Kritik

Die Supermonster Monstermäßige Weihnachten Super Monsters: Santa’s Super Monster Helpers, Netflix

„Die Supermonster: Monstermäßige Weihnachten“ // Deutschland-Start: 8. Dezember 2020 (Netflix)

Weihnachten steht vor der Tür, der perfekte Anlass für einen kleinen Besuch beim Weihnachtsmann! Die Freude ist groß bei den Supermonstern, als sie in ihren extra mollig warm verpackten Grrbus steigen, um mit ihm gemeinsam zum Nordpol zu fliegen. Die Stimmung ist ausgelassen, die kleinen Monster können ihr Glück gar nicht fassen, dabei sein zu dürfen. Doch dann geschieht Grrbus ein Missgeschick, das ganz Weihnachten bedrohen könnte, und nur die Supermonster können es jetzt noch retten!

Alle Jahre wieder: Wenn es darum geht, ein bestimmtes zeitlich definiertes Ereignis zu feiern, da sind Die Supermonster immer mit von der Partie. Das ganze Jahr über werden Specials der Netflix-Animationsserie veröffentlicht, die irgendein Fest zum Thema nehmen. Hoch im Kurs steht dabei natürlich Weihnachten, das regelmäßig in der einen oder anderen Form aufgegriffen wird. 2018 erschien der Kurzfilm Die Supermonster und der Wunschstern, ein Jahr drauf folgte Die Supermonster retten Weihnachten. Dieses Jahr darf es dann Die Supermonster: Monstermäßige Weihnachten sein.

Billige Wiederholung
Am Prinzip hat sich nichts geändert. Tatsächlich ist der neue Kurzfilm nur eine Variation des vom Vorjahr: Es geschieht irgendein Unglück und nur die Monster können das mit vereinten Kräften noch aufhalten. Neu ist 2020 nur, dass es zu einem kleinen Generationenwechsel gekommen ist. So sind die von Anfang an beteiligten Figuren wie Frankensteins Monster, der Werwolf oder der Vampir nicht mehr im Mittelpunkt, werden erst später herbeigerufen, als die kleinen Monster nicht mehr weiter wissen und deshalb die Hilfe der Großen brauchen. Die Idee, dass alle zusammenarbeiten müssen, ist für sich genommen natürlich schon sympathisch, Die Supermonster: Monstermäßige Weihnachten kreiert ein Gefühl der Gemeinschaft.

Allerdings ist der Kurzfilm selbst recht billig zusammengeschustert. Die Optik war natürlich noch nie eine Stärke bei dieser Low-Budget-Produktion. Aber es fällt dann doch auf, wenn das Weihnachtsdorf nur aus drei Häusern besteht. Störender aber ist, dass das Konzept der Zusammenarbeit nicht in entsprechende Szenen umgesetzt wurde. Eigentlich stehen die Monster nur irgendwie rum, ohne dass dabei ein nennenswertes Ergebnis entsteht, am Ende ist auf magische Weise alles gut gegangen. Auch wenn ein gewisser Mangel an Komplexität bei einer Kinderproduktion zu erwarten ist, hier hat man sich schlichtweg keine Mühe mehr gegeben beim Erzählen der Geschichte und vertraut nur noch auf den etablierten Namen der Figuren.

Credits

OT: „Super Monsters: Santa’s Super Monster Helpers“
Land: Kanada, USA
Jahr: 2020
Regie: Steve Ball
Drehbuch: Kaaren Lee Brown
Musik: Allen Bohbot

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Die Supermonster: Monstermäßige Weihnachten
„Die Supermonster: Monstermäßige Weihnachten“ setzt auf das bewährte Konzept, dass irgendwo etwas schiefgeht und nur die kleinen Monster alles retten können. Das ist als Idee wie immer nett, die Ausführung ist jedoch sehr billig, da gab man sich nirgends mehr Mühe.
4von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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