Deseo – Verlangen Desire Netflix Streamen online Video on Demand
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Deseo – Verlangen

Deseo – Verlangen Desire Netflix Streamen online Video on Demand
„Deseo – Verlangen“ // Deutschland-Start: 17. Juli 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Nach außen hin führen Lucero (Ludwika Paleta) und Fernando (José María Yazpik) eine Bilderbuchehe. Seit vielen Jahren ist das mexikanische Paar miteinander verheiratet, hat sich einiges aufgebaut und genießt ein hohes Ansehen. Und doch ist schon seit einer Weile die Luft raus, sie fühlen sich einfach nicht mehr zueinander hingezogen, die Partnerschaft ist nicht mehr als Routine. Umso größer ist das Verlangen, als Lucero Matias (Óscar Casas) kennenlernt, den neuen Schwimmlehrer ihrer Tochter Viviana (Pilar Pascual). Der aus Spanien stammende Mann ist deutlich jünger und sehr attraktiv. Es dauert nicht lange, bis die beiden eine stürmische Affäre miteinander beginnen. Doch je mehr sich die Familienmutter auf diesen Rausch einlässt, umso mehr riskiert sie, dabei alles zu verlieren …

Ohne jegliche Ansprüche

An düsteren Stoffen mangelt es auf Netflix bekanntlich nicht. Da kommt andauernd etwas heraus, was mit Tragik und menschlichen Abgründen lockt, teilweise auch Spannung erzeugen soll. Zuletzt gab es beispielsweise die Romanadaption Ich habe keine Angst über einen Jungen, der in einem Erdloch einen angeketteten anderen Jungen findet, eine Mischung aus Familiendrama, Gesellschaftsporträt und Thriller. Ebenfalls zwischen mehreren Genres wechselte Sommer 36, das eine Kriminalgeschichte um einen ermordeten Staatsanwalt mit einem Blick auf das sich wandelnde Frankreich in den 1930ern verband. Mit dem mexikanisch-spanischen Film Deseo – Verlangen kommt nun ein weiterer Titel heraus, der sich an Fans von zwischenmenschlichen Sümpfen und gewalttätigen Geschichten richtet.

Während die beiden obigen Titel jedoch starke gesellschaftliche Aspekte hatten und eine ganz bestimmte Zeit porträtieren wollten, da fehlen hier vergleichbare Ambitionen. Dass beispielsweise der Schwimmlehrer aus Spanien kommt und in Mexiko arbeitet, ist völlig ohne Belang. Das an und für sich naheliegende Thema des Klassenunterschieds, wenn eine vermögende Anwältin mit einem jungen Schwimmlehrer anbändelt, wird ebenfalls ignoriert. Es ist nicht einmal so, dass sich Deseo – Verlangen für das zwischenmenschliche Element interessieren würde. Der Film hat weder über die Familie der Protagonistin noch die Beziehung zwischen ihr und Matias etwas zu sagen. Die erste ist von Desinteresse geprägt, die zweite von Leidenschaft. Es gibt auch noch zwei Kinder in der Ehe, die Figuren sind aber wie die anderen nicht mehr als ein Mittel zum Zweck.

Züchtig und bescheuert

Stattdessen geht es lange um Oberflächlichkeiten. Man versucht hier, mit der Affäre zwischen der älteren Anwältin und dem jungen Schwimmlehrer beim Publikum zu punkten. Die Zielgruppe dürfte dabei weiblich sein, schließlich darf Óscar Casas (HollyBlood, Xtremo), der inzwischen ebenso muskelbepackte jüngere Bruder von Mario Casas, immer wieder nackte Haut zeigen. Tatsächlich explizit wird Deseo – Verlangen aber nicht. Verkauft wird das zwar schon als Erotikthriller. Man sollte in der Hinsicht jedoch nicht zu viel erwarten. Nicht nur, dass die Sexszenen nicht so wahnsinnig zahlreich sind. Sie sind auch eher züchtig geworden, nichts, was einem nach dem Anschauen unbedingt in Erinnerung bleiben würde. Natürlich ist die Besetzung attraktiv, das muss sie in einem solchen Film auch sein. Aber das war es auch schon.

Tatsächlich in Erinnerung bleibt dafür das Ende. Das ist in dem Fall aber nicht als Kompliment gemeint. Dass eine solche Geschichte irgendwie böse ausgehen muss, ist klar. Und es gelingt den beiden Drehbuchautorinnen Giulia Cardamone und Vanessa Miklos auch, das Publikum mit Enthüllungen zu überraschen. Die sind aber so bescheuert, dass man sich unweigerlich fragt, ob das gerade wirklich geschehen ist oder man sich das eingebildet hat. Hinzu kommt die fragwürdige Moral. Dass sich Deseo – Verlangen dem puritanischen Urteil verweigert, wie man es gerade in US-Filmen zu einem solchen Szenario findet, ist zwar nicht per se verkehrt. Wie hier aber indirekt gerechtfertigt wird, was passiert, das darf einem schon sauer aufstoßen. Da hätte man wenn noch um einiges böser werden müssen, anstatt sich dann auf eine solche Weise aus der Affäre zu ziehen.

Credits

OT: „Deseo“
IT: „Desire“
Land: Mexiko, Spanien
Jahr: 2026
Regie: Teresa Simone
Drehbuch: Giulia Cardamone, Vanessa Miklos
Musik: Silvia Jiménez Alvarez
Kamera: Marc Bellver
Besetzung: Ludwika Paleta, José María Yazpik, Óscar Casas, Pilar Pascual

Bilder

Trailer

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Deseo – Verlangen
fazit
In „Deseo – Verlangen“ beginnt eine frustrierte Anwältin eine Affäre mit dem jüngeren Schwimmlehrer ihrer Tochter. Der Film wird als Erotikthriller verkauft, ist aber recht zahm und wenig bemerkenswert. Tatsächlich in Erinnerung bliebt jedoch die groteske Auflösung, die zudem mindestens fragwürdig ist.
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