Danke tut mir leid Tack och förlåt Thank You, I'm Sorry Netflix Streamen online
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Danke, es tut mir leid

Danke tut mir leid Tack och förlåt Thank You, I'm Sorry Netflix Streamen online
„Danke, es tut mir leid“ // Deutschland-Start: 26. Dezember 2023 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Für Sara (Sanna Sundqvist) bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann Daniel plötzlich eines Nachts stirbt. Offensichtlich litt er an einem Herzfehler, den niemand bemerkt hatte. Und was nun? Nicht nur, dass sie sich allein um den gemeinsamen Sohn Elliot (Amaël Blomgren Alcaide) kümmern muss. Sie ist zudem hochschwanger mit dem zweiten Kind, die Geburt wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Zwar eilt die Familie herbei, um sie zu unterstützen. Aber das bringt ganz neue Probleme mit sich. So ist das Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter Helen (Ia Langhammer) schwierig. Vor allem aber ihre entfremdete ältere Schwester Linda (Charlotta Björck) sorgt für richtig viel Unruhe und zwingt die beiden dazu, sich mit ihrer komplizierten Familiengeschichte auseinanderzusetzen …

Die Familie nach dem Tod

Ende des Jahres bringt Netflix gern eine Reihe großer Titel an, welche die Massen anziehen soll, etwa das Science-Fiction-Abenteuer Rebel Moon – Teil 1: Kind des Feuers. Versteckt hinter diesen Großproduktionen finden sich aber immer wieder auch kleinere Werke, die in dem Trubel unterzugehen drohen, obwohl sie durchaus ihre Qualitäten haben. Tatsächlich sind diesen Monat gleich zwei sehenswerte Dramen erschienen, die sich mit komplizierten Familienverhältnissen auseinandersetzen und es verdient hätten, von einem größeren Publikum gesehen zu werden. Den Auftakt machte der mexikanische Film Familia, wo ein gemeinsames Essen zum Anlass wird, alte Streitpunkte noch einmal auf den Tisch zu bringen. Nun folgt mit dem schwedischen Danke, es tut mir leid ein weiterer Geheimtipp.

Dieses Mal ist es ein Todesfall, der eine Wiederzusammenführung nach sich zieht. Der Anlass ist bewährt, zahlreiche Filme greifen auf ein solches Szenario zurück, um einen Prozess der Aufarbeitung in Gang zu setzen. Ungewöhnlich ist allenfalls, dass die Hauptfigur in solchen Geschichten meistens in die Heimat zurückkehrt, während sie hier eher von ihrer Vergangenheit heimgesucht wird – in Gestalt der Schwester. Danke, es tut mir leid wechselt dadurch immer wieder zwischen zwei Hauptthemen. Auf der einen Seite untersucht der Film, wie die Angehörigen mit dem Tod von Daniel umgehen, von der Ehefrau über den Sohn bis zu den Schwiegereltern. Auf der anderen erfahren wir mehr über die Schwestern und ihre Vorgeschichte, denn da liegt schon einiges im Argen.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Ein weiterer Unterschied zwischen der Netflix-Produktion und thematisch ähnlichen Filmen ist der Humor. Ob man nun unbedingt so weit gehen muss, das Ganze als Tragikomödie zu bezeichnen, darüber kann man sich streiten. Es überwiegen schon eindeutig die ernsten Themen, sei es die Trauer oder kaputte Familien. Zwischendurch gibt es aber auch immer mal wieder recht schräge Szenen, die sich nicht an die Erwartungen halten, die man an einen solchen Film haben kann. Danke, es tut mir leid neigt da schon zu größeren Schwankungen im Hinblick auf die Tonalität und den Inhalt. Das äußert sich gerade in den Szenen zwischen den Schwestern oder wenn Sara mit ihrer Schwiegermutter zusammen ist, die zu allem einen Rat hat, selbst dann, wenn niemand diesen will.

Das gefällt auch dank der starken schauspielerischen Leistungen. Sanna Sundqvist und Charlotta Björck, die hierzulande wohl kaum jemand kennen dürfte, sind echte Entdeckungen. Da ist von Naturgewalt bis Häufchen Elend alles dabei, während die Schwestern sich mal näherkommen und dann wieder abstoßen. Das Ganze mag dabei nicht so lebensnah sein wie So sind wir, so ist das Leben, einem weiteren aktuellen Geheimtipp, der sich mit komplexen Familienverhältnissen beschäftigt. Aber es ist schon sehenswert, was Danke, es tut mir leid zu dem Thema zu sagen hat. Da wäre es schade, wenn der Film im Trubel zum Jahresausklang keine Beachtung findet, gehört er doch zu den besseren Neuzugängen im unübersichtlichen Netflix-Katalog.

Credits

OT: „Tack och förlåt“
IT: „Thank You, I’m Sorry“
Land: Schweden
Jahr: 2023
Regie: Lisa Aschan
Drehbuch: Marie Østerbye
Musik: Flemming Nordkrog
Kamera: Josephine Owe
Besetzung: Sanna Sundqvist, Charlotta Björck, Ia Langhammer, Juan Rodríguez, Peshang Rad, Ville Virtanen, Amaël Blomgren Alcaide

Bilder

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Danke, es tut mir leid
fazit
„Danke, es tut mir leid“ handelt von einer Frau, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes ihre entfremdete Schwester wiederseht. Der Film behandelt abwechselnd die Trauerarbeit wie die Aufarbeitung einer komplizierten Familiengeschichte. Das ist durch die schrägen Szenen vielleicht nicht immer lebensnah, insgesamt aber sehenswert und gut gespielt.
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