A Different World Netflix Streamen online Video on Demand
© Daniel Delgado Jr/Netflix

A Different World – Staffel 1

„A Different World“ // Deutschland-Start: 24. September 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Für Deborah Wayne (Maleah Joi Moon) hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen: Sie geht aufs College! Zu dem Zweck hat sie sich das Hillman College ausgesucht, wo schon ihre Eltern studiert haben. Dabei lernt sie so unterschiedliche Menschen wie die Strafrechtstudentin Rashida Duvall (Alijah Kai), den Nachwuchssportler Shaquille Johnson (Cornell Young IV), den Psychologiestudenten Amir Rodale (Jordan Aaron Hall), das Kleinstadtmädchen Hazel Henry (Kennedi Reece) sowie den Modeunternehmer Kojo Achebe (Chibuikem Uche) kennen. In manchen Fällen entsteht schnell eine Freundschaft, andere Begegnungen stellen sich als eher schwierig heraus – vor allem, wenn die Liebe mitspielt. Dabei können sie den Zusammenhalt gut gebrauchen, da nicht nur der studentische Alltag mit Herausforderungen verbunden ist …

Reboot der 80er Sitcom

Wenn es um Geschichten geht, die sich um junge Menschen drehen, dann ist Netflix eine ergiebige Adresse. Ständig kommen dort Filme und Serien heraus, in denen Jugendliche oder junge Erwachsene im Mittelpunkt steht. Da war beispielsweise kürzlich Best of the Best um zwei beste Freundinnen, die sich einer Bollywood-Fusion-Tanzgruppe anschließen und dabei aneinandergeraten. Die Minerva-Akademie nimmt uns mit an eine Militärschule und erzählt von den Herausforderungen, mit denen die Leute dort zu kämpfen haben. Crew Girl wiederum begleitet eine Schülerin, die sich in einer reinen Jungen-Rudermannschaft durchsetzen muss. Mit A Different World kommt nun eine weitere Serie bei dem Streamingdienst heraus, die sich dem Alltag junger Menschen widmet. Dafür statten wir dieses Mal einem College einen Besuch ab.

Dabei handelt es sich um ein College, das schon früher einmal Schauplatz einer Serie war. Genauer ist das hier ein Reboot von College Fieber, einer Sitcom, die von 1987 bis 1993 lief und ein Spin-off der beliebten Bill Cosby Show war. Das Ziel war es seinerzeit, Denise Huxtable, der zweitältesten Tochter der Familie, eben aufs College zu folgen. Doch deren Schauspielerin Lisa Bonet stieg nach nur einer Staffel aus, die Serie ging ohne sie weiter. A Different World verzichtet dann ganz auf jede Verbindung zu den Cosbys. Und auch das Spin-off muss man nicht zwangsläufig gesehen haben, selbst wenn Fans sich auf die Gastauftritte einiger Figuren freuen dürfen. Gemeinsam ist den beiden Serien nur der Titel, zumindest im Original, und dass es sich um ein College handelt, in dem ausschließlich afroamerikanische Studierende und Lehrkräfte unterwegs sind.

Seifenoper mit schwachem Humor

Angesichts der Hautfarbe könnte man meinen, dass das auch ein Thema der Serie sein könnte. Anders als etwa Dear White People, eine weitere Netflix-Serie, spielt beispielsweise Rassismus keine Rolle. Dafür versucht A Different World schon an der einen oder anderen Stelle, gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Da geht es dann etwa um politisch motivierte Kürzungen für Universitäten oder auch den Schrecken der ICE-Agenten, die brutal Jagd auf immigrierte Menschen macht. Meistens geht es aber um zwischenmenschliche Angelegenheiten, wenn sich Figuren ineinander verlieben oder Stress miteinander haben. Das ist schon etwas schade, die Serie ist zu oft eher eine beliebige Seifenoper, weniger eine Auseinandersetzung mit dem Leben an einem College.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Figuren überwiegend furchtbar unsympathisch sind, zumindest aber anstrengend. Teilweise liegt das auch daran, dass die von Felicia Pride entwickelte Serie ja komisch sein soll. Einiges von dem, was hier geschieht, ist witzig gemeint. Leider ist das Ergebnis aber alles andere als witzig, vielmehr macht sich sehr schnell Langeweile breit. War das Original aus den späten 80ern noch eine klassische Sitcom, die es auf immerhin sechs Staffeln und 144 Folgen brachte, ist bei A Different World nach den ersten zehn Folgen das Interesse an weiteren auf einem Tiefpunkt. Das ist schade, weil das Szenario durchaus Potenzial gehabt hätte. So aber bleibt das hier ein Werk, das in dem gut gefüllten Jugend-Segment zu viel bessere Konkurrenz hat.

Credits

OT: „A Different World“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Debbie Allen, Tiffany Johnson, Angela Barnes, Nefertite Nguvu, Bille Woodruff
Drehbuch: Felicia Pride, Des Moran, Lisa McQuillan, Howard Jordan Jr., Rashida Olayiwola, Ashley Laverne Jackson, Tasha Armstead, Joel Armstead, Lisa McQuillan
Idee: Felicia Pride
Musik: Oak Felder
Kamera: Shawn Peters, John Simmons
Besetzung: Maleah Joi Moon, Alijah Kai, Cornell Young IV, Jordan Aaron Hall, Kennedi Reece, Chibuikem Uche, Elijah J. Roberts

Bilder

Trailer

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A Different World – Staffel 1
fazit
„A Different World“ erzählt wie die gleichnamige Sitcom aus den 1980ern von dem Alltag an einem College für afroamerikanische Studierende. Die Serie versucht sich hin und wieder an gesellschaftlichen Themen, ist aber zu sehr Seifenoper. Hinzu kommen reihenweise unsympathische Figuren und ein missglückter Humor.
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