Die Falle Netflix Streamen online Video on Demand
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Die Falle

Die Falle Netflix Streamen online Video on Demand
„Die Falle“ // Deutschland-Start: 13. Oktober 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Zehn Jahre ist es bereits her, dass Lisa Konrad (Friederike Becht) ihre Schwester Anna (Josephine Thiesen) durch ein Gewaltverbrechen verloren hat. Doch noch immer hat die Schriftstellerin Albträume deswegen, auch weil sie das Verbrechen nicht verhindern konnte und der Täter nie gefunden wurde. Zurückgezogen lebt sie in ihrem Haus, das sie aufgrund ihrer Angststörungen nicht verlässt. Doch dann sieht sie eines Tages per Zufall im Fernsehen den Reporter Robert Lenzen (Hans Löw) und meint, in ihm den Mörder von Anna wiederzuerkennen. Da die Polizei ihr aber keinen Glauben schenkt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als selbst die Wahrheit herauszufinden. Zu diesem Zweck schreibt sie einen neuen Roman, in dem sie die Geschichte ihrer Schwester verarbeitet, und lädt Lenzen zu einem exklusiven Interview zu sich nach Hause ein …

Mörder oder nicht Mörder?

Aktuell mag man es auf Netflix wieder besonders düster. So erzählt Im Kreis der Korruption von einer Freundesclique und einem Video, welches eine tote Schauspielerin zeigt und bis in die obersten Kreise führt. Dorthin will auch der ambitionierte Politiker in Animals, dessen Sohn aber kurz vor einer entscheidenden Wahl entführt wird. Sehenswert ist zudem Below, das uns in ein neufundländisches Fischerdorf mitnimmt, welches von einem Meeresungeheuer terrorisiert wird. Beim deutschen Beitrag Die Falle fehlt ein vergleichbares übernatürliches Element. Das braucht es aber auch nicht unbedingt, wie sich herausstellt. Denn hier sind die schlimmsten Monster die in Menschengestalt, wenn wir einer völlig traumatisierten Frau folgen, die den Mörder ihrer Schwester jagt.

Die Grundlage hierfür liefert mal wieder ein Roman. Genauer stand das gleichnamige Debüt der auf Thriller spezialisierten deutschen Schriftstellerin Melanie Raabe Pate, welches 2015 erschienen ist. Darin befasst sie sich primär mit zwei Themen. Das vordergründige ist dabei die Suche nach dem Mörder. Die Falle lässt es lange offen, ob die Protagonistin mit ihrem Verdacht recht hat oder nicht. Schließlich ist sie psychisch angeknackst, die typische unzuverlässige Erzählerin also. Dass sie den Journalisten wiederzuerkennen glaubt, könnte auch durchaus ihrem labilen Gemütszustand geschuldet sein. In langen Gesprächen konfrontiert sie ihn mit der Geschichte, ein bisschen wie in Shakespeares Hamlet, in der Hoffnung, dass er sich verrät. Was aber natürlich nur funktionieren kann, wenn er wirklich der Täter ist.

Das Spiel mit der Wahrheit

Verbunden wird dies mit dem übergeordneten Thema der Wahrheit. So geht es ganz allgemein um die Frage, ob es so etwas wie eine objektive Wahrheit gibt und wie wir diese erkennen können, wenn wir immer nur einen subjektiven Zugang dazu haben. Die Falle konfrontiert die Protagonistin in dem Zusammenhang immer wieder mit ihren Erinnerungen und stellt in Frage, ob diese akkurat sind. Vieles von dem, auf dem sie ihr aktuelles Leben basiert, könnte völlig falsch sein. Manches davon ist es auch. Da wird dann im Nachhinein einiges im Gedächtnis umgeschrieben, weil es so leichter ist. Das sind Erfahrungen, die nahe am Alltag sind, auch wenn sie hier schon ziemlich übertrieben beschrieben werden. Glaubwürdigkeit sollte man hier allgemein nicht erwarten, das ist ruppig an den Haaren herbeigezogen.

Spannend ist die sechsteilige Miniserie aber schon. Regisseurin und Drehbuchautorin Isabel Kleefeld, die einige Jahre zuvor für Netflix mit Liebes Kind bereits eine andere Thrillerserie mit Romanvorlage gedreht hat, weiß, wie sie aus diesem Szenario Spannung herausholt. Diese besteht zum einen in der besagten Wahrheitsfindung. Aber auch die Frage, ob die Protagonistin komplett durchdreht und selbst eine Mörderin wird, hält einen bei Laune. Allerdings tritt Die Falle dabei zwischendurch auch schon etwas auf der Stelle. Und wie gesagt: Man muss schon recht großzügig sein, was die Plausibilität angeht, man muss das im Einzelnen nicht nachvollziehen können. Dafür gefällt das Schauspielduo, wenn Becht eine Frau spielt, die um die Kontrolle ringt, und Löw einen undurchsichtigen Journalisten verkörpert, bei dem man selbst nie genau weiß, ob er die Wahrheit spricht oder diese gerade konstruiert.

Credits

OT: „Die Falle“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Isabel Kleefeld
Drehbuch: Isabel Kleefeld
Vorlage: Melanie Raabe
Musik: Volker Bertelmann
Kamera: Martin Langer
Besetzung: Friederike Becht, Hans Löw, Matthias Brandt

Bilder

Trailer

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Die Falle
fazit
In „Die Falle“ meint eine traumatisierte Schriftstellerin, den Mörder ihrer Schwester erkannt zu haben, und versucht diesen zu überführen. Die Serie befasst sich auf recht spannende Weise mit dem Thema Wahrheit, wenn hier gleich in mehrfacher Hinsicht unklar ist, was real ist. Man darf aber keine Ansprüche an die Glaubwürdigkeit haben, da ist vieles schon reichlich übertrieben.
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