Inside Job Netflix

Inside Job – Staffel 1

Inhalt / Kritik

Inside Job Netflix
„Inside Job – Staffel 1“ // Deutschland-Start: 22. Oktober 2021 (Netflix)

Für Reagan Ridley ist es eine große Ehre in der Schattenbehörde Cognito Inc. tätig zu sein, so wie ihr Vater Rand vor ihr – bis dieser gefeuert wurde und nun völlig verwahrlost seinen Verschwörungstheorien nachgeht. Im Gegensatz zu dem pessimistischen Zyniker glaubt sie jedoch noch immer daran, dass man die Welt zu einem besseren Ort machen könnte. Dumm nur dass die Technikspezialistin selbst so ihre Probleme mit anderen Menschen hat. Oder auch mürrischen Delfinhybriden und gedankenlesenden Pilzen, die ebenfalls zu ihrem Team gehören. Aber sie versucht das Beste daraus zu machen und sich von den vielen chaotischen Situationen, in die sie immer wieder geraten, nicht den Mut nehmen zu lassen. Denn den wird sie noch oft genug brauchen …

Umgeben von bescheuerten Verschwörungstheorien

Natürlich, Verschwörungstheorien hat es schon immer gegeben. Irgendwie fanden sich immer Leute, die eine Bestätigung in der Vorstellung fanden, dass im Geheimen alles ganz anders ist und man einer der wenigen ist, die die Wahrheit kennen. Doch in den letzten Jahren haben solche Theorien noch einmal mächtig Zulauf bekommen, QAnon und die Corona-Pandemie wirkten wie Katalysatoren für die absurdesten Ideen darüber, wie die Welt funktioniert. So absurd, dass man oft nicht weiß, ob man darüber lachen soll, lieber weinen oder sich einfach nur fürchten. Für Shion Takeuchi ist der Fall hingegen klar: Für ihn sind die kruden Gedankenkonstrukte in erster Linie ein Anlass für Spott, zumindest wenn es nach seiner Netflix-Serie Inside Job geht.

Er und sein Team hatten dann auch offensichtlich Spaß dabei, die bescheuertsten Beispiele solcher Verschwörungstheorien zu sammeln und irgendwie zusammenzuwerfen. Ob es nun Echsenmenschen sind, welche die Welt kontrollieren, die vorgetäuschte Mondlandung oder ein noch immer lebender Elvis, all das ist hier zu finden. Selbst für die guten alten Flatearthers, also Leute, die davon überzeugt sind, die Erde ist eigentlich eine Scheibe, ist in Inside Job noch Platz. Gemeinsamkeiten gibt es bei diesem bunten Mix aus Theorien natürlich nicht. Man versuchte bei der Serie auch erst gar nicht, ein Narrativ zu schaffen, in dem diese ganzen Punkte tatsächlich miteinander verwoben werden. Sie werden einfach nur der Reihe nach abgeklappert.

Verrückt und doch banal

Das kann man natürlich witzig finden. Irgendwie ist es aber auch ein wenig enttäuschend, wie hier einfach nur eine Liste abgearbeitet wird, eine Art Best of Conspiracy Theory, ohne viel draus zu machen. Men in Black seinerzeit, was ebenfalls auf solche unglaublichen Vorgänge hinter der Fassade Bezug nahm, gelang es deutlich besser, daraus eine in sich geschlossene Welt zu machen. Hinzu kommt, dass die Witze zum Teil recht abwechslungsarm sind, einige Punkte werden wieder und wieder ausgegraben. Obwohl natürlich vieles in Inside Job völlig absurd ist, schleicht sich hier dadurch schnell das Gefühl ein, man hätte alles schon einmal gesehen. Die Serie ist einerseits ziemlich verrückt, gleichzeitig aber auch irgendwie banal. Da fehlt irgendwie der notwendige Biss.

Natürlich darf man trotz allem daran Spaß haben. Dann und wann gelingt es der Serie durchaus, richtige Treffer zu landen und die Gags mit einer Art Aussage zu verbinden. An vielen Stellen ist Inside Job dann aber doch „nur“ eine typische Workplace Comedy um Leute, die nicht miteinander klarkommen und dadurch ständig aneinandergeraten. Tatsächlich wird erstaunlich viel Zeit in die Figuren und ihre Beziehungen untereinander investiert. Vor allem Reagan, ihr Vater sowie Mitarbeiter Brett werden dabei regelmäßig beleuchtet. Da auch die Optik funktioniert, die Animationen sind erstaunlich flüssig, lohnt es sich schon mal hier reinzuschalten. Aber es ist dann irgendwie doch nicht mehr als nett, was bei dem Thema eine Verschwendung darstellt.

Credits

OT: „Inside Job“
Land: USA
Jahr: 2021
Regie: Pete Michels, Vitaly Strokous, Pete Mitchells, Mike Hollingsworth, David Ochs, Mike Bertino, Mollie Helms
Musik: Robert Bolton, Matthew Bronson, Mischa Chillak
Drehbuch: Shion Takeuchi, Chase Mitchell, Alex Hirsch, Aaron Burnette, Adam Lederer, Burke Scurfield, Daniel Kibblesmith, Mike Down, Devon Kelly, Alisha Brophy, Scott Miles
Idee: Shion Takeuchi
Animation: Jam Filled Entertainment

Bilder

Trailer

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„Inside Job“ nimmt uns mit in eine spezielle Behörde, in der so ziemlich jede Verschwörungstheorie wahr ist, die man sich vorstellen kann. Das Ergebnis ist schon ziemlich absurd, gleichzeitig aber auch banal, wenn dem Team nicht viel mehr einfällt, als nach und nach alles abzuarbeiten, ohne etwas draus zu machen. Auch beim Humor gab man sich nicht so wirklich viel Mühe.
Leserwertung10 Bewertungen
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