Earthstorm Naturgewalten auf der Spur Netflix
© Netflix

Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur – Staffel 1

Earthstorm Naturgewalten auf der Spur Netflix
„Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur – Staffel 1“  // Deutschland-Start: 27. Oktober 2022 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Von jeher üben Naturkatastrophen eine seltsame Faszination auf die Menschheit aus. Als die Bilder laufen lernten, konnte dieser noch weiter gefrönt werden. In Éruption volcanique à la Martinique, einem der ersten Filme überhaupt, inszenierte Georges Méliès (wegweisend: Die Reise zum Mond) einen Vulkanausbruch. In den 1930er-Jahren etablierte sich der Desasterfilm als eigenes Genre, welches jeweils in den 1950er- beziehungsweise 1970er-Jahren seine Hochphasen hatte. Naturkatastrophen, als solche eine Sonderform der Katastrophe also, waren dabei neben anderen Ereignissen wie in 18 Stunden bis zur Ewigkeit immer wieder beliebtes Sujet.

Auf der Spur von Naturkatastrophen

Es ist eine Sache, aus sicherer Entfernung und dem Komfort des eigenen Wohnzimmers heraus mitanzuschauen, wie Menschen unter Schneemassen verschüttet werden, Häuser zusammenbrechen oder in Wasserfluten untergehen. Eine ganz andere ist es, beinahe wortwörtlich mitten im Sturm zu stehen. Nachdem sich Netflix kürzlich schon einmal mit einer Naturkatastrophe beschäftigt hat (Nepal im Schock: Die Folgen des Bebens am Mount Everest), erscheint nun eine neue Serie auf der Streamingplattform, die sich mit vier verschiedenen Formen der desaströsen Naturereignisse beschäftigt. In der ersten Episode von Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur, Tornado, geht es direkt zur Sache, wenn wir so genannte Storm Chaser kennen lernen. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, angekündigten Tornados hinterherzujagen und sie zu filmen. Das allerdings nicht aus reiner Sensationsgier, wie zu vermuten wäre, sondern tatsächlich auch, um die Stürme zu dokumentieren und mehr Daten über das Phänomen zu sammeln.

Zunächst könnte der Eindruck entstehen, die Serie würde sich ausschließlich auf das US-Gebiet konzentrieren. Während Tornados abgesehen von der Antarktik auf der gesamten Erde vorkommen, sind die USA allerdings nicht nur am häufigsten, sondern vor allem auch am heftigsten davon betroffen. Der Fokus der ersten Folge ist demnach verständlich. In der zweiten, Vulkan, nimmt uns die Serie auf eine kleine Weltreise mit und stellt vier verschiedene aktive Vulkane vor. Einer davon brach das letzte Mal im September 2021 aus, ein anderer wird wissenschaftlich untersucht, um dessen nächsten Ausbruch vorhersagen zu können.

Gute Erklärungen für den Einstieg

In der dritten Episode, Erdbeben, geht es zurück in die USA, genauer nach Los Angeles. Aber auch Japan steht im Vordergrund. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass jetzt gerade in diesem Moment irgendwo auf der Welt ein Erdbeben stattfindet. Das wird außer ein paar Forschern, wenn überhaupt, aber kaum jemand mitbekommen, da die jeweilige Magnitude zu gering ist, um ohne Weiteres wahrgenommen zu werden. Die Erdbeben, um die es hier geht, sind aber um einiges gewaltiger. Wenn sich die tektonischen Platten derart verschieben, sind oft auch Tsunamis die Folge, welche die sowieso schon verheerende Situation deutlich verschlimmern. In der letzten Episode, Hurrikan, widmet sich vor allem Ida, der zweitschlimmste Hurrikan im US-Bundesstaat Louisiana, welcher 2021 wütete.

Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur berichtet aber nicht nur über diese Ereignisse, sondern erklärt auch, wie die einzelnen Naturphänomene jeweils zustande kommen. Dabei geht das vermittelte Wissen selten über das hinaus, was im Leistungskurs Erdkunde gelehrt wird, wer dieses Fach jedoch verständlicherweise abgewählt hat, bekommt hier auf interessante Weise eine gute Nachhilfe. Gerade in den ersten beiden Folgen setzt Earthstorm auf erklärende Grafiken, überzeugt aber durchweg mit beeindruckenden wie schrecklichen Bildern. Neben Storm Chasern und Wissenschaftlern kommen teilweise auch Überlebende von Naturkatastrophen zu Wort.

Credits

OT: „Earthstorm“
Land: USA
Jahr: 2022
Regie: Talya Tibbon, James Morgan, Tim Lambert, Adam Brown
Musik: Camilo Forero
Kamera: Nick Kraus, Stefan Weisen, Will Edwards, Craig Hastings, Clemens Majunke, Axel Peterson, Andrew Fleming, Nick Higgins, Robin Probyn, ISaac Mead-Lonh, Daniel Hollis
Mitwirkende: Mimî M. Khayisa

Bilder

Trailer

Weitere Netflix Titel

Ihr seid mit Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur durch und braucht Nachschub? Dann haben wir vielleicht etwas für euch. In unserem Netflix-Themenbereich sind alle Original-Produktionen gelistet, unterteilt nach Spielfilm, Serie, Doku und Comedy. Unten findet ihr alle Netflix-Titel, die wir auf unserer Seite besprochen haben.

A
B
D
M
S
T
W

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur – Staffel 1
fazit
„Earthstorm: Naturgewalten auf der Spur“ untersucht vier verschiedene Arten von katastrophalen Naturphänomenen in ebenso vielen Episoden. Lehrreich, doch nie belehrend, wird der Zuschauer über die Hilflosigkeit der Menschheit gegenüber Mutter Natur informiert und sollte sich glücklich schätzen, im sicheren Zuhause zu sitzen.
Leserwertung0 Bewertungen
0