Michael Jackson: Das Urteil The Verdict Netflix Streamen online Video on Demand
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Michael Jackson: Das Urteil

Michael Jackson: Das Urteil The Verdict Netflix Streamen online Video on Demand
„Michael Jackson: Das Urteil“ // Deutschland-Start: 3. Juni 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Sie gehören fest zum Sortiment der Netflix-Dokumentationen dazu: Filme und Serien, die sich um das Leben von Prominenten drehen. Kürzlich wurde in diesem Rahmen der Fußballer Ronaldinho: The One and Only porträtiert. Barbara – Becoming Shirin David widmete sich der deutschen Rapperin. Und auch Take That über die gleichnamige Boyband, die in den 1990ern zu enormem Ruhm gekommen war, brachte uns einige bekannte Leute näher. Insofern ist es eigentlich überfällig, dass mit Michael Jackson: Das Urteil auch der King of Pop einmal bedacht wird. Schließlich ist dieser einer der größten Stars der Musikgeschichte, selbst inzwischen bald 17 Jahre nach seinem Tod hat die Popularität nicht abgenommen, wie der Erfolg des kürzlich veröffentlichten Biopics Michael beweist.

Erinnerung an einen Skandal

Die Veröffentlichung der dreiteiligen Serie zum jetzigen Zeitpunkt dürfte dabei kein Zufall sein. Zwar wurde Michael Jackson: Das Urteil sicherlich schon vor einer Weile produziert, aufwendig genug ist die Doku ja. Dass sie aber so kurz nach dem Film herauskommt, ist schon auffällig, zumal sie nicht sehr lange vorher angekündigt wurde. Pikant ist aber vor allem der Inhalt. Anstatt sich wie die obigen biografischen Dokumentationen an einem allgemeinen Porträt zu versuchen, welches die Karriere und das Privatleben abbilden, da konzentriert man sich hier – der Titel nimmt es vorweg – auf den Gerichtsprozess um den mutmaßlichen Kindesmissbrauch. Also genau das Thema, das auch wegen juristischer Bestimmungen in dem oben genannten Biopic nicht einmal angesprochen werden durfte.

Das klingt nach einem guten Plan, um ein umfassenderes Bild von dem zuletzt umstrittenen Künstler zu zeichnen. So ganz geht dieser dann aber doch nicht auf. So ist die Thematik hier natürlich sehr verkürzt. Vergleichbar zu Sean Combs: The Reckoning, welches die kriminellen Sexskandale des Rappers Puff Daddy thematisierte, wird ausschließlich über die Anschuldigungen und den Gerichtsprozess gesprochen. Anders als der verurteilte Kollege wurde bei Jackson jedoch keine eindeutige Schuld gefunden. Es blieb bei Vorwürfen, die man dann glauben kann oder nicht. Das ist für eine Dokumentation dann gleichzeitig schwierig und dankbar. Auf der einen Seite kann Michael Jackson: Das Urteil die Geschichte gar nicht aufklären, sondern muss sich damit begnügen, was andere Leute zu ihr zu sagen haben – die mal mehr, mal weniger mit der ganzen Sache zu tun haben.

Aus Lust an der Spekulation

Gleichzeitig sind offene Enden ein wirkungsvoller Nährboden für Spekulationen und Mutmaßungen. Und das wird hier dann doch recht ausgiebig betrieben. Immer wieder melden sich Leute zu Wort, die in Situationen, manchmal auch nur Bilder etwas hineininterpretieren. Die Dokumentation selbst hält sich dabei zurück, will nicht selbst kommentieren. Regisseur Nick Green (Con Mum: Lang vermisste Mutter oder Betrügerin) hat aber natürlich auch so einen Einfluss darauf, welcher Eindruck beim Publikum zurückbleibt, indem er auswählt, was er zeigt und was nicht. Und die Tendenz ist in Michael Jackson: Das Urteil schon recht eindeutig, dass da hinter der Heile-Welt-Fassade des Sängers richtig viel Schmutz wartete. Und ein Skandal, der nie aufgeklärt wurde.

Dass die Serie gemischt aufgenommen wird, ist daher klar. Fans des Sängers werden empört sein, wie die alte Schmutzgeschichte noch einmal ausgepackt wird, zumal eben neue Aspekte fehlen. Andere werden Michael Jackson: Das Urteil hingegen als wichtigen Beitrag sehen, die Verbrechen nicht zu vergessen und den Opfern Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Wobei man sich natürlich darüber streiten kann, ob die bloße Erwähnung tatsächlich viel bringt. Zumal solche Dokumentationen oft mehr mit Voyeurismus als wirklicher Wahrheitsfindung zu tun haben. Wer Gefallen hat an solchen abgründigen Geschichten, die einen gruseln dürfen, kann es hiermit versuchen. Aber auch wenn man schon viele Leute befragt hat und Arbeit investiert hat, so richtig befriedigend ist das Ergebnis nicht.

Credits

OT: „Michael Jackson: The Verdict“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Nick Green
Musik: Tom Howe
Kamera: Duane McClunie

Bilder

Trailer

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Michael Jackson: Das Urteil
fazit
„Michael Jackson: Das Urteil“ greift noch einmal die Missbrauchsvorwürfe und den Gerichtsprozess auf. Die Dokumentarserie ist bemüht, möglichst viele Leute zu Wort kommen zu lassen, hat aber nichts Neues beizutragen und gefällt sich zu sehr mit Spekulationen.
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