenfalls Verbrecher zu Helden umgedeutet werden sollen. Heist Movies wie Ocean’s Eleven tun das ständig. Dort geht es meistens dann aber auch gegen Leute, die noch viel schlimmer sind. Und von Bösen etwas zu klauen, ist dann doch gut? Oder zumindest weniger böse.

Die „Bösen“ sind hier eine Bank. Das alleine qualifiziert für einen Teil des Publikums sicher die Taten. Der Rest soll sich einfach von dem Charisma der Täter mitreißen lassen. Ungewöhnlich an In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall ist nämlich, dass diese hier interviewt werden. Während andere True Crime Dokus irgendwelche Opfer oder selbsternannte Experten vor die Kamera holen, damit diese über das Verbrechen erzählen können, da interessierte sich Matías Gueilburt mehr für die Männer, welche die Tat auch begangen haben. Diese wurden seinerzeit geschnappt, sind inzwischen aber wieder auf freiem Fuß – und mehr als willig, über ihren Coup von damals zu sprechen.

Nicht spannend, aber unterhaltsam

Es gibt aber auch viel zu erzählen. Wie der Titel In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall bereits ankündigt, stand die Polizei seinerzeit vor einem Rätsel, weil die Verbrecher spurlos verschwanden, ohne einen der Ausgänge benutzt zu haben. Die Protagonisten verraten in der Doku, wie ihnen dieses Kunststück gelang. Sie berichten davon, wie sie in jahrelanger Planung alles ganz genau vorbereitet haben. An der Stelle erinnert die Doku tatsächlich an die bekannten Heist Movies, bei denen der eigentliche Coup eine vergleichsweise geringe Zeit einnimmt. Stattdessen wird wochenlang getüftelt und gefeilt, bis der Plan steht, der den großen Zaster bringen soll.

Im Gegensatz zu anderen True Crime Dokus auf Netflix, die auf große Rätsel oder eine starke Emotionalisierung setzen, da überwiegt hier die Bewunderung und Faszination. Und eben das Vergnügen: In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall ist einer der seltenen Fälle, bei denen man tatsächlich Spaß haben darf, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Zu Schaden kam niemand wirklich. Die Geiselnahme in der Bank lief auch etwas anders ab, als man es aus Filmen gewohnt ist. Spannung entsteht bei dem Film zwar nicht. Wer es auf diese abgesehen hat, der schaut sich besser woanders um. Wer aber mal wieder Lust hat auf unglaubliche Verbrechen, der kann es hiermit auf jeden Fall versuchen.

Credits

OT: „Los Ladrones: La verdadera historia del robo del siglo“
Land: Argentinien
Jahr: 2022
Regie: Matías Gueilburt

Bilder

Trailer

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In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall
Fazit
„In Luft aufgelöst: Der letzte große Banküberfall“ ist eine unterhaltsame True Crime Doku über einen Banküberfall, der seinerzeit die argentinische Polizei vor ein Rätsel stellte. Dabei ist es vor allem die in den Interviews beschriebene jahrelange Planung, die den Film sehenswert macht.
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