Voicemails for Isabelle Netflix Streamen online Video on Demand
© Diyah Pera/Netflix

Voicemails for Isabelle

Voicemails for Isabelle Netflix Streamen online Video on Demand
„Voicemails for Isabelle“ // Deutschland-Start: 19. Juni 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Für Jill (Zoey Deutch) bricht eine Welt zusammen, als ihre jüngere Schwester Isabelle (Ciara Bravo) stirbt, zu der sie ein besonders enges Verhältnis hatte. Um ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, beginnt sie, Sprachnachrichten auf ihrer Nummer zu hinterlassen. Darin erzählt sie, was sie bewegt, teilt ihr Leben über den Tod hinaus mit Isabelle. Dabei ahnt sie nicht, dass die Nummer in der Zwischenzeit bereits weitergegeben wurde. Eigentlich gehört die Nummer jetzt Wes (Nick Robinson). Der versteht zunächst nicht, was es mit den Nachrichten auf sich hat, ist aber fasziniert von den Geschichten. Und so beschließt er, Jill auch im wahren Leben kennenzulernen. Als er ein Treffen mit ihr arrangiert, funkt es zwischen den beiden – und Wes verpasst es, ihm die Sache mit den Sprachnachrichten zu erzählen …

Eine bekannte Geschichte

An düsteren Stoffen mangelte es zuletzt auf Netflix nicht gerade, da kommen andauernd neue Filme und Serien heraus. Wer es hingegen romantisch mag, wurde weniger gut bedient. Da war lediglich Office Romance über eine Geschäftsfrau, die eine Affäre mit dem Firmenanwalt beginnt, wovon niemand etwas wissen darf. Davor und danach gab es wochenlang nichts. Jetzt gibt es endlich wieder Nachschub für ein Publikum, das von der großen Liebe träumen darf. Ein echter Traum ist Voicemails for Isabelle dabei zwar nicht geworden. Die US-Produktion gehört aber sicherlich zu den besseren Beiträgen in diesem Segment, wenn sie schwierige und leichte Gefühle in Einklang bringt, Trauer und ein bisschen Wohlfühlspielerei.

Dabei ist die Geschichte, die Regisseurin und Drehbuchautorin Leah McKendrick da erzählt, alles andere als originell. So erinnert das Szenario doch frappierend an den deutschen Kinohit SMS für dich bzw. dessen US-Remake Love Again. In beiden Filmen trauert eine Frau um ihren verstorbenen Freund und schickt diesem Nachrichten, die stattdessen bei einem anderen Mann landen. Der wiederum ist davon angetan und sucht die Nähe dieser Frau. Offiziell ist Voicemails for Isabelle kein weiteres Remake dieses Stoffes. Man hat auch ein wenig geändert, etwa bei der toten Person oder bei den Berufen der Figuren. So ist die Protagonistin hier eine Konditorin, die sich selbst verwirklichen möchte, und keine Kinderbuchautorin mehr. Dennoch, ein bisschen dreist ist es schon, wie da der Inhalt mit nur wenigen Änderungen übernommen wurde. Dazu gehört auch, dass der Empfänger – mal wieder – nicht verrät, dass er diese Nachrichten bekommen hat.

Ganz schön geworden

Aber selbst wer die offensichtliche Vorlage nicht gesehen hat, dürfte nur wenig Probleme damit haben, den weiteren Verlauf der Geschichte vorherzusehen. Das hier ist kein Film, der in irgendeiner Weise Punkte für Originalität einsammeln kann – oder auch möchte. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass das Ergebnis schlecht ist. So gibt es gerade in diesem Segment nur selten Beispiele dafür, dass jemand wirklich etwas Eigenes erzählen möchte. Wichtiger ist: Wird das alles denn gut erzählt? Löst es im Publikum Gefühle aus? Und zumindest das kann man Voicemails for Isabelle nicht absprechen. Gerade die Szenen, in denen es um Isabelle geht, können einem schon zu Herzen gehen. Wer selbst einen Verlust erlitten hat, wird nachvollziehen können, wie schwierig es ist loszulassen.

Als Romanze funktioniert der Film auch ganz gut. Das Zusammenspiel von Zoey Deutch (Nouvelle Vague) und Nick Robinson (The Abandons) überzeugt, da sind einige schöne Szenen dabei. Dass das Paar attraktiv ist und damit einiges fürs Auge liefert, braucht nicht erst betont zu werden. Weniger gelungen ist dafür der Humor. Der Nebenstrang um die süßen Ambitionen der Protagonistin ist beispielsweise völlig überflüssig, auch wenn das Thema der Selbstbehauptung zweifelsfrei wichtig ist. Dennoch, insgesamt ist Voicemails for Isabelle ein ganz angenehmer Film geworden. Unbedingt gebraucht hätte es diesen wohl nicht. Aber wer mal wieder auf der Suche nach etwas Gefühlvollem ist, macht hiermit nichts verkehrt.

Credits

OT: „Voicemails for Isabelle“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Leah McKendrick
Drehbuch: Leah McKendrick
Musik: Este Haim, Amanda Yamate
Kamera: Julia Swain
Besetzung: Zoey Deutch, Nick Robinson, Harry Shum Jr., Lukas Gage, Nick Offerman

Bilder

Trailer

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Voicemails for Isabelle
fazit
In „Voicemails for Isabelle“ hinterlässt eine Frau ihrer toten Schwester Sprachnachrichten, ohne zu ahnen, dass diese bei einem anderen Mann ankommen. Die Geschichte ist dreist zusammengeklaut. Insgesamt ist die Liebeskomödie aber schon ganz schön geworden.
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