Kritik

Spirit wild und frei Weihnachts Spirit Netflix

„Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit“ // Deutschland-Start: 6. Dezember 2019 (Netflix)

Eigentlich hatte Lucky ihrem Vater nur etwas Gutes tun wollen: Nachdem dessen Musikinstrument so langsam aber sicher den Geist aufgibt, soll ein neues ihm Weihnachten verschönern. Dafür fahren sie und ihre Freunde sogar in die Stadt. Nur kurz das Geschenke schnappen und wieder nach Hause gehen, so war der Plan. Doch irgendwie kommt ihnen ständig etwas dazwischen. Oder jemand. Sally Jessup zum Beispiel. Denn die Sängerin ist gerade in der Stadt für ein Konzert, was sich natürlich niemand entgehen lassen will. Das klappt aber alles nicht so wie gedacht und als die Clique auf dem Weg nach Hause ist, geraten sie auch noch in einen Schneesturm …

Kein Ende in Sicht
Ein bisschen verwundert durfte man 2017 schon gewesen sein, als bekannt wurde, dass DreamWorks Animation den Zeichentrickfilm Spirit – Der wilde Mustang 15 Jahre später als Serie wieder neu belebt. Offensichtlich war das Projekt aber erfolgreich genug, ganze acht Staffeln mit insgesamt 52 Folgen gibt es bereits, dazu noch eine Spin-off-Serie. Während Fans nun auf den angekündigten neuen Film warten, der 2021 in die Kinos kommen soll, gab es rechtzeitig zu Weihnachten mit Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit noch ein kleines Weihnachts-Special auf Netflix.

Der Streamingdienst hat damit natürlich einschlägige Erfahrungen gesammelt, saisonale Ausgaben von Serien werden dort schließlich ständig veröffentlicht. Dieses Weihnachten gab es beispielsweise mit Die Supermonster retten Weihnachten und Weihnachten mit Familienanhang noch weitere solcher Themenspecials. So wie dort hat man auch hier mehr davon, wenn man die zugrundeliegende Serie kennt. Eine große Einführung gibt es bei Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit nicht, weder zu den Figuren noch dem Ort. Es braucht sie aber auch nicht zwingend, da die Geschichte so simpel ist, dass man ihr auch ohne Vorkenntnisse folgen kann.

Viel los, viel belanglos
Wobei schon ein bisschen was passiert innerhalb der 45 Minuten. Das Weihnachtsgeschenk, das Konzert, die problematische Rückkehr, wenn die Schneemassen alles versperren. Tatsächlich aufregend ist das aber nicht, da wollte man die junge Zielgruppe nicht zu sehr auf die Folter spannend. Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit ist vielmehr etwas konfus, wenn diverse Handlungselemente miteinander kombiniert werden, von denen viele keine echte Rolle spielen. Verwirrend ist zudem, dass das titelgebende Pferd eigentlich völlig überflüssig ist. Es ist zwar irgendwie da, mehr aber auch nicht.

Ohnehin ist das gesamte Special irgendwie kaum erwähnenswert, weder inhaltlich noch optisch. Der starke Einsatz von Licht und Schatten lenkt ein bisschen davon ab, dass die Serie nicht unbedingt das ganz große Budget hat. Für die Zielgruppe sind die freundlichen Bilder und die auf Zusammenhalt und Freundlichkeit abzielende Geschichte natürlich schon nett. Weshalb Spirit sich aber einer so großen Beliebtheit erfreut, wird anhand des austauschbaren Specials nicht wirklich sichtbar. Klar kann man sich die Zeit damit vertreiben und ein bisschen Weihnachtsstimmung erzeugen. Man kann es aber auch ebenso bleiben lassen, ohne dabei etwas zu verpassen.

Credits

OT: „Spirit Riding Free: Spirit of Christmas“
Land: USA
Jahr: 2019
Regie: Allan Jacobsen, Kevin Wotton
Drehbuch: May Chan
Animation: DreamWorks Animation



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Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit
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Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit
„Spirit – wild und frei: Weihnachts-Spirit“ will zu Weihnachten ein bisschen passende Stimmung verbreiten, wenn ein banaler Geschenkekauf zu einem Abenteuer und Beitrag zu Freundschaft wird. Das ist irgendwie nett, aber reichlich überflüssig und ohne zusammenhängende Geschichte.
4von 10

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