Recale Flunked Netflix
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Recale Flunked Netflix
„Recalé“ // Deutschland-Start: 23. April 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Das mit den Gesetzen sieht der Kleinkriminelle Eddy Santozzio (Alexandre Kominek) nicht wirklich eng, was ihm immer mal wieder Ärger einbringt. Deswegen hat er auch keine große Wahl, als er von der Polizistin Lucie (Laurence Arné) dazu gezwungen wird, an einem ganz besonderen Undercover-Einsatz teilzunehmen. So soll er als Mathelehrer getarnt an der Charles Baudelaire High School in Lille anfangen, über ein mathematisches Talent verfügt er ja. Ziel dieser Mission ist, das Kind eines russischen Gangsterbosses zu finden. Das ist jedoch leichter gesagt denn getan. Nicht nur, dass Eddy über keinerlei Erfahrungen verfügt, die ihm bei dieser Arbeit helfen könnte. Er muss zudem feststellen, dass er die Rektorin Tiphaine (Leslie Medina) besser kennt, als ihm lieb ist …

Undercover-Einsatz

An Geschichten über kriminelle Machenschaften mangelt es bei Netflix ja praktisch nie. Neben den ganzen True-Crime-Dokus gibt es auch unzählige fiktionale Stoffe, in denen die Figuren Verbrechen begehen. So gab es mit Big Mistakes und Bandi: Unter Geschwistern gleich zwei parallel veröffentlichte Serien über Geschwister, die sich kriminell betätigen, teils aus freiem Willen heraus, teils, weil es die Umstände so erfordern. Wobei die Tonalität recht unterschiedlich war. Während die zweite Serie als Drama konzipiert war, ging es bei der ersten doch auch lustig zu. Man suchte eine Balance aus Komik und brenzligen Momenten. Bei dem französischen Beitrag Recalé ist das prinzipiell auch so, wobei der Fokus schon eindeutig der Humor ist. Die Serie ist in erster Linie eine Komödie.

Das Szenario, dass sich jemand als Lehrer getarnt an einer Schule einschleicht, ist natürlich bewährt. Hierzulande kennt man es vor allem durch die Fack ju Göhte Trilogie, wo ein Ex-Knacki zu den Pädagogen wechselt, um so ungestört die Beute suchen zu können. Eddy ist jedoch ein ganz anderer Typ als sein Kollege beim deutschen Hit. Während Letzterer stark auf die Konfrontation zwischen dem falschen Lehrkörper und der hoffnungslosen Klasse der Problemschule setzte, da spielt das in Recalé keine große Rolle. Nur selten vertraut die Serie darauf, dass da jemand den Schulbetrieb wirklich aufmischt. Der Protagonist ist dafür viel zu passiv. Nicht ohne Grund kann er relativ leicht von der Polizistin genötigt werden, bei diesem idiotischen Plan mitzuwirken. Er kommt nicht gegen sie an.

Ganz amüsant

Allgemein interessiert sich Regisseur und Serienschöpfer François Uzan (Die Werwölfe von Düsterwald, Akropolis Bonjour – Monsieur Thierry macht Urlaub) nicht so wirklich für das Thema Schule. Dann und wann geht es zwar schon auch mal um Fragen der Erziehung. Aber es sind dann doch eher die Figuren und die Beziehungen zwischen diesen, die hier im Mittelpunkt stehen. Das gilt besonders im weiteren Verlauf, als der Pseudo-Lehrer das Kind wirklich ausfindig macht und langsam in eine Art Vaterrolle hineinwächst. Das ist dann zwar nicht sonderlich originell, man weiß da schon früh, in welche Richtung das alles geht. Aber es gibt doch ein paar rührende Momente, wenn sich der Protagonist selbst nochmal neu entdeckt.

Das Ganze hätte insgesamt noch mehr Biss haben dürfen. So gibt es zwar schon die eine oder andere Szene, wo dann auch mal ausgeteilt wird. Bei dem Szenario hätte man aber doch noch mehr erwarten dürfen. Schade ist zudem, dass für die Nebenfiguren so wenig Platz geblieben ist und sie deshalb alle recht grob gezeichnet sind. Das kann zwar witzig sein, aber ein bisschen mehr wäre schon schön gewesen. Insgesamt ist Recalé schon eine ganz nette Serie geworden, die gut von Hauptdarsteller Alexandre Kominek getragen wird und schon auch sympathisch ist. Da die acht Folgen zudem recht kurz sind, einige nicht einmal 30 Minuten lang sind, ist mal schnell mit allem durch. Langweilig wird es einem hier zumindest nicht.

Credits

OT: „Recalé“
IT: „Flunked“
Land: Frankreich
Jahr: 2026
Regie: François Uzan
Drehbuch: François Uzan, Cascales Emma, Anne-Lise Rivoire
Musik: Paul-Marie Barbier, Julien Grunberg
Kamera: Clément Arenou
Besetzung: Alexandre Kominek, Laurence Arné, Fred Testot, Mathilde Seigner, Joséphine de Meaux, Sabrina Ouazani

Bilder

Trailer

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Recalé
fazit
In „Recalé“ wird ein Kleinkrimineller von der Polizei dazu genötigt, als Lehrer getarnt an einer Schule das Kind eines Verbrechers zu suchen. Das wird zwar nicht so bissig, wie es möglich gewesen wäre. Insgesamt ist die Komödienserie aber schon ganz nett und wird gut durch den Hauptdarsteller getragen.
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