Tyson 2026 Netflix Streamen online Video on Demand
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Tyson (2026)

Tyson 2026 Netflix Streamen online Video on Demand
„Tyson“ // Deutschland-Start: 13. Oktober 2026 (Netflix)

Inhalt / Kritik

Sie gehören fest zum Sortiment von Netflix: Dokumentationen über bekannte Leute. Das können Prominente aus der Unterhaltungsindustrie sein, Musik und Film etwa. Manchmal ist auch jemand aus der Politik dabei. Vor allem aber der Sport wird regelmäßig bedacht: Dieses Jahr gab es beispielsweise Mourinho, Poldi und Ronaldinho: The One and Only, die alle Stars aus dem Fußball gewidmet waren. Allgemein ist diese Sportart die am meisten besprochene bei dem Streamingdienst. Dann und wann erinnert sich dieser aber daran, dass es auch ein Publikum ist, das sich an anderen Sportarten erfreut. Mit Tyson werden nun mal wieder Fans des Boxens angesprochen, wenn einer der bekanntesten Vertreter vorgestellt wird – aber auch einer der umstrittensten.

Berühmt-berüchtigter Boxer

Die Rede ist natürlich von Mike Tyson, der in vielfacher Hinsicht Geschichte geschrieben hat. So hält der US-Amerikaner bis heute den Rekord, mit gerade einmal 20 Jahren der jüngste Weltmeister im Schwergewicht zu sein. Auch in anderer Hinsicht hat er Herausragendes geleistet. Der Hype war so groß, dass er 1987 in dem Videospiel Punch-Out!! für das NES als Endgegner eingeführt wurde. Letzteres wird in Tyson auch tatsächlich angesprochen, so wie andere Höhepunkte aus der Karriere des Sportlers. Und von denen gibt es einige. Ob er der beste Boxer aller Zeiten ist, wie von manchen gesagt, darüber lässt sich natürlich streiten. Zumindest aber ist sein Name so geläufig, dass er weit über die Fangemeinde des Boxsports hinaus bekannt ist. Und das lässt sich nur von einigen sagen.

Wobei es natürlich nicht nur die sportlichen Erfolge sind, für die ihn das breite Publikum kennen könnte. Hinzu kommen mehrere Skandale. Geradezu legendär ist, wie Tyson bei einem Kampf gegen Evander Holyfield diesem einen Teil des Ohres abgebissen hat, aus Frust über den Verlauf des Matches. Tyson wurde dafür disqualifiziert, gewissermaßen aber auch unsterblich. Die Dokuserie spricht zudem über die juristischen Aussetzer des Boxers: Er wurde 1992 wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dass er danach noch immer gefragt war und es mehrere Comebacks gab, mag aus heutiger Sicht zwar etwas befremdlich sein. Aber Tyson ist eben auch ein Zeitporträt und berichtet von einer Vergangenheit, in der manches noch etwas anders war.

Umfangreich, aber nicht immer tiefgründig

Bemerkenswert ist, dass Tyson über all diese Sachen spricht durchaus. Schließlich kommt auch der Protagonist ausführlich zu Wort. Und sobald die Prominenten Teil einer Dokumentation sind, werden gern die hässlichen Seiten weggelassen, damit das alles ein bisschen glanzvoller und heroischer ist. Der Ex-Sportler nimmt sogar dazu Bezug, auch wenn er versucht, das alles herunterzuspielen und sich herauszureden. Das muss man ihm zumindest zugutehalten, auch wenn ihn das nicht unbedingt sympathischer macht. Mitgefühl dürfte ihm hingegen sicher sein, als es um seine Tochter geht, die mit gerade einmal vier Jahren tragisch bei einem Unfall ums Leben kam. Auch das Thema wird in den vier knapp einstündigen Folgen angesprochen.

An Stoff mangelt es daher nicht. Wer etwas über den Protagonisten erfahren möchte, sowohl in sportlicher Hinsicht wie auch als Mensch, bekommt also einiges geboten. Natürlich ist trotz allem die Dokumentation verkürzt und arbeitet mit subjektiven Blickwinkeln. Manche sind erhellend, weil sie tatsächliche Alternativen darstellen. In anderen Fällen kann es aber frustrierend sein, weil da eigenes nicht vertieft wird. Eben weil Regisseur Floyd Russ (American Manhunt: O.J. Simpson) so nahe an seinem Interviewpartner dran ist, sind ihm gewissermaßen die Hände gebunden. Er kann nur verwerten, was er bekommt. Tyson hätte aber sicherlich noch mehr Leute zu Wort kommen lassen können, die nicht direkt aus dem Umfeld des Ex-Boxers kommen und damit auf die eine oder andere Weise voreingenommen sind.

Credits

OT: „Tyson“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Floyd Russ
Musik: Raffertie
Kamera: David Bolen, Jacob Møller

Bilder

Trailer

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fazit
„Tyson“ beleuchtet das Leben und die Karriere des berühmt-berüchtigten Ex-Boxers Mike Tyson. Die vierteilige Doku bietet viel Stoff und ist eine gute Gelegenheit, ein umfassendes Bild zu gewinnen. Manches wird dann aber doch verkürzt, auch weil der Protagonist selbst ausführlich zu Wort kommt.
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