David und die Weihnachtselfen Dawid i Elfy Netflix
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David und die Weihnachtselfen

Inhalt / Kritik

David und die Weihnachtselfen Dawid i Elfy Netflix
„David und die Weihnachtselfen“ // Deutschland-Start: 6. Dezember 2021 (Netflix)

Eigentlich hat Albert (Jakub Zajac) einen absoluten Traumjob. Wer würde nicht gern für den Weihnachtsmann (Cezary Zak) arbeiten, mit Spielzeug und anderen Geschenken den Menschen auf der ganzen Welt eine Freude bereiten? Zuletzt hat seine eigene Freude jedoch merklich nachgelassen. Vor allem würde er gern Weihnachten einmal selbst erleben, zusammen mit den Menschen – was ihm aber streng untersagt ist. Sie würden ihn außerdem gar nicht sehen, wird ihm immer wieder erklärt. Aber das kann Albert einfach nicht glauben, weshalb er sich einfach selbst auf den Weg macht, um der Welt der Menschen einen Besuch abzustatten. Dabei trifft er auf den 11-jährigen David (Cyprian Grabowski), der selbst Weihnachten über alles liebt und den Fremden sofort willkommen heißt. Andere können hingegen eher weniger mit dem eigenartigen Typen anfangen, der ständig in einem Kostüm durch die Gegend läuft und so komische Dinge sagt …

Es weihnachten sehr (ein bisschen)

Weihnachten rückt immer näher. Das bedeutet auch, dass Netflix wieder zahlreiche Titel raushaut, die irgendwie von dieser Zeit profitieren wollen. Die meisten davon haben eigentlich gar nichts mit Weihnachten zu tun, sondern tun nur so – siehe die Liebeskomödien A Castle for Christmas und Single All the Way oder die Horrorserie Elfen. Lediglich der belgisch-niederländische Familienfilm Die Familie Claus geht diese Saison als tatsächlicher Weihnachtsfilm durch, wenn ein Junge eines Tages erkennt, dass sein Großvater tatsächlich der Weihnachtsmann ist. Wer diesen Film schon durch hat und Nachschub für den Nachwuchs sucht, für den kommt mit David und die Weihnachtselfen ein ähnlich gelagerter Titel an. Dieses Mal reisen wir hierfür nach Polen, ein Land, das in den letzten zwei Jahren beim Streamingdienst einen festen Platz gewinnen konnte.

Anders als die meisten Importe unserer östlichen Nachbarn, welche auf betont düstere Geschichten setzen, wird es hier jedoch wieder freundlich und bunt. Vor allem das Zuhause des Weihnachtsmannes, wo der Film startet, will mit leuchtenden Farben und zur Schau getragener Fröhlichkeit für gute Stimmung sorgen. Sobald David und die Weihnachtselfen zu der Welt der Menschen wechselt, ist der Unterschied spürbar. Das soll er aber auch sein. Im Mittelpunkt des Films steht der Kontrast zwischen diesen beiden Welten und damit einhergehend die üblichen Gegensatzpaare. Da trifft Idealismus auf Zynismus, wahre Gefühle werden den kommerziellen Aspekten des Festes gegenübergestellt.

Vorhersehbar, aber unterhaltsam

Worauf das Ganze hinauslaufen wird, das ist nicht wirklich schwierig zu erraten. Die Erkenntnisse, welche die junge Zielgruppe am Ende mit auf den Weg bekommt, sind dieselben, wie es sie in diesen Filmen immer gibt. Lediglich der Werdegang von Elf Albert sorgt in David und die Weihnachtselfen für etwas Abwechslung, wenn dieser an sich und seiner Aufgabe zu zweifeln beginnt. Zumindest für eine Weile, am Ende muss das Ganze natürlich wieder gut ausgehen. Das ist Pflicht bei solchen Werken. Das darf man dann schön finden oder auch etwas langweilig, je nach der Erwartungshaltung. Richtig viel Arbeit wurde so oder so nicht in diesen Teil der Geschichte investiert. Manchmal muss das mit der Entwicklung auch recht schnell gehen, da geht es nur noch um die Ergebnisse, nicht den Weg dorthin.

Dafür gibt es auf diesem Weg einige tatsächlich amüsante Momente. Vergleichbar zu Noelle und anderen Filmen, bei denen Figuren aus dem Umfeld des Weihnachtsmannes zu den Menschen kommen, stehen zahlreiche Missverständnisse und andere komische Situationen an. Dabei ist es hier mal nicht der Protagonist selbst, der mit nichts zurechtkommt, sondern eher die Leute, die ihm begegnen und nicht wissen, was sie von ihm halten sollen. Von denen vielen rätselhaften Veränderungen ganz zu schweigen. Anspruchsvoll ist der Humor dabei natürlich nicht. Schließlich ist die Zielgruppe hier jünger. Aber es sind schon ein paar nette Einfälle dabei, weshalb David und die Weihnachtselfen – eine Vorliebe für solche Filme vorausgesetzt – einen Blick wert ist und im Überangebot mäßiger bis durchschnittlicher Weihnachtstitel auf Netflix noch zu den besseren gehört. Gerade Jakub Zajac als freudestrahlender und naiver Elf kann schon Spaß machen.

Credits

OT: „Dawid i Elfy“
IT: „David and the Elves“
Land: Polen
Jahr: 2021
Regie: Michal Rogalski
Drehbuch: Marcin Baczynski, Mariusz Kuczewski
Musik: Pawel Lucewicz
Kamera: Maciej Lisiecki
Besetzung: Cyprian Grabowski, Jakub Zajac, Cezary Zak, Anna Smołowik, Michał Czernecki, Monika Krzywkowska

Trailer

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In „David und die Weihnachtselfen“ will ein Elf endlich die Menschen kennenlernen und richtet damit ein ziemliches Chaos an. Anspruchsvollen Humor sucht man bei dem Familienfilm natürlich vergeblich, die Erkenntnisse sind zudem altbekannt. Eine Vorliebe für solche Komödien vorausgesetzt kann man hiermit aber schon seinen Spaß haben.
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