The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird Netflix Streamen online Video on Demand
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The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird

The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird Netflix Streamen online Video on Demand
„The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird“ // Deutschland-Start: 15. Mai 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Für Verbrechen ist bei Netflix doch immer Zeit. Das betrifft nicht nur die ganzen fiktionalen Stoffe, die der Streamingdienst Woche für Woche herausbringt. Gerade auch der True-Crime-Bereich wird beständig mit Nachschub versorgt. Da war kürzlich etwa Should I Marry a Murderer?, wo eine Frau erzählt, wie es war, ihren eigenen Verlobten hinter Gitter zu bringen, der ein tödliches Geheimnis hat. In Yiya Murano: Tod am Nachmittag ist eine Frau, die im hohen Alter noch ein mörderisches Talent entdeckt. Vertrau mir: Der falsche Prophet wiederum handelte von einer Sekte, wo Gehirnwäsche und Vergewaltigung Teil eines göttlichen Auftrags waren. Mit The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird bekommt die Zielgruppe solcher Dokumentationen Nachschub.

Unfall oder nicht?

Wobei der Film in eine etwas andere Richtung, als man es von vielen solcher Produktionen gewohnt ist. Üblicherweise wird recht früh das Verbrechen vorgestellt und anschließend mehr über die Tatpersonen verraten bzw. nach eben diesen gesucht. Hier hingegen steht zunächst ja gar nicht fest, dass es sich um ein Verbrechen handelt. Wie der Titel bereits vorwegnimmt, steht im Mittelpunkt ein Unfall, der sich auf dem Rückweg von einer Party am 31. Juli 2022 ereignet hat. Einer, der tödlich endet: Während die 17-jährige Fahrerin Mackenzie Shirilla den Zusammenprall mit einem Haus überlebt, sterben ihr Partner Dominic Russo und dessen Freund Davion Flanagan. Der englische Titel beschränkt sich auf The Crash, lässt also alles offen. Da ist der deutsche Titel The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird deutlich verräterischer.

Tatsächlich stellt die Polizei nach einiger Zeit in Frage, dass es sich um einen Unfall handelt. Hat Mackenzie, die später angab, sich an nichts erinnern zu können, die Kontrolle über das Auto verloren, so wie anfangs alle angenommen haben? Oder steckte doch mehr dahinter? The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird beginnt nach dem Vorfall, erzählt auch, wie es bei den Ermittlungen sowie juristisch weiterging. Der Fokus liegt aber zwischendurch auf der Vorgeschichte und erzählt aus dem Leben des Paares. Dass dieses nicht ganz so ideal war, wird ebenfalls von dem Titel verraten. Romantisch war da zum Ende hin wohl nicht mehr sehr viel, es waren negativere Gefühle, welche die Beziehung bestimmten. So negativ, dass – so wurde zumindest vermutet – dies zu einer Verzweiflungstat führte.

Schockierend, aber nicht gut

Das Problem dabei ist, dass man sich dabei nur auf Hörensagen und Indizien stützen konnte. Die beiden Opfer waren schließlich tot und die mutmaßliche Täterin bestritt natürlich alles. Das mag dann juristisch für eine Verurteilung reichen, ist filmisch gesehen aber undankbar. The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird hat einfach nicht sehr viel zu zeigen. Ein paar Archivaufnahmen gibt es zwar schon, aber sie halten sich in Grenzen. Stattdessen zeigt Regisseur Gareth Johnson (Der Puppenspieler: Auf der Jagd nach dem ultimativen Betrüger) vor allem Interviews mit dem Umfeld, welche sich an die schmerzliche Zeit erinnern. Inhaltlich ist das weniger befriedigend. Zudem neigt man mal wieder zum Voyeurismus, wenn die Tragödie und das Leid hier eiskalt ausgenutzt werden. Mit Informationsvermittlung hat das dann nur noch wenig zu tun.

Die Geschichte an sich ist natürlich interessant, weil sie eine so unerwartete Wendung annimmt. Sie hat auch einen hohen Schockfaktor, der einen selbst als völlig Unbeteiligter packt. Die Tragik, dass so junge Menschen auf eine solche Weise sterben mussten, darf einem schon nahegehen. Das macht den Film aber nicht zwangsläufig zu einem guten Film. Die Geschichte wird in The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird schon ziemlich in die Länge gezogen, der Inhalt reicht nicht aus, um die kompletten anderthalb Stunden zu führen. Wer sich gern erschrecken lässt von menschlichen Abgründen, kommt hierbei schon auf seine Kosten. Unbedingt sehenswert ist diese True-Crime-Doku aber nicht.

Credits

OT: „The Crash“
Land: UK
Jahr: 2026
Regie: Gareth Johnson
Musik: Jessica Jones
Kamera: David Paul Jacobson

Bilder

Trailer

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The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird
fazit
„The Crash: Wenn junge Liebe toxisch wird“ erzählt von einem tragischen Autounfall, der eventuell keiner war. Die Geschichte ist zwar gut, die True-Crime-Doku ist es nicht unbedingt. Da nicht viel zu sagen war, füllte man die Laufzeit mit den Interviews des Umfelds, was wenig ergiebig, dafür ziemlich voyeuristisch ist.
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