Der Mord an Jill Dando Who Killed Jill Dando? Netflix Streamen online
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Der Mord an Jill Dando

Der Mord an Jill Dando Who Killed Jill Dando? Netflix Streamen online
„Der Mord an Jill Dando“ // Deutschland-Start: 26. September 2023 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Zuletzt hat Netflix wieder die Fans von True Crime Dokus mit einer Reihe von Titel beglückt. Da war die zweite Staffel von Die Murdaugh-Morde: Skandal in den Südstaaten über eine ebenso einflussreiche wie kriminelle Familie. Pfadfinderehre: Die Geheimakten der Boy Scouts of America erinnert an die schockierenden Missbrauchsvorfälle bei der Pfadfinder-Vereinigung. Und auch Spionageoperationen sprach ein Publikum an, das auf wahren Geschichten basierenden Nervenkitzel sucht, wenn es um die Machenschaften von Geheimdiensten geht. Wer trotz des großen Angebots noch Nachschub braucht, für den bietet der Streamingdienst nun Der Mord an Jill Dando an.

Ein bis heute ungeklärter Mord

Worum es hier geht, nimmt der Titel bereits vorweg. Wobei zumindest ein hiesiges Publikum eher nichts mit dem Namen wird anfangen können. In ihrer Heimat Großbritannien war Jill Dando hingegen durchaus bekannt, sie stand mehrfach in den Nachrichten. Das war zum einen ihrer Arbeit als Fernsehjournalistin, der sie seit den 1980ern nachging. Populär war beispielsweise die von ihr moderierte Sendung Crimewatch, bei der es um unaufgelöste wahre Kriminalfälle geht – also ein britisches Pendant zu Aktenzeichen XY … ungelöst. Am Ende fiel sie selbst einem Verbrechen zum Opfer: Am 26. April 1999 wurde sie vor ihrer eigenen Wohnung durch einen Kopfschuss getötet. Ein Nachbar will noch einen Mann um die 40 gesehen haben.

Doch wer war der Unbekannte? Und aus welchem Grund musste die Journalistin sterben? Das ist bis heute nicht geklärt, trotz umfangreicher Ermittlungsarbeiten kam es zu einem schlüssigen Ergebnis. Zwar rückte zwischenzeitlich ein Mann in den Fokus der Polizei. Doch die Beweislage war dünn, später musste er auch wieder laufengelassen werden. All dies berichtet Der Mord an Jill Dando, bleibt am Ende eine eigene Antwort schuldig. Einer der Interviewten gibt zwar an, dass hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, wer dahintersteckt. Da er keine Namen nennt und auch sonst bei dieser vagen Behauptung bleibt, hat das Publikum nicht viel von dieser Aussage. Gut möglich ist, dass derjenige sich einfach nur wichtig machen will und seine Chancen auf ein bisschen Rampenlicht nutzt, ohne etwas dafür tun zu müssen.

Nichts Neues zu sagen

Bei solchen True Crime Dokus mit offenem Ende darf man sich natürlich immer fragen, wie sinnvoll diese sind. Manche geben zumindest noch Stoff zum Diskutieren mit, wenn beispielsweise ein Blick auf Gesellschaft und Justiz geworfen wird. Die Dame der Stille: Die Mataviejitas-Morde etwa erzählt, wie jemand ohne überzeugende Beweise ins Gefängnis gesteckt wird, weil es dringend jemand Schuldigen brauchte. Bei Das Interview mit Rosa Peral wird thematisiert, dass eine Frau aufgrund ihrer zahlreichen Affären diskreditiert werden sollte, um sie so leichter verurteilen zu können. Bei Der Mord an Jill Dando fehlt etwas Vergleichbares, es gibt keinen Mehrwert.

Zuschauer und Zuschauerinnen, die selbst gern spekulieren und nach eigenen Antworten suchen mögen, könnte das ansprechen. Denn wo es keine konkreten Hinweise gibt, darf die Fantasie ran. Rätselhaft ist der Fall sicherlich, irgendwie sogar spektakulär. Dass ein Mensch am helllichten Tag hingerichtet werden kann, ohne dass dies je aufgeklärt wird, lässt es einem schon den Rücken hinunterlaufen. Damit erinnert einen das an die besagten Fernsehformate, die von unaufgeklärten Verbrechen berichten. Ein bisschen dünn ist Der Mord an Jill Dando aber schon. Es ist vor allem zu dünn, um daraus eine Serie zu machen. Die ist zwar nicht lang, die drei Folgen betragen jeweils rund 45 Minuten. Und doch bleibt am Ende das Gefühl, dass hier Zeit verschwendet wurde und es ein Nachlesen einer Online-Meldung auch getan hätte.

Credits

OT: „Who killed Jill Dando?“
Land: UK
Jahr: 2023
Regie: Marcus Plowright
Musik: Alexander Parsons
Kamera: Diego Rodriguez

Bilder

Trailer

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Der Mord an Jill Dando
fazit
„Der Mord an Jill Dando“ erinnert an die britische Journalistin, die 1999 vor ihrer Wohnung von einem Unbekannten hingerichtet wurde. Die Doku hat zu dem ungelösten Fall nichts hinzuzufügen, hat auch darüber hinaus keine inhaltliche Relevanz. Damit richtet sich die dreiteilige Serie an ein Publikum, das selbst spekulieren mag.
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